0445110056
BOSCH 0445110056 Common-Rail-Injektor für Renault Laguna II / Megane I / Vivaro 1.9 dCi F9Q
8200101100, 8200238528, 91160179, 4409990, 0986435080 F00VC01005 DSLA140P862+ 1350 bar Produktübersicht
Der Bosch 0445110056 ist ein OEM-Common-Rail-Injektor für Dieselmotoren, entwickelt für Pkw und Nutzfahrzeuge von Renault / Opel / BOSCH mit dem F9Q (1.9 dCi / DTI) Dieselmotor. Ausgelegt für einen maximalen Raildruck von 1350 bar, verfügt diese Einheit über die hochpräzise DSLA140P862+ Einspritzdüse und den F00VC01005 Ventilmechanismus, um mehrere Mikroeinspritzungen pro Verbrennungszyklus darzustellen. Er erfüllt vollständig die Abgasnorm Euro 3. Direkter Ersatz für die OEM-Referenzen 7700111014, 8200101100, 8200238528, 91160179, 4409990, 0986435080.
Überprüfen Sie vor der Bestellung stets die auf dem Injektorkörper Ihres Altteils eingeprägte OE-Referenz (7700111014 / 8200101100). Der Bosch 0445110056 nutzt das Steuerventil F00VC01005 und die auf 1350 bar kalibrierte DSLA140P862+ Einspritzdüse. Eine zylinderspezifische IMA-Codierung ist nach dem Einbau zwingend erforderlich.
Kompatible Injektoren
Fahrzeug- und Motorverwendung
| Fahrzeug | Motor | Baujahre |
|---|---|---|
| Renault Laguna II 1.9 dCi | F9Q 750 / 752 100-120hp | 2001-2005 |
| Renault Megane I / Scenic I 1.9 dCi | F9Q 732 / 733 102hp | 1999-2003 |
| Opel Vivaro A 1.9 DTI / CDTI | F9Q 760 / 762 100hp | 2001-2006 |
| Renault Trafic II 1.9 dCi 100 | F9Q 760 100hp | 2001-2006 |
Technische Daten
| Spezifikation | Wert |
|---|---|
| SKU-Nummer | 0445110056 |
| Marke | Renault / Opel / BOSCH |
| Komponententyp | Complete Injector Assembly (Bosch Common Rail (CRI1.3 solenoid)) |
| OE-Nummer | 7700111014 |
| Steuerventil Kernwert | F00VC01005 |
| Düsencode Kernwert | DSLA140P862+ |
| Einspritzsystem | Bosch Common Rail (CRI1.3 solenoid) |
| Betriebsdruck Kernwert | 1350 bar |
| Drehmomentvorgabe | 25 N·m |
| Spannpratzen-Drehmoment | 20 N·m |
| Garantie | 12 Months |
| Abgasnorm | Euro 3 |
| Motorenfamilie | F9Q (1.9 dCi / DTI) |
| Steuergeräte-Codierung erforderlich | Yes (IMA Code) |
Installation Tips
Benötigte Werkzeuge: 10mm & 11mm flare nut wrench (rail and injector inlet unions), Injector slide hammer / mechanical puller kit (if seized), Injector seat cleaning brass brush set & industrial vacuum, Seat reaming tool (if carbon erosion is present), Torque wrench (2 N·m - 40 N·m range), ECU diagnostic scan tool with IMA/QR coding capability, Digital micrometer / depth gauge for copper washer check
- Batterie abklemmen & Raildruck abbauen: Batterieminuspol abklemmen und vor dem Öffnen der Kraftstoffverschraubungen per Live-Diagnose sicherstellen, dass der Rail-Restdruck unter 10 bar abgefallen ist.
- Motorraum & Injektorschächte reinigen: Partikel, Ölschlamm und lose Verschmutzungen im Bereich der Injektorschächte im Zylinderkopf gründlich mit Druckluft und entfettendem Lösungsmittel ausblasen und entfernen.
- Kabelbaum & Leckölanschlüsse kennzeichnen: Kabelbaumstecker der einzelnen Zylinder markieren und die empfindlichen Kunststoff-Halteclips der Lecköl-Rücklaufleitung vorsichtig entriegeln.
- Hochdruckleitungen demontieren: Überwurfmuttern der Hochdruckleitungen mit einem Leitungsschlüssel lösen; SOFORT alle offenen Rail-Anschlüsse und Injektor-Zuläufe mit sauberen Verschlusskappen versiegeln.
- Spannpratzen-Befestigungsschrauben ausbauen: Schrauben der Spannpratzen herausdrehen. Beachten Sie, dass Dehnschrauben grundsätzlich entsorgt und keinesfalls wiederverwendet werden dürfen.
- Injektorkörper herausziehen: Injektor vertikal nach oben herausziehen. Bei Verkokung oder Festbrennen einen freigegebenen mechanischen Gleithammer-Abzieher am Zulaufadapter ansetzen, ohne den Injektorkörper zu verdrehen.
- Injektorschacht & Bohrung prüfen: Sicherstellen, dass der alte Kupfer-Dichtring nicht am Boden des Injektorsitzes im Zylinderkopf verblieben ist; falls festsitzend, mit einem Messing-Dichtringauszieher entfernen.
- Injektorsitz reinigen & nachfräsen: Dichtfläche des Injektorsitzes mit speziellen Sitzreinigungsbürsten/-fräsern und Werkstattsauger reinigen und glätten, bis der Sitz zu 100% aus blankem, planem Metall besteht.
- Neuen Kupfer-Dichtring montieren: Einen Kupfer-Dichtring nach OEM-Spezifikation in der vorgegebenen Stärke (Standard 1.5mm-2.0mm) montieren und mit etwas Hochtemperaturfett fixieren.
- Injektor mit Keramikpaste einsetzen: Den Schaft des Injektorkörpers leicht mit freigegebener Hochtemperatur-Keramikpaste bestreichen; Düsenspitze und Kupfer-Dichtring strikt trocken und sauber halten.
- Anzugsdrehmoment der Spannpratze einhalten: Spannpratzenschrauben ansetzen und mit einem kalibrierten Drehmomentschlüssel nach Werksvorgabe stufenweise auf das Anzugsdrehmoment (20 N·m) festziehen.
- Hochdruckleitungen montieren: Überwurfmuttern von Hand ansetzen, um ein Verkanten zu vermeiden, danach Injektoreinlass und Rail-Verschraubungen gleichmäßig auf 25 N·m anziehen.
- Lecköl-Rücklaufleitung & Kabelbaum anschließen: Lecköl-Rücklaufclips aufdrücken, bis die Haltekappen hörbar einrasten; elektrischen Steckverbinder aufstecken und Kabelbaum-Verriegelung fest arretieren.
- ECU-IMA- / QR-Code-Kalibrierung & Kraftstoffsystem entlüften: Den auf dem Injektorkopf eingravierten, eindeutigen alphanumerischen IMA-/QR-Korrekturcode in die entsprechende Zylinderadresse des Motorsteuergeräts (ECU) einprogrammieren; Kraftstoffsystem vor dem ersten Starten entlüften/vorfördern.
- WICHTIGE IMA-KALIBRIERUNG: Betreiben Sie den Motor keinesfalls ohne Programmierung des neuen IMA-/QR-Korrekturcodes in das ECU-Kennfeld – unkalibrierte Injektoren führen zu Verbrennungsnageln, Zylinderungleichheiten und vorzeitiger DPF-Verstopfung.
- WICHTIGER AUSTAUSCH DER KUPFER-DICHTRINGE: Montieren Sie stets fabrikneue Kupfer-Quetschdichtringe sowie neue Dehnschrauben für die Spannpratzen – die Wiederverwendung alter Dichtungen führt zu schwerwiegenden Verbrennungsgas-Undichtigkeiten (Bildung von 'Black Death' / Teerverkokung).
- HÖCHSTE REINHEIT IM KRAFTSTOFFSYSTEM: Bereits mikroskopisch kleine Schmutzpartikel ab 5 microns können das interne Steuerventil F00VC01005 oder die Düsennadel blockieren – alle Schutzstopfen an den Kraftstoffleitungen erst unmittelbar vor der endgültigen Montage entfernen.
- ANZUGSDREHMOMENT DER SPANNPRATZE STRIKT EINHALTEN: Das vorgeschriebene Anzugsdrehmoment von 20 N·m exakt befolgen – ein Überziehen verzieht den Injektorkörper und führt zum Klemmen der Düsennadel.
Häufig gestellte Fragen und Diagnose
Erfordert der Bosch-Injektor 0445110056 eine ECU-Codierung (IMA- / QR-Code)?
Ja, der Bosch-Injektor 0445110056 erfordert die zylinderspezifische Programmierung des IMA-Kalibriercodes in das Motorsteuergerät (ECU). Jede Einheit besitzt einen eindeutigen, mehrstelligen Korrekturcode, der auf dem Gehäuse des elektrischen Steckers oder dem Magnetventilkopf eingeprägt ist und die Kraftstofffördermengentoleranzen über mehrere Raildruckstufen definiert. Die Programmierung dieses Codes über ein Diagnosetool (VCDS, ODIS, INPA/ISTA oder Autel MaxiSys) ist zwingend erforderlich, um einen gleichmäßigen Zylinderleerlauf, die Einhaltung der Abgasnormen und ein harmonisches Ansprechverhalten zu gewährleisten.
Was sind die häufigsten Symptome eines defekten 0445110056 Injektors beim Renault / Opel / BOSCH F9Q (1.9 dCi / DTI)?
Zu den typischen Symptomen gehören verlängerte Startzeiten beim Kaltstart, unrunder oder sägender Leerlauf, Schwarzrauch unter Last (Verschleiß der Einspritzdüse/Düsennadel bzw. Überfettung), Weißrauch beim Motorstart (unverbrannter Kraftstoffnebel), Ticken/Klopfen unter Last, erhöhter Kraftstoffverbrauch, Fehlereinträge zu Zylinder-Verbrennungsaussetzern (P0300-P0306) sowie überhöhte Lecköl-Rücklaufmengen, die bei starker Beschleunigung Fehlercodes wegen zu geringem Raildruck auslösen.
Sollten Injektoren einzeln oder als kompletter Satz getauscht werden?
Während der Austausch eines einzelnen defekten Injektors zulässig ist, sofern eine Kraftstoffverunreinigung ausgeschlossen wurde, entspricht es bei Laufleistungen von über 150,000 km den werkstattseitigen Best Practices, alle Injektoren als kompletten Satz auszutauschen oder auf dem Prüfstand zu testen. Der Verschleiß an Hochdruck-Steuerventil (F00VC01005) und Einspritzdüse (DSLA140P862+) erfolgt über alle Zylinder hinweg gleichmäßig; der Einbau einer neuen Einheit zusammen mit drei oder fünf verschlissenen Injektoren führt aufgrund von Mengenabweichungen häufig zu spürbaren Leerlaufvibrationen.
Warum müssen der Kupfer-Dichtring und die Spannpratzenschraube bei jeder Montage ersetzt werden?
Der Kupfer-Dichtring bildet die entscheidende gasdichte Barriere zwischen der Einspritzdüse des Injektors und dem Brennraum im Zylinderkopf. Während der Verbrennung treten Temperaturen über 1,500°C und Drücke von über 150 bar auf. Ein komprimierter Dichtring härtet metallurgisch aus und dichtet bei Wiederverwendung nicht erneut sicher ab. Zudem sind die meisten Befestigungsschrauben der Spannpratzen als Dehnschrauben für den Einmalgebrauch ausgelegt; ihre Wiederverwendung birgt die Gefahr eines Schraubenabrisses im Zylinderkopf oder eines Verlusts der notwendigen Vorspannkraft.
Welche vorbeugenden Wartungsarbeiten sind nach dem Einbau von 0445110056 Ersatzinjektoren erforderlich?
Erneuern Sie grundsätzlich den Dieselfilter durch einen hocheffizienten Filter nach OEM-Spezifikation (Filterfeinheit 3 to 5 micron), prüfen Sie Kraftstofftank und Kraftstoffleitungen auf Metallspäne infolge von Hochdruckpumpenverschleiß, spülen Sie das Common-Rail bei Rückständen, verwenden Sie ausschließlich Qualitätskraftstoff nach EN590 und prüfen Sie die Mengenkorrekturwerte der Injektoren (Laufruheregelung) nach 500 km Fahrstrecke per Diagnosesoftware.