0445110183
BOSCH 0445110183 Common-Rail-Injektor für Renault Clio III / Megane II / Duster 1.5 dCi K9K
8200212715, 8200553570, 16600-00Q0H, 0986435160 F00VC01334 DLLA148P1460 1600 bar Produktübersicht
Der Bosch 0445110183 ist ein Erstausrüster-Common-Rail-Injektor (Diesel), entwickelt für Pkw und Nutzfahrzeuge von Renault / Nissan / Dacia / BOSCH mit dem K9K (1.5 dCi) Dieselmotor. Bei einem maximalen Raildruck von 1600 bar verfügt diese Einheit über die hochpräzise DLLA148P1460 Einspritzdüse und den F00VC01334 Ventilmechanismus, um mehrere Mikroeinspritzungen pro Verbrennungszyklus darzustellen. Er erfüllt die Abgasnorm Euro 4 vollständig. Direkter Ersatz für OE-Referenzen 8200389369, 8200212715, 8200553570, 16600-00Q0H, 0986435160.
Überprüfen Sie vor der Bestellung stets die auf dem Injektorkörper eingeprägte OE-Referenz des defekten Altteils (8200389369 / 8200212715). Der Bosch 0445110183 nutzt das auf 1600 bar kalibrierte F00VC01334 Steuerventil sowie die DLLA148P1460 Einspritzdüse. Eine zylinderspezifische IMA-Codierung ist nach der Montage zwingend erforderlich.
Kompatible Injektoren
Fahrzeug- und Motorverwendung
| Fahrzeug | Motor | Baujahre |
|---|---|---|
| Renault Clio III / Megane II 1.5 dCi | K9K 724 / 732 86-106hp | 2005-2012 |
| Dacia Duster / Logan / Sandero 1.5 dCi | K9K 796 / 830 86-110hp | 2006-2013 |
| Nissan Qashqai (J10) / Note / Tiida 1.5 dCi | K9K 282 / 292 106hp | 2007-2013 |
| Renault Kangoo II 1.5 dCi | K9K 802 / 804 86-106hp | 2008-2013 |
Technische Daten
| Spezifikation | Wert |
|---|---|
| SKU-Nummer | 0445110183 |
| Marke | Renault / Nissan / Dacia / BOSCH |
| Komponententyp | Complete Injector Assembly (Bosch Common Rail (CRI2.1 solenoid)) |
| OE-Nummer | 8200389369 |
| Steuerventil Kernwert | F00VC01334 |
| Düsencode Kernwert | DLLA148P1460 |
| Einspritzsystem | Bosch Common Rail (CRI2.1 solenoid) |
| Betriebsdruck Kernwert | 1600 bar |
| Drehmomentvorgabe | 25 N·m |
| Spannpratzen-Drehmoment | 20 N·m |
| Garantie | 12 Months |
| Abgasnorm | Euro 4 |
| Motorenfamilie | K9K (1.5 dCi) |
| Steuergeräte-Codierung erforderlich | Yes (IMA Code) |
Installation Tips
Benötigte Werkzeuge: 10mm & 11mm flare nut wrench (rail and injector inlet unions), Injector slide hammer / mechanical puller kit (if seized), Injector seat cleaning brass brush set & industrial vacuum, Seat reaming tool (if carbon erosion is present), Torque wrench (2 N·m - 40 N·m range), ECU diagnostic scan tool with IMA/QR coding capability, Digital micrometer / depth gauge for copper washer check
- Batterie abklemmen & Raildruck abbauen: Massekabel der Batterie trennen und per Live-Diagnose sicherstellen, dass der Rail-Restdruck unter 10 bar abgefallen ist, bevor Kraftstoffverschraubungen gelöst werden.
- Motorraum & Injektorschächte reinigen: Schmutzpartikel, Ölschlamm und lose Verunreinigungen im Bereich der Injektorschächte im Zylinderkopf gründlich mit Druckluft und Entfetter ausblasen.
- Kabelbaum & Leckölanschlüsse kennzeichnen: Stecker des Kabelbaums zylinderbezogen beschriften und die empfindlichen Kunststoff-Halteclips der Lecköl-Rücklaufleitung vorsichtig entriegeln.
- Hochdruckleitungen demontieren: Hochdruck-Überwurfmuttern mit einem Leitungsschlüssel lösen; SOFORT alle offenen Rail-Anschlüsse und Injektor-Zuläufe mit sauberen Verschlusskappen verschließen.
- Spannpratzen-Schrauben herausdrehen: Befestigungsschrauben der Spannpratzen lösen. Beachten Sie, dass Dehnschrauben grundsätzlich entsorgt und niemals wiederverwendet werden dürfen.
- Injektorkörper ausbauen: Injektor vertikal herausziehen. Bei Verkokung oder Festbrennen einen zugelassenen mechanischen Gleithammer-Abzieher am Zulaufadapter ansetzen, ohne den Injektorkörper zu verdrehen.
- Injektorschacht & Bohrung prüfen: Sicherstellen, dass die alte Kupfer-Dichtscheibe nicht am Boden des Zylinderkopfsitzes festgebacken ist; falls festitzend, mit einem Messing-Dichtringauszieher entnehmen.
- Injektorsitz reinigen & nachfräsen: Injektordichtsitz mit speziellem Sitzfräser/Reinigungsbürsten und Industriesauger nacharbeiten und glätten, bis die Dichtfläche zu 100% metallisch rein und plan ist.
- Neue Kupfer-Dichtscheibe montieren: Eine Kupferdichtung nach OE-Spezifikation in vorgegebener Dicke (Standard 1.5mm-2.0mm) montieren und mit Hochtemperaturfett fixieren.
- Injektor mit Keramikpaste einsetzen: Injektorschaft dünn mit zugelassener Hochtemperatur-Keramikpaste bestreichen; Düsenspitze und Kupfer-Dichtscheibe strikt trocken und sauber halten.
- Spannpratze vorschriftsmäßig festziehen: Schrauben der Spannpratzen fixieren und mit einem kalibrierten Drehmomentschlüssel auf das herstellerspezifische Anzugsdrehmoment (20 N·m) anziehen.
- Hochdruckleitungen wieder montieren: Überwurfmuttern von Hand ansetzen, um ein Verkanten zu vermeiden, danach Injektoreinlass- und Railverschraubungen gleichmäßig auf 25 N·m anziehen.
- Leckölleitung & Kabelbaum wieder anschließen: Lecköl-Rücklaufclips aufdrücken, bis die Haltekragen hörbar einrasten; elektrischen Stecker wieder anbringen und Verriegelungslasche sicher arretieren.
- ECU-IMA- / QR-Code-Kalibrierung & Kraftstoffsystem entlüften: Den auf dem Injektorkopf eingravierten individuellen alphanumerischen IMA-/QR-Kalibriercode im Motorsteuergerät (ECU) dem entsprechenden Zylinder zuweisen und einprogrammieren; Kraftstoffsystem vor dem ersten Startversuch entlüften/vorfördern.
- KRITISCHE IMA-KALIBRIERUNG: Nehmen Sie den Motor niemals in Betrieb, ohne den neuen IMA-/QR-Abgleichcode im Kennfeld des Motorsteuergeräts zu programmieren – nicht kalibrierte Injektoren führen zu Verbrennungsklopfen, Zylinderungleichheit und vorzeitiger DPF-Verstopfung.
- WICHTIGER WECHSEL DER KUPFERDICHTUNG: Montieren Sie grundsätzlich nagelneue Kupfer-Quetschdichtungen sowie Dehnschrauben für die Spannpratzen – die Wiederverwendung alter Dichtungen führt zu verheerendem Verbrennungsgasaustritt (Verkokung / „Black Death“).
- KLINISCHE REINHEIT BEIM KRAFTSTOFF: Bereits ein mikroskopisch kleiner Schmutzpartikel von nur 5 microns kann das interne F00VC01334 Steuerventil oder die Düsennadel blockieren – alle Schutzkappen der Kraftstoffleitungen bis zum endgültigen Anschluss montiert lassen.
- STRIKTES ANZUGSDREHMOMENT DER SPANNPRATZE: Halten Sie die Vorgabe für das Anzugsdrehmoment von 20 N·m exakt ein – ein Überdrehen verzieht den Injektorkörper und führt zum Klemmen der Düsennadel.
Häufig gestellte Fragen und Diagnose
Muss der Bosch-Injektor 0445110183 im Steuergerät codiert werden (IMA- / QR-Code)?
Ja, der Bosch-Injektor 0445110183 erfordert die Programmierung eines zylinderspezifischen IMA-Kalibriercodes in das Motorsteuergerät (ECU). Jede Einheit besitzt einen individuellen, mehrstelligen Kalibriercode, der auf dem Gehäuse des elektrischen Steckers oder dem Magnetventilkopf eingeprägt ist und die Mengentoleranzen über mehrere Raildruck-Stützstellen definiert. Die Eingabe dieses Codes über ein Diagnosesystem (VCDS, ODIS, INPA/ISTA oder Autel MaxiSys) ist zwingend vorgeschrieben, um einen gleichmäßigen Leerlauf, die Einhaltung der Emissionsgrenzwerte und eine saubere Gasannahme sicherzustellen.
Was sind die häufigsten Symptome eines defekten 0445110183 Injektors beim Renault / Nissan / Dacia / BOSCH K9K (1.5 dCi)?
Typische Symptome sind langes Orgeln beim Kaltstart, unruhiger oder sägender Leerlauf, Schwarzrauch unter Lastbeschleunigung (Verschleiß der Düsennadel/Überfettung), Weißrauch beim Starten (unverbrannter Kraftstoffnebel), Nageln/Tickern unter Last, erhöhter Kraftstoffverbrauch, Fehlercodes zu Zündaussetzern bzw. Verbrennungsaussetzern (P0300-P0306) sowie eine überhöhte Rücklaufmenge (Lecköl), die bei starker Beschleunigung Fehlercodes wegen zu geringen Raildrucks auslöst.
Sollte ich Injektoren einzeln oder als kompletten Satz austauschen?
Obwohl der Austausch eines einzelnen defekten Injektors zulässig ist, sofern eine Kraftstoffkontamination ausgeschlossen werden kann, empfiehlt die Werkstattpraxis bei Motoren mit einer Laufleistung von über 150,000 km den kompletten Satz auszutauschen oder auf dem Prüfstand testen zu lassen. Der Verschleiß an Hochdruck-Steuerventil (F00VC01334) und Einspritzdüse (DLLA148P1460) verläuft über alle Zylinder gleichmäßig; der Einbau eines Neuteils neben drei oder fünf verschlissenen Einheiten führt aufgrund von Mengenabweichungen häufig zu spürbaren Leerlaufvibrationen.
Warum müssen die Kupfer-Dichtscheibe und die Spannpratzenschraube bei jeder Montage erneuert werden?
Die Kupferdichtung bildet die entscheidende gasdichte Barriere zwischen Einspritzdüse und dem Brennraum im Zylinderkopf. Während der Verbrennung herrschen Temperaturen von über 1,500°C und Drücke von mehr als 150 bar. Eine bereits gestauchte Dichtscheibe härtet aus und dichtet nicht mehr zuverlässig ab. Zudem handelt es sich bei den Spannpratzenschrauben meist um Dehnschrauben zur einmaligen Verwendung; ihre Wiederverwendung birgt die Gefahr eines Abreißens der Schraube im Zylinderkopf oder eines Verlusts der Vorspannkraft.
Welche vorbeugende Wartung ist nach dem Einbau von Ersatzinjektoren 0445110183 erforderlich?
Tauschen Sie stets den Dieselfilter gegen einen hocheffizienten Filter nach OE-Spezifikation (Filterfeinheit 3 bis 5 micron) aus, untersuchen Sie Kraftstofftank und Leitungen auf Metallspäne durch Abrieb der Hochdruckpumpe, spülen Sie das Common-Rail bei Verschmutzungen durch, betanken Sie ausschließlich Qualitätskraftstoff nach EN590 und überprüfen Sie die Mengenkorrekturwerte (Laufruheregelung) der Injektoren per Diagnosesoftware nach 500 km Fahrstrecke.