0445110266
BOSCH 0445110266 Common-Rail-Injektor für BMW 330d / 530d / 730d / X5 & Range Rover L322 3.0 Td6 (M57D30)
13534701464, 13537785984, 13537785573, 13537785571, 4701464, 7785984, 7785573, 7785571F00VC01043DLLA145P9261350 barProduktübersicht
Der Bosch 0445110266 Common-Rail-Dieselinjektor ist ein werksgefertigter Ersatz für das Magnetventil-Einspritzsystem der ersten Generation (CRI1), das in BMW- und Land Rover-3,0-Liter-M57D30 (306D1)-Reihensechszylinder-Dieselmotoren zum Einsatz kommt. Ausgelegt für maximale Raildrücke von bis zu 1350 bar, verfügt dieser Injektor über die präzise kalibrierte Bosch-Lochdüse DLLA145P926 (Teilenummer 0433171616) in Kombination mit der internen Steuerventilbaugruppe F00VC01043. Er ersetzt direkt die früheren Produktionsnummern 0445110039 und 0445110047. Verschleiß oder Ölkohleablagerungen äußern sich typischerweise durch interne Hochdruck-Leckagen am Ventilsitz, was zu langen Startzeiten oder Startproblemen bei warmem Motor, Injektornageln, erhöhter Abgastrübung beim Beschleunigen und unruhigem Leerlauf (Mengenkorrekturabweichungen) führt. Eine fachgerechte Instandsetzung oder der komplette Austausch gewährleistet eine optimale Zerstäubung, gleichmäßige Drehmomententfaltung und die Einhaltung der ursprünglichen Euro-3-Abgasnormen bei allen kompatiblen Fahrzeugmodellen.
Ersetzt direkt die früheren Bosch-Produktionseinheiten 0445110039 und 0445110047 (BMW OE 13537785573 / 13534701464); obwohl frühe CRI1-Einheiten keine alphanumerische IMA-Codierung erfordern, wird ein Zurücksetzen der Mengenadaptionswerte im Motorsteuergerät dringend empfohlen.
Fahrzeug- und Motorverwendung
| Fahrzeug | Motor | Baujahre |
|---|---|---|
| BMW 3 Series (E46) 330d / 330xd | BMW M47 / M57 (2.0d / 3.0d M47N / M57N / 204D4 / 306D2) | 1999-2003 |
| BMW 5 Series (E39) 530d | BMW M47 / M57 (2.0d / 3.0d M47N / M57N / 204D4 / 306D2) | 1998-2004 |
| BMW 7 Series (E38) 730d | BMW M47 / M57 (2.0d / 3.0d M47N / M57N / 204D4 / 306D2) | 1998-2001 |
| BMW X5 (E53) 3.0d | BMW M47 / M57 (2.0d / 3.0d M47N / M57N / 204D4 / 306D2) | 2001-2003 |
| Land Rover Range Rover III (L322) 3.0 Td6 | BMW M47 / M57 (2.0d / 3.0d M47N / M57N / 204D4 / 306D2) | 2002-2006 |
Technische Daten
| Spezifikation | Wert |
|---|---|
| SKU-Nummer | 0445110266 |
| Marke | BMW / Land Rover / BOSCH |
| Komponententyp | Complete Injector Assembly (Bosch Common Rail (CRI1 solenoid)) |
| OE-Nummer | 13534701464, 13537785984, 13537785573, 13537785571, 4701464, 7785984, 7785573, 7785571 |
| SteuerventilKernwert | |
| DüsencodeKernwert | 🔗 Gemeinsame Düse (2 Baugruppen):0445110047 |
| Interne Düsen-TeilenummerKernwert | 🔗 Gemeinsame Düse (2 Baugruppen):0445110047 |
| Einspritzsystem | Bosch Common Rail (CRI1 solenoid) |
| BetriebsdruckKernwert | |
| Drehmomentvorgabe | 25 N·m |
| Spannpratzen-Drehmoment | 9 N·m + 90° |
| Garantie | 12 Months |
| Abgasnorm | Euro 3 |
| Motorenfamilie | BMW M57D30 (3.0L d / Td6) |
| Steuergeräte-Codierung erforderlich | Verify with OEM tool |
Einbauhinweise
Benötigte Werkzeuge: 10-mm- & 11-mm-Bremsleitungsschlüssel (Rail- und Injektor-Überwurfmuttern), Injektor-Gleithammer / Ausziehersatz (bei festsitzendem Injektor), Messing-Sitzreinigungsbürstensatz & Industriesauger, Dichtsitz-Fräswerkzeug (bei Brandgas-Erosion), Drehmomentschlüssel (Bereich 2 N·m – 40 N·m), ECU-Diagnosetester mit IMA-/QR-Codierfunktion, Digital-Bügelmessschraube / Tiefenmessschieber zur Kupferring-Prüfung
- Batterie abklemmen & Raildruck abbauen: Massekabel der Batterie trennen und vor dem Lösen von Kraftstoffverbindungen über die Live-Diagnose sicherstellen, dass der Rail-Restdruck unter 10 bar abgesunken ist.
- Motorraum & Injektorschächte reinigen: Schmutz, Ölschlamm und lose Ablagerungen rund um die Injektorschächte im Zylinderkopf gründlich mit Druckluft und Bremsenreiniger/Entfetter säubern.
- Kabelbaum & Leckölleitungen kennzeichnen: Steckverbindungen der einzelnen Zylinder markieren und die empfindlichen Kunststoff-Halteklammern der Rücklaufleitung vorsichtig entriegeln.
- Hochdruckleitungen demontieren: Überwurfmuttern mit einem Leitungsschlüssel lösen; alle offenen Anschlüsse am Rail und am Injektoreinlass SOFORT mit sauberen Verschlusskappen verschließen.
- Spannpratzenschrauben herausdrehen: Befestigungsschrauben der Injektor-Spannpratze herausdrehen. Beachten: Dehnschrauben müssen ausnahmslos entsorgt und durch Neuteile ersetzt werden.
- Injektor ausbauen: Injektor senkrecht nach oben herausziehen. Bei Verkokung einen freigegebenen mechanischen Gleithammer-Auszieher am Einlassadapter ansetzen, ohne den Injektorkörper zu verdrehen.
- Injektorschacht & Sitz prüfen: Sicherstellen, dass der alte Kupferdichtring nicht auf dem Sitz im Zylinderkopf festgebacken ist; falls erforderlich, mit einem Messing-Dichtungshaken entnehmen.
- Injektorsitz reinigen & nachfräsen: Die Dichtfläche im Zylinderkopf mit speziellen Sitzbürsten und einem Werkstattstaubsauger reinigen und bei Bedarf leicht nachfräsen, bis der Sitz absolut metallisch blank und plan ist.
- Neuen Kupferdichtring einsetzen: Einen kupfernen Dichtring nach Herstellervorgabe in der vorgeschriebenen Stärke (Standard 1,5 mm - 2,0 mm) einsetzen; Hochtemperaturfett zur Lagefixierung verwenden.
- Injektor mit Keramikpaste montieren: Den Injektorschaft hauchdünn mit freigegebener Hochtemperatur-Keramikpaste bestreichen; Düsenspitze und Kupferdichtring müssen absolut fettfrei und trocken bleiben.
- Spannpratze vorschriftsmäßig anziehen: Befestigungsschrauben der Spannpratze mit einem kalibrierten Drehmomentschlüssel in den vorgeschriebenen Stufen (9 N·m + 90°) anziehen.
- Hochdruckleitungen montieren: Überwurfmuttern zunächst von Hand ansetzen, um ein Verkanten des Gewindes zu vermeiden, anschließend Injektoreinlass und Rail-Verschraubungen gleichmäßig mit 25 N·m festziehen.
- Leckölleitung & Kabelbaum anschließen: Lecköl-Rücklaufclips aufdrücken, bis die Sicherungskragen hörbar einrasten; elektrischen Steckverbinder aufstecken und Verriegelungslasche fest arretieren.
- Steuergeräte-IMA/QR-Code-Codierung & Entlüftung: Den auf dem Injektorkopf eingeprägten individuellen alphanumerischen IMA/QR-Korrekturcode dem entsprechenden Zylinder im Steuergerät zuweisen; Kraftstoffsystem vor dem ersten Startversuch entlüften/vorfördern.
- WICHTIGE IMA-CODIERUNG: Nehmen Sie den Motor niemals in Betrieb, ohne die neuen IMA/QR-Korrekturwerte im Steuergerät programmiert zu haben - nicht codierte Injektoren verursachen Verbrennungsnageln, Zylinderunruhe und vorzeitige DPF-Überladung.
- DURINGENDE DICHTRING-ERNEUERUNG: Verwenden Sie ausnahmslos neue Kupferdichtringe und Dehnschrauben - die Wiederverwendung alter Dichtungen führt zu schwerwiegenden Verbrennungsgas-Leckagen ('Black Death' / Teerbildung).
- HÖCHSTE SAUBERKEIT WIE IM REINRAUM: Bereits mikroskopische Schmutzpartikel ab 5 Mikrometer können das interne Ventil F00VC01043 oder die Nadel blockieren - Verschlusskappen erst unmittelbar vor der Leitungsverschraubung entfernen.
- SPANNPRATZEN-DREHMOMENT EINHALTEN: Halten Sie die vorgeschriebene Anzugsreihenfolge von 9 N·m + 90° exakt ein - ein zu starkes Anziehen verzieht den Injektorkörper und führt zum Klemmen der Düsennadel.
Häufig gestellte Fragen und Diagnose
Benötigt der Bosch-Injektor 0445110266 eine Steuergerätecodierung (IMA / QR-Code)?
Ja, beim Bosch-Injektor 0445110266 ist die Programmierung des zylinderspezifischen IMA-Korrekturcodes in das Motorsteuergerät (ECU) erforderlich. Jede Einheit verfügt über einen eindeutigen mehrstelligen Kalibriercode, der auf dem Steckergehäuse oder dem Magnetventilkopf eingeprägt ist und die Einspritzmengentoleranzen über mehrere Raildruckpunkte hinweg definiert. Die Eingabe dieses Codes über ein Diagnosesystem (Bosch KTS, VCDS, ODIS, INPA/ISTA oder Autel MaxiSys) ist obligatorisch, um eine gleichmäßige Zylinderruhe im Leerlauf, die Einhaltung der Euro-3-Emissionswerte und ein spontanes Ansprechverhalten zu gewährleisten.
Was sind die häufigsten Symptome eines defekten 0445110266-Injektors beim BMW / Land Rover BMW M57D30 (3.0L d / Td6)?
Zu den typischen Symptomen gehören langes Orgeln beim Kaltstart, unruhiger oder schwankender Leerlauf, Schwarzrauch beim Beschleunigen (Düsennadelverschleiß/Überfettung), Weißrauch beim Anlassen (unverbrannter Kraftstoff), Tick- oder Nagelgeräusche unter Last, erhöhter Kraftstoffverbrauch, Verbrennungsaussetzer-Fehlercodes (P0201-P0206 / P0300-P0306) sowie eine zu hohe Rücklaufmenge (Lecköl), die bei starker Beschleunigung zu Fehlereinträgen bezüglich zu geringem Raildruck führt.
Sollte ich Injektoren einzeln oder als kompletten Satz austauschen?
Während der Austausch eines einzelnen defekten Injektors zulässig ist, sofern eine Kraftstoffkontamination ausgeschlossen werden kann, empfiehlt sich bei Motoren mit über 150.000 km Laufleistung der Austausch oder die Prüfstandstestung aller Injektoren als kompletter Satz. Der Verschleiß am Hochdrucksteuerventil (F00VC01043) und an der Düse (DLLA145P926) tritt an allen Zylindern gleichermaßen auf; der Verbau eines einzelnen Neuteils neben bereits verschlissenen Injektoren führt aufgrund von Einspritzmengenabweichungen häufig zu spürbaren Leerlaufvibrationen.
Warum müssen der Kupferdichtring und die Dehnschraube bei jeder Montage erneuert werden?
Der Kupferdichtring bildet die entscheidende gasdichte Barriere zwischen der Injektordüse und dem Brennraum des Zylinderkopfs. Während der Verbrennung entstehen Temperaturen von über 1.500 °C und Drücke von über 150 bar. Ein einmal gestauchter Dichtring verhärtet sich und dichtet nicht mehr zuverlässig ab. Zudem sind die Spannpratzenschrauben als Dehnschrauben für den einmaligen Gebrauch konstruiert; eine Wiederverwendung birgt das Risiko eines Schraubenabrisses im Zylinderkopf oder eines Verlusts der Klemmkraft.
Welche vorbeugenden Wartungsmaßnahmen sind nach dem Einbau von Ersatzinjektoren 0445110266 erforderlich?
Erneuern Sie grundsätzlich den Kraftstofffilter durch ein hochwertiges Filterelement nach OEM-Spezifikation (Filterfeinheit 3 bis 5 Mikrometer), überprüfen Sie Tank und Leitungen auf metallische Späne durch Hochdruckpumpenverschleiß, spülen Sie das Rail-Verteilerrohr bei Verunreinigungen, verwenden Sie Qualitätskraftstoff nach EN 590 und überprüfen Sie die Laufruheregelung (Mengenkorrekturwerte) der Injektoren per Diagnose-Software nach etwa 500 km Fahrstrecke.
Fehlercodes (DTC) & Diagnoseprotokolle
Häufige Diagnose-Fehlercodes (DTCs), die ausgelöst werden, wenn dieser Common-Rail-Injektor Verschleiß, Schaltkreisfehler oder Kalibrierungsabweichungen aufweist:
Fuel Rail / System Pressure Too Low
Excessive internal backleak from worn control valve seats drops common rail pressure below target under engine load.
Injector Circuit Malfunction / Open Circuit
Solenoid coil resistance drift (0.2-0.5 Ω) or piezo stack degradation triggers driver stage shutdown on affected cylinders.
Cylinder Misfire & Balancing Deviation
Carbon-clogged nozzle spray holes or missing IMA calibration causes uneven cylinder contribution. Recode ECM and verify washer seating.
Fuel Rail / System Pressure Too High
Spill line backpressure or stuck metering valve prevents rail depressurization, creating overpressure risks under load.
Querverweise & Kompatibilität
Schwesterteile, Varianten derselben Plattform und bekannte Inkompatibilitäten.
Technische Diagnose- & Service-Protokolle
Verifizierte Prüfverfahren, Fehlercode-Grenzwerte und Werkstatt-SOPs für diese Baugruppe.