0445110049
BOSCH 0445110049 Common-Rail-Injektor für Land Rover Freelander TD4 / BMW 320d / Opel Omega B 2.0-2.5 DTI
STC4555, STC4555E, 13537785983, 7785983, 13537785585, 7785585, 7785265, 93171107, 93171707, 93169141F00VC01043DLLA145P9281350 barProduktübersicht
Der Bosch Common-Rail-Dieselinjektor 0445110049 ist ein Magnetventil-Injektor der ersten Generation (CRI1-13), konzipiert für Pkw- und SUV-Antriebe auf BMW-Basis, insbesondere den Land Rover Freelander 2.0 TD4 (Motor 204D3 / M47) und den Opel Omega B 2.5 DTI (Y25DT). Ausgelegt für Raildrücke von bis zu 1350 bar, verfügt der Injektor 0445110049 über Bosch-Originalkomponenten einschließlich der Düseneinheit DLLA145P928 (Teilenummer 0433171618) und des hochpräzisen Steuerventilsatzes F00VC01043. Infolge permanenter thermischer Wechselbeanspruchung und hoher hydraulischer Belastung tritt typischer Verschleiß am Ventilsitz sowie an der Nadelführung der Düsenöffnung auf. Häufige Symptome für den Verschleiß des Injektors sind übermäßige Leckölrücklaufmengen, Heißstartprobleme, unverbrannter schwarzer Abgasrauch, Leerlaufvibrationen sowie Zylindergleichlauf-Fehler unter Last. Der Austausch verschlissener Einheiten gegen kalibrierte Injektoren des Typs 0445110049 stellt die präzise Kraftstoffzerstäubung, die Einhaltung der Abgasnormen und ein zuverlässiges Kaltstartverhalten wieder her.
Wichtiger Passform-Hinweis: Der Bosch-Injektor 0445110049 ist eine Magnetventileinheit der frühen CRI1-13-Generation, die vor allem im Land Rover Freelander 2.0 TD4 sowie in BMW M47-Motorisierungen verbaut wurde. Bitte Querverweise mit den OEM-Nummern STC4555 oder 13537785983 abgleichen. Als CRI1-Injektor der ersten Generation erfordert er keine IMA-Codierung im DDE-Steuergerät.
Fahrzeug- und Motorverwendung
| Fahrzeug | Motor | Baujahre |
|---|---|---|
| Land Rover Freelander I (LN) 2.0 TD4 | BMW M47 / M57 (2.0d / 3.0d M47N / M57N / 204D4 / 306D2) | 2000-2006 |
| BMW 3 Series (E46) 320d / 320td | BMW M47 / M57 (2.0d / 3.0d M47N / M57N / 204D4 / 306D2) | 2000-2003 |
| Rover 75 / 75 Tourer 2.0 CDT / CDTi | BMW M47 / M57 (2.0d / 3.0d M47N / M57N / 204D4 / 306D2) | 2001-2005 |
| Opel Omega B 2.5 DTI | BMW M47 / M57 (2.0d / 3.0d M47N / M57N / 204D4 / 306D2) | 2001-2003 |
Technische Daten
| Spezifikation | Wert |
|---|---|
| SKU-Nummer | 0445110049 |
| Marke | Land Rover / BMW / Rover / BOSCH |
| Komponententyp | Complete Injector Assembly (Bosch Common Rail (CRI1-13 solenoid)) |
| OE-Nummer | STC4555, STC4555E, 13537785983, 7785983, 13537785585, 7785585, 7785265, 93171107, 93171707, 93169141 |
| SteuerventilKernwert | |
| DüsencodeKernwert | |
| Interne Düsen-TeilenummerKernwert | |
| Einspritzsystem | Bosch Common Rail (CRI1-13 solenoid) |
| BetriebsdruckKernwert | |
| Drehmomentvorgabe | 25 N·m |
| Spannpratzen-Drehmoment | 9 N·m + 90° |
| Garantie | 12 Months |
| Abgasnorm | Euro 3 |
| Motorenfamilie | BMW M47 / Rover 204D3 2.0L TD4 & Opel Y25DT 2.5L DTI |
| Steuergeräte-Codierung erforderlich | Verify with OEM tool |
Einbauhinweise
Benötigte Werkzeuge: 10-mm- & 11-mm-Bremsleitungsschlüssel (Rail- und Injektor-Überwurfmuttern), Injektor-Gleithammer / Ausziehersatz (bei festsitzendem Injektor), Messing-Sitzreinigungsbürstensatz & Industriesauger, Dichtsitz-Fräswerkzeug (bei Brandgas-Erosion), Drehmomentschlüssel (Bereich 2 N·m – 40 N·m), ECU-Diagnosetester mit IMA-/QR-Codierfunktion, Digital-Bügelmessschraube / Tiefenmessschieber zur Kupferring-Prüfung
- Batterie abklemmen & Raildruck abbauen: Massekabel der Batterie abklemmen und über die Live-Diagnose sicherstellen, dass der Rail-Restdruck vor dem Lösen von Kraftstoffverbindungen unter 10 bar abgesunken ist.
- Motorraum & Injektorschächte reinigen: Schmutz, Ölschlamm und lose Partikel rund um die Injektorschächte im Zylinderkopf gründlich mit Druckluft und Entfettungsmittel entfernen.
- Kabelbaum & Rücklaufanschlüsse kennzeichnen: Stecker jedes Zylinders markieren und die empfindlichen Kunststoff-Halteclips der Leckölleitung vorsichtig entriegeln.
- Hochdruck-Kraftstoffleitungen demontieren: Überwurfmuttern mit einem Leitungsschlüssel lösen; SOFORT alle offenen Railanschlüsse und Injektoreinlässe mit sauberen Verschlusskappen verschließen.
- Spannpratzenschrauben herausdrehen: Befestigungsschrauben der Spannpratze lösen und herausnehmen. Zu beachten: Dehnschrauben müssen stets entsorgt werden und dürfen niemals wiederverwendet werden.
- Injektorkörper herausziehen: Den Injektor senkrecht nach oben herausziehen. Bei Verkokung oder Festsitzen einen zugelassenen mechanischen Gleithammer-Auszieher am Einlassadapter ansetzen, ohne den Injektorkörper zu verdrehen.
- Injektorschacht & Bohrung inspizieren: Sicherstellen, dass die alte Kupferdichtung nicht am Boden des Zylinderkopfsitzes verblieben ist; bei Bedarf mit einem Messing-Hakenwerkzeug entfernen.
- Injektorsitz reinigen & nachfräsen: Die Dichtfläche des Injektorsitzes mit speziellen Fräs- und Reinigungsbürsten sowie einem Industriestaubsauger bearbeiten, bis der Sitz vollständig metallisch blank und plan ist.
- Neuen Kupfer-Dichtring montieren: Einen Kupferdichtring nach OEM-Spezifikation in vorgegebener Dicke (Standard 1,5 mm - 2,0 mm) einsetzen und mit etwas Hochtemperaturfett in Einbaulage fixieren.
- Injektor mit Keramikpaste montieren: Den Injektorschaft dünn mit zugelassener Hochtemperatur-Keramikpaste bestreichen; Düsenspitze und Kupferdichtring strikt trocken und sauber halten.
- Spannpratze vorschriftsmäßig festziehen: Schrauben der Spannpratze ansetzen und mit einem kalibrierten Drehmomentschlüssel nach Werksvorgabe (20 N·m) festziehen.
- Hochdruckleitungen montieren: Überwurfmuttern von Hand ansetzen, um ein Verkanten zu vermeiden, danach Injektor- und Rail-Verschraubungen gleichmäßig auf 25 N·m festziehen.
- Leckölrücklaufleitung & Kabelbaum wieder anschließen: Lecköl-Rücklaufclips aufdrücken, bis die Sicherungsringe hörbar einrasten; elektrischen Stecker aufstecken und Verriegelungslasche fest arretieren.
- ECU-IMA-/QR-Code-Kalibrierung & Kraftstoffsystem entlüften: Den auf dem Injektorkopf eingeprägten alphanumerischen IMA/QR-Korrekturcode dem entsprechenden Zylinder im Motorsteuergerät zuweisen; Kraftstoffsystem vor dem ersten Startversuch vorfördern/entlüften.
- WICHTIGE IMA-KALIBRIERUNG: Den Motor niemals ohne Programmierung des neuen IMA/QR-Korrekturcodes in das Steuergeräte-Kennfeld betreiben - unkalibrierte Injektoren führen zu Verbrennungsklopfen, Zylinderungleichheiten und vorzeitiger DPF-Beladung.
- ERNEUERUNG DER KUPFERDICHTUNG ZWINGEND: Stets fabrikneue Kupferdichtringe und neue Dehnschrauben verwenden - die Wiederverwendung alter Dichtungen führt zu massiven Verbrennungsgasleckagen (Bildung von 'Black Death'-Verkokungen).
- HÖCHSTE SAUBERKEIT WIE IM OP: Ein mikroskopisch kleiner Schmutzpartikel von nur 5 Mikrometern kann das interne Ventil F00VC01043 oder die Düsennadel blockieren - Verschlusskappen auf den Leitungen erst unmittelbar vor dem Anschluss entfernen.
- ANZUGSDREHMOMENT DER SPANNPRATZE EINHALTEN: Halten Sie das Anzugsdrehmoment von 20 N·m strikt ein - ein Überziehen verzieht den Injektorkörper und führt zum Klemmen der Düsennadel.
Häufig gestellte Fragen und Diagnose
Erfordert der Bosch-Injektor 0445110049 eine Steuergerätecodierung (IMA / QR-Code)?
Ja, der Bosch-Injektor 0445110049 erfordert die zylinderspezifische Programmierung des IMA-Kalibrierungscodes im Motorsteuergerät (ECU). Jede Einheit besitzt einen individuellen, mehrstelligen Kalibrierungscode, der auf dem elektrischen Anschlussgehäuse oder dem Magnetventilkopf eingeprägt ist und die Einspritztoleranzen über mehrere Raildruckstufen hinweg definiert. Die Programmierung dieses Codes mittels Diagnosetester (Bosch KTS, VCDS, ODIS, INPA/ISTA oder Autel MaxiSys) ist zwingend erforderlich, um einen gleichmäßigen Zylinderleerlauf, die Einhaltung der Euro-3-Abgasnorm und ein sauberes Ansprechverhalten zu gewährleisten.
Was sind die häufigsten Symptome eines defekten Injektors 0445110049 bei Land Rover / BMW / Rover BMW M47 / Rover 204D3 2.0L TD4 & Opel Y25DT 2.5L DTI?
Zu den typischen Symptomen gehören verlängerte Kaltstart-Anlasszeiten, unruhiger oder schwankender Leerlauf, schwarzer Abgasrauch beim Beschleunigen (Düsenverschleiß/Überfettung), weißer Rauch beim Start (unverbrannter Kraftstoffnebel), Nageln/Klopfen unter Last, erhöhter Kraftstoffverbrauch, Fehlzündungs-Fehlercodes (P0201-P0206 / P0300-P0306) sowie übermäßige Leckölrücklaufmengen, die bei starker Beschleunigung Fehlercodes wegen unzureichendem Raildruck auslösen.
Sollten Injektoren einzeln oder als kompletter Satz getauscht werden?
Obwohl der Austausch eines einzelnen defekten Injektors zulässig ist, sofern eine Kraftstoffkontamination ausgeschlossen werden kann, gilt bei Motoren mit über 150.000 km Laufleistung der Austausch oder die Prüfung aller Injektoren auf dem Prüfstand als bewährte Praxis. Der Verschleiß am Hochdrucksteuerventil (F00VC01043) und an der Düse (DLLA145P928) schreitet über alle Zylinder hinweg gleichmäßig voran. Der Einbau einer einzelnen neuen Einheit neben verschlissenen Injektoren führt aufgrund von Mengenabweichungen häufig zu spürbaren Leerlaufvibrationen.
Warum müssen der Kupfer-Dichtring und die Befestigungsschraube bei jeder Montage erneuert werden?
Der Kupferdichtring gewährleistet die gasdichte Verbindung zwischen der Injektordüse und dem Brennraum im Zylinderkopf. Während der Verbrennung treten Temperaturen von über 1.500 °C und Drücke von mehr als 150 bar auf. Ein bereits gestauchter Dichtring verhärtet und dichtet nicht mehr zuverlässig ab. Zudem sind die meisten Spannpratzenschrauben Dehnschrauben, die ausschließlich für den einmaligen Gebrauch ausgelegt sind; ihre Wiederverwendung birgt das Risiko eines Schraubenabrisses im Zylinderkopf oder eines Verlusts der erforderlichen Klemmkraft.
Welche vorbeugenden Wartungsmaßnahmen sind nach dem Einbau von Ersatzinjektoren 0445110049 erforderlich?
Tauschen Sie stets den Dieselfilter gegen einen Filter nach OEM-Spezifikation (Abscheiderate 3 bis 5 Mikrometer) aus, prüfen Sie Kraftstofftank und -leitungen auf Metallspäne durch Hochdruckpumpenverschleiß, spülen Sie das Common-Rail-Rohr bei Vorhandensein von Ablagerungen, tanken Sie Qualitäts-Dieselkraftstoff nach EN 590 und prüfen Sie die Mengenkorrekturwerte (Leerlaufruheregelung) der Injektoren nach 500 km Fahrstrecke mittels Diagnosesoftware.
Fehlercodes (DTC) & Diagnoseprotokolle
Häufige Diagnose-Fehlercodes (DTCs), die ausgelöst werden, wenn dieser Common-Rail-Injektor Verschleiß, Schaltkreisfehler oder Kalibrierungsabweichungen aufweist:
Fuel Rail / System Pressure Too Low
Excessive internal backleak from worn control valve seats drops common rail pressure below target under engine load.
Injector Circuit Malfunction / Open Circuit
Solenoid coil resistance drift (0.2-0.5 Ω) or piezo stack degradation triggers driver stage shutdown on affected cylinders.
Cylinder Misfire & Balancing Deviation
Carbon-clogged nozzle spray holes or missing IMA calibration causes uneven cylinder contribution. Recode ECM and verify washer seating.
Fuel Rail / System Pressure Too High
Spill line backpressure or stuck metering valve prevents rail depressurization, creating overpressure risks under load.
Querverweise & Kompatibilität
Schwesterteile, Varianten derselben Plattform und bekannte Inkompatibilitäten.
Technische Diagnose- & Service-Protokolle
Verifizierte Prüfverfahren, Fehlercode-Grenzwerte und Werkstatt-SOPs für diese Baugruppe.