0445110047
BOSCH 0445110047 Common-Rail-Injektor für BMW 330d / 530d / 730d / X5 & Land Rover Range Rover L322 3.0 Td6
13537785573, 13537785984, 7785573, 7785984, LR006495, STC4768F00VC01043DLLA145P9261350 barProduktübersicht
Der Bosch 0445110047 Common-Rail-Dieselinjektor ist ein Erstausrüster-Bauteil, das speziell für BMW- und Land Rover-Fahrzeuge mit dem 3,0-Liter-M57D30 (306D1) Reihensechszylinder-Turbodieselmotor entwickelt wurde. Als Vertreter der ersten Generation der magnetventilgesteuerten Bosch CRI1-13-Familie arbeitet dieser Injektor mit einem maximalen System-Raildruck von 1350 bar. Die interne Kraftstoffzerstäubung erfolgt über die präzise Bosch-Düseneinheit DLLA145P926 (Bosch-Teilenummer 0433171616), abgestimmt auf das Steuerventil F00VC01043 zur exakten Steuerung von Vor- und Haupteinspritzung. Bei hoher Laufleistung zählen Verschleiß und Auswaschungen am internen Steuerventilsitz zu den häufigsten Fehlerursachen; die daraus resultierende übermäßige Leckölmenge führt zu langen Startzeiten (Orgeln), schlechtem Heißstartverhalten und Fehlercodes bezüglich zu geringem Raildruck. Zudem verursachen Verkokungen an den Düsenbohrungen oder Nadelsitzverschleiß ein mangelhaftes Spritzbild, was sich durch unvollständig verbrannten Schwarzrauch, unruhigen Motorleerlauf, erhöhten Kraftstoffverbrauch und Mengenabweichungen zwischen den Zylindern bemerkbar macht.
Prüfen Sie vor dem Einbau stets die auf dem Injektorkörper eingeprägten Fahrzeug-OEM-Teilenummern 13537785573 oder 13537785984; diese frühe Bosch CRI1-Generation mit BMW DDE4.0 Motorsteuerung erfordert keine IMA-Injektorklassifizierung bzw. -Codierung.
Fahrzeug- und Motorverwendung
| Fahrzeug | Motor | Baujahre |
|---|---|---|
| BMW 3 Series (E46) 330d / 330xd | BMW M47 / M57 (2.0d / 3.0d M47N / M57N / 204D4 / 306D2) | 1999-2003 |
| BMW 5 Series (E39) 530d | BMW M47 / M57 (2.0d / 3.0d M47N / M57N / 204D4 / 306D2) | 1998-2004 |
| BMW 7 Series (E38) 730d | BMW M47 / M57 (2.0d / 3.0d M47N / M57N / 204D4 / 306D2) | 1998-2001 |
| BMW X5 (E53) 3.0 d | BMW M47 / M57 (2.0d / 3.0d M47N / M57N / 204D4 / 306D2) | 2001-2003 |
| Land Rover Range Rover III (L322) 3.0 Td6 | BMW M47 / M57 (2.0d / 3.0d M47N / M57N / 204D4 / 306D2) | 2002-2006 |
Technische Daten
| Spezifikation | Wert |
|---|---|
| SKU-Nummer | 0445110047 |
| Marke | BMW / Land Rover / BOSCH |
| Komponententyp | Complete Injector Assembly (Bosch Common Rail (CRI1 solenoid)) |
| OE-Nummer | 13537785573, 13537785984, 7785573, 7785984, LR006495, STC4768 |
| SteuerventilKernwert | |
| DüsencodeKernwert | 🔗 Gemeinsame Düse (2 Baugruppen):0445110266 |
| Interne Düsen-TeilenummerKernwert | 🔗 Gemeinsame Düse (2 Baugruppen):0445110266 |
| Einspritzsystem | Bosch Common Rail (CRI1 solenoid) |
| BetriebsdruckKernwert | |
| Drehmomentvorgabe | 25 N·m |
| Spannpratzen-Drehmoment | 9 N·m + 45° |
| Garantie | 12 Months |
| Abgasnorm | Euro 3 |
| Motorenfamilie | BMW 3.0L M57D30 (306D1) I6 Turbo Diesel |
| Steuergeräte-Codierung erforderlich | Verify with OEM tool |
Einbauhinweise
Benötigte Werkzeuge: 10-mm- & 11-mm-Bremsleitungsschlüssel (Rail- und Injektor-Überwurfmuttern), Injektor-Gleithammer / Ausziehersatz (bei festsitzendem Injektor), Messing-Sitzreinigungsbürstensatz & Industriesauger, Dichtsitz-Fräswerkzeug (bei Brandgas-Erosion), Drehmomentschlüssel (Bereich 2 N·m – 40 N·m), ECU-Diagnosetester mit IMA-/QR-Codierfunktion, Digital-Bügelmessschraube / Tiefenmessschieber zur Kupferring-Prüfung
- Batterie abklemmen & Raildruck abbauen: Massekabel der Batterie trennen und vor dem Öffnen von Kraftstoffverbindungen über die Live-Diagnose sicherstellen, dass der Restraildruck unter 10 bar gefallen ist.
- Motorraum & Injektorschächte reinigen: Schmutz, Ölschlamm und lose Partikel rund um die Injektorschächte im Zylinderkopf gründlich mit Druckluft und Bremsenreiniger/Entfetter entfernen.
- Kabelbaum & Rücklaufleitungen kennzeichnen: Steckverbindungen der einzelnen Zylinder markieren und die empfindlichen Kunststoff-Halteklammern der Lecköl-Rücklaufleitung vorsichtig lösen.
- Hochdruckleitungen demontieren: Überwurfmuttern mit einem Leitungsschlüssel lösen; alle offenen Anschlüsse am Rail sowie an den Injektor-Zuläufen SOFORT mit sauberen Verschlusskappen verschließen.
- Spannpratzenschrauben herausdrehen: Befestigungsschrauben der Spannpratzen lösen. Beachten Sie, dass Dehnschrauben grundsätzlich entsorgt und niemals wiederverwendet werden dürfen.
- Injektorkörper herausziehen: Injektor senkrecht nach oben herausziehen. Bei Verkokung einen zugelassenen mechanischen Gleithammer-Auszieher am Zulaufanschluss anbringen, ohne den Injektorkörper zu verdrehen.
- Injektorschacht & Dichtsitz inspizieren: Sicherstellen, dass die alte Kupferdichtung nicht am Boden des Zylinderkopfsitzes kleben geblieben ist; festsitzende Ringe mit einem Messing-Hakenwerkzeug entfernen.
- Injektorsitz reinigen & nachfräsen: Die Dichtfläche des Injektorsitzes mit speziellen Reinigungswerkzeugen/Bürsten und Industriestaubsauger reinigen (ggf. leicht nachfräsen), bis die Fläche 100 % metallisch blank und eben ist.
- Neuen Kupfer-Dichtring montieren: Kupferdichtung nach OEM-Spezifikation in vorgeschriebener Stärke (Standard 1,5 mm - 2,0 mm) mit etwas Hochtemperaturfett am Injektor fixieren.
- Injektor mit Keramikpaste montieren: Den Injektorkörperschaft dünn mit zugelassener Hochtemperatur-Keramikpaste bestreichen; Düsenspitze und Kupferdichtung zwingend trocken und fettfrei halten.
- Spannpratze vorschriftsmäßig anziehen: Befestigungsschrauben der Spannpratze eindrehen und mit einem kalibrierten Drehmomentschlüssel in den vorgeschriebenen Stufen (9 N·m + 45°) anziehen.
- Hochdruckleitungen montieren: Überwurfmuttern zunächst von Hand ansetzen, um ein Verkanten des Gewindes zu vermeiden, danach Injektoreinlass- und Railverschraubungen gleichmäßig auf 25 N·m festziehen.
- Leckölleitung & Kabelbaum wieder anschließen: Lecköl-Rücklaufanschlüsse aufstecken, bis die Sicherungskragen hörbar einrasten; elektrischen Stecker aufstecken und Verriegelungslasche sicher einrasten.
- ECU-IMA-/QR-Code-Kalibrierung & Kraftstoffsystem entlüften: Den auf dem Injektorkopf eingeprägten alphanumerischen IMA-/QR-Kalibriercode für den jeweiligen Zylinder im Motorsteuergerät programmieren; Kraftstoffsystem vor dem ersten Startversuch vorfördern/entlüften.
- WICHTIGE IMA-KALIBRIERUNG: Nehmen Sie den Motor niemals in Betrieb, ohne die neuen IMA-/QR-Abgleichwerte in das Motorsteuergerät einzuprogrammieren - nicht kalibrierte Injektoren führen zu Verbrennungsklopfen, Zylinderungleichheiten und vorzeitiger DPF-Überladung.
- ZWINGENDER AUSTAUSCH DER KUPFERDICHTUNG: Verwenden Sie ausnahmslos neue Kupfer-Quetschdichtungen und neue Spannpratzen-Dehnschrauben - die Wiederverwendung alter Dichtungen führt zu schweren Verbrennungsgas-Undichtigkeiten ('Black Death' / Teerbildung).
- HÖCHSTE SAUBERKEIT BEIM KRAFTSTOFFSYSTEM: Bereits eine mikroskopische Verunreinigung ab 5 Mikrometer kann das interne Ventil F00VC01043 oder die Düsennadel blockieren - Schutzkappen erst unmittelbar vor der Leitungsverschraubung entfernen.
- STRIKTES EINHALTEN DES ANZUGSMOMENTS: Halten Sie die Anzugsreihenfolge von 9 N·m + 45° penibel ein - ein zu hohes Anzugsmoment verzieht den Injektorkörper und führt zum Klemmen der Düsennadel.
Häufig gestellte Fragen und Diagnose
Erfordert der Bosch-Injektor 0445110047 eine Steuergerätecodierung (IMA / QR-Code)?
Ja, der Bosch-Injektor 0445110047 erfordert die zylinderspezifische Programmierung des IMA-Kalibrierungscodes im Motorsteuergerät (ECU). Jede Einheit verfügt über einen eindeutigen mehrstelligen Kalibrierungscode, der auf dem elektrischen Anschlussgehäuse oder dem Magnetventilkopf eingeprägt ist und die Einspritzmengentoleranzen über mehrere Raildruckpunkte definiert. Die Programmierung dieses Codes über ein Diagnosetool (Bosch KTS, VCDS, ODIS, INPA/ISTA oder Autel MaxiSys) ist obligatorisch, um einen gleichmäßigen Zylinderleerlauf, die Einhaltung der Euro-3-Abgasnorm und ein sauberes Ansprechverhalten zu gewährleisten.
Was sind die häufigsten Symptome eines defekten 0445110047-Injektors beim BMW / Land Rover 3.0L M57D30 (306D1) R6 Turbodiesel?
Zu den typischen Symptomen gehören langes Orgeln beim Kaltstart, unrunder oder sägender Leerlauf, Schwarzrauch beim Beschleunigen (Verschleiß der Düsennadel / Überfettung), Weißrauch beim Anlassen (unverbrannter Kraftstoffnebel), Nageln/Klopfen unter Last, erhöhter Kraftstoffverbrauch, Fehlzündungs-Fehlercodes (P0201-P0206 / P0300-P0306) sowie eine hohe Rücklaufmenge (Lecköl), die bei starker Beschleunigung zu Fehlereinträgen bezüglich zu geringen Raildrucks führt.
Sollten Injektoren einzeln oder als kompletter Satz ausgetauscht werden?
Während der Austausch eines einzelnen defekten Injektors zulässig ist, sofern eine Kraftstoffkontamination ausgeschlossen wurde, empfiehlt die fachmännische Werkstattpraxis bei Motoren mit über 150.000 km Laufleistung den Austausch oder die Prüfstandprüfung aller Injektoren als Komplettsatz. Der Verschleiß am Hochdrucksteuerventil (F00VC01043) und an der Düse (DLLA145P926) tritt über alle Zylinder hinweg gleichmäßig auf; der Verbau eines Neuteils neben verschlissenen Einheiten führt aufgrund von Mengenabweichungen häufig zu spürbaren Leerlaufvibrationen.
Warum müssen die Kupferdichtung und die Spannpratzenschraube bei jeder Montage erneuert werden?
Der Kupfer-Dichtring bildet die kritische gasdichte Abdichtung zwischen der Injektordüse und dem Brennraum im Zylinderkopf. Während der Verbrennung treten Temperaturen von über 1.500 °C und Drücke von über 150 bar auf. Ein einmal komprimierter Dichtring härtet durch Verformung aus (Kaltverfestigung) und dichtet bei erneuter Montage nicht mehr zuverlässig ab. Zudem sind die meisten Spannpratzenschrauben Dehnschrauben, die nur für den einmaligen Gebrauch konstruiert sind; eine Wiederverwendung birgt das Risiko eines Schraubenabrisses im Zylinderkopf oder eines Verlusts der nötigen Klemmkraft.
Welche vorbeugende Wartung ist nach dem Einbau neuer 0445110047-Injektoren erforderlich?
Ersetzen Sie grundsätzlich den Kraftstofffilter durch einen Filter nach OE-Spezifikation (Filtrationsrate 3 bis 5 Mikrometer), prüfen Sie den Kraftstofftank und die Kraftstoffleitungen auf metallische Späne infolge von Hochdruckpumpenverschleiß, spülen Sie das Common-Rail-System bei Verschmutzungen, tanken Sie Qualitäts-Dieselkraftstoff nach EN 590 und überprüfen Sie die Laufruheregelung (Mengenkorrektur) der Injektoren nach ca. 500 km Fahrstrecke per Diagnosesoftware.
Fehlercodes (DTC) & Diagnoseprotokolle
Häufige Diagnose-Fehlercodes (DTCs), die ausgelöst werden, wenn dieser Common-Rail-Injektor Verschleiß, Schaltkreisfehler oder Kalibrierungsabweichungen aufweist:
Fuel Rail / System Pressure Too Low
Excessive internal backleak from worn control valve seats drops common rail pressure below target under engine load.
Injector Circuit Malfunction / Open Circuit
Solenoid coil resistance drift (0.2-0.5 Ω) or piezo stack degradation triggers driver stage shutdown on affected cylinders.
Cylinder Misfire & Balancing Deviation
Carbon-clogged nozzle spray holes or missing IMA calibration causes uneven cylinder contribution. Recode ECM and verify washer seating.
Fuel Rail / System Pressure Too High
Spill line backpressure or stuck metering valve prevents rail depressurization, creating overpressure risks under load.
Querverweise & Kompatibilität
Schwesterteile, Varianten derselben Plattform und bekannte Inkompatibilitäten.
Technische Diagnose- & Service-Protokolle
Verifizierte Prüfverfahren, Fehlercode-Grenzwerte und Werkstatt-SOPs für diese Baugruppe.