0445110230
BOSCH 0445110230 Common-Rail-Injektor für Renault Megane II / Scenic II / Laguna II & Suzuki Grand Vitara 1.9 dCi / DDiS
8200216412, 8200228225, 8200273891, 8200389369, 15310-67JG0, 15310-67JG0-000F00VC01317DLLA143P14481600 barProduktübersicht
Der Bosch 0445110230 ist ein Common-Rail-Injektor in Erstausrüsterqualität (CRI2-Magnetventilplattform), ausgelegt für die 1,9-Liter-dCi- und -DDiS-Dieselmotoren von Renault und Suzuki, insbesondere die F9Q-Motorenbaureihe. Bei Systemdrücken von bis zu 1600 bar nutzt dieser Injektor die präzise Bosch Lochdüse DLLA143P1448 (Teilenummer 0433171896) in Kombination mit der Steuerventilbaugruppe F00VC01317, um eine exakte Voreinspritzungszumessung sowie die Einhaltung der Euro-4-Abgasnorm sicherzustellen. Typische Verschleißanzeichen oder interne mechanische Defekte umfassen eine überhöhte Rücklaufmenge (Leckölrate), Heißstartprobleme, Motorklopfen unter Last, schwarzen Rauch durch unverbrannten Dieselkraftstoff sowie fehlgeschlagene DPF-Regenerationen aufgrund mangelhafter Zerstäubung. Beim Austausch des Injektors 0445110230 müssen neue Kupfer-Dichtringe für den Brennraum verbaut und der individuelle IMA-Code im Motorsteuergerät programmiert werden.
Vor der Bestellung das Altteil anhand der Renault-OE-Nummern 8200389369 / 8200216412 oder Suzuki 15310-67JG0 abgleichen. Die individuelle Bosch IMA-Kalibrierungscodierung ist beim Einbau zwingend erforderlich, um Zylinderungleichheiten und unrunden Leerlauf zu vermeiden.
Fahrzeug- und Motorverwendung
| Fahrzeug | Motor | Baujahre |
|---|---|---|
| Renault Megane II 1.9 dCi | Renault F9Q 1.9 dCi (1870 cc) | 2003-2009 |
| Renault Scenic II / Grand Scenic II 1.9 dCi | Renault F9Q 1.9 dCi (1870 cc) | 2003-2009 |
| Renault Laguna II 1.9 dCi | Renault F9Q 1.9 dCi (1870 cc) | 2005-2007 |
| Suzuki Grand Vitara II 1.9 DDiS AWD | Renault F9Q 1.9 dCi (1870 cc) | 2005-2015 |
Technische Daten
| Spezifikation | Wert |
|---|---|
| SKU-Nummer | 0445110230 |
| Marke | Renault / Suzuki / BOSCH |
| Komponententyp | Complete Injector Assembly (Bosch Common Rail (CRI2 solenoid)) |
| OE-Nummer | 8200216412, 8200228225, 8200273891, 8200389369, 15310-67JG0, 15310-67JG0-000 |
| SteuerventilKernwert | |
| DüsencodeKernwert | |
| Interne Düsen-TeilenummerKernwert | |
| Einspritzsystem | Bosch Common Rail (CRI2 solenoid) |
| BetriebsdruckKernwert | |
| Drehmomentvorgabe | 28 N·m |
| Spannpratzen-Drehmoment | 25 N·m |
| Garantie | 12 Months |
| Abgasnorm | Euro 4 |
| Motorenfamilie | Renault / Suzuki F9Q (1.9 dCi / 1.9 DDiS) |
| Steuergeräte-Codierung erforderlich | Yes (IMA Code) |
Einbauhinweise
Benötigte Werkzeuge: 10-mm- & 11-mm-Bremsleitungsschlüssel (Rail- und Injektor-Überwurfmuttern), Injektor-Gleithammer / Ausziehersatz (bei festsitzendem Injektor), Messing-Sitzreinigungsbürstensatz & Industriesauger, Dichtsitz-Fräswerkzeug (bei Brandgas-Erosion), Drehmomentschlüssel (Bereich 2 N·m – 40 N·m), ECU-Diagnosetester mit IMA-/QR-Codierfunktion, Digital-Bügelmessschraube / Tiefenmessschieber zur Kupferring-Prüfung
- Batterie abklemmen & Raildruck abbauen: Massekabel der Batterie trennen und per Live-Diagnose sicherstellen, dass der Restdruck im Rail unter 10 bar gefallen ist, bevor Kraftstoffverschraubungen gelöst werden.
- Motorraum & Injektorschächte reinigen: Schmutzpartikel, Ölschlamm und lose Ablagerungen rund um die Injektorschächte im Zylinderkopf gründlich mit Druckluft und Entfetter entfernen.
- Kabelbaum & Leckölanschlüsse kennzeichnen: Elektrische Steckverbindungen den Zylindern zuordnen und markieren; empfindliche Kunststoffclips der Lecköl-Rücklaufleitung vorsichtig entriegeln.
- Hochdruckleitungen demontieren: Überwurfmuttern mit einem offenen Ringschlüssel lösen; offene Railabgänge und Injektorzuläufe SOFORT mit sauberen Verschlusskappen verschließen.
- Befestigungsschrauben der Spannpratze herausdrehen: Schrauben der Haltepratze lösen und herausdrehen. Beachten: Dehnschrauben müssen grundsätzlich entsorgt und dürfen keinesfalls wiederverwendet werden.
- Injektorkörper ausbauen: Injektor gerade nach oben herausziehen. Bei Verkokung oder Festbacken einen geeigneten mechanischen Gleithammer-Auszieher am Zulaufadapter anbringen, ohne den Injektorkörper radial zu verdrehen.
- Injektorschacht & Bohrung inspizieren: Sicherstellen, dass der alte Kupferdichtring nicht auf dem Grund des Dichtsitzes im Zylinderkopf festgebacken ist; falls nötig, vorsichtig mit einem Messingdorn entfernen.
- Dichtsitz reinigen & nacharbeiten: Injektordichtsitz mit speziellen Sitzreinigungsbürsten bzw. Dichtsitzfräsern säubern und Partikel mit einem Industriesauger absaugen, bis eine 100 % metallisch blanke, plane Dichtfläche erreicht ist.
- Neuen Kupferdichtring montieren: Einen OE-konformen Kupferdichtring der vorgeschriebenen Materialstärke (Standard 1,5 mm - 2,0 mm) einsetzen; mit etwas Hochtemperaturfett in Einbauposition sichern.
- Injektor mit Keramikpaste einsetzen: Den Injektorschaft dünn mit zugelassener Hochtemperatur-Keramikpaste bestreichen; Düsenspitze und Kupferdichtring unbedingt absolut fett- und schmutzfrei halten.
- Spannpratze vorschriftsmäßig anziehen: Befestigungsschrauben der Spannpratze montieren und mit einem kalibrierten Drehmomentschlüssel stufenweise nach Herstellervorgabe (25 N·m) festziehen.
- Hochdruckleitungen montieren: Überwurfmuttern zunächst von Hand ansetzen, um Verkanten zu vermeiden, danach Injektor- und Railanschlüsse gleichmäßig mit 28 N·m festziehen.
- Leckölleitung & Kabelbaum anschließen: Leckölclips aufdrücken, bis die Sicherungskragen hörbar einrasten; elektrischen Stecker aufstecken und Verriegelungslasche fest arretieren.
- ECU-IMA-/QR-Code-Kalibrierung & Entlüftung: Den auf dem Injektorkopf eingravierten individuellen alphanumerischen IMA-/QR-Code der entsprechenden Zylinderadresse im Motorsteuergerät zuweisen; Kraftstoffsystem vor dem ersten Startversuch vorentlüften.
- WICHTIGE IMA-KALIBRIERUNG: Den Motor niemals in Betrieb nehmen, ohne zuvor den neuen IMA-/QR-Korrekturcode in das Motorsteuergerät programmiert zu haben - unkalibrierte Injektoren verursachen Verbrennungsklopfen, Zylinderungleichheiten und vorzeitiges Zusetzen des Partikelfilters (DPF).
- KRITISCHER AUSTAUSCH DER KUPFERDICHTRINGE: Verwenden Sie ausnahmslos neue Kupferdichtringe und Dehnschrauben - die Wiederverwendung alter Dichtungen führt zu schwerwiegendem Verbrennungsgas-Blowby (sogenannter „Black Death“-Verkokung).
- HÖCHSTE SAUBERKEIT AM KRAFTSTOFFSYSTEM: Bereits mikroskopische Schmutzpartikel ab 5 Mikrometer können das interne Ventil F00VC01317 oder die Düsennadel blockieren - Verschlusskappen an allen Kraftstoffleitungen erst unmittelbar vor der Montage abnehmen.
- ANZUGSDREHMOMENT DER SPANNPRATZE STRIKT EINHALTEN: Halten Sie die Vorgabe von 25 N·m genau ein - ein Überdrehen verzieht den Injektorkörper und führt zum Klemmen der Düsennadel.
Häufig gestellte Fragen und Diagnose
Erfordert der Bosch-Injektor 0445110230 eine ECU-Codierung (IMA- / QR-Code)?
Ja, der Bosch-Injektor 0445110230 erfordert die Programmierung eines zylinderspezifischen IMA-Kalibrierungscodes im Motorsteuergerät (ECU). Jede Einheit verfügt über einen individuellen mehrstelligen Kalibrierungscode, der auf dem Steckergehäuse oder dem Magnetventilkopf eingraviert ist und die Einspritzmengenabweichungen über verschiedene Raildruckbereiche definiert. Die Programmierung dieses Codes über ein Diagnosetool (Bosch KTS, VCDS, ODIS, INPA/ISTA oder Autel MaxiSys) ist obligatorisch, um einen gleichmäßigen Leerlauf, die Einhaltung der Euro-4-Grenzwerte und ein sauberes Ansprechverhalten zu gewährleisten.
Was sind die häufigsten Symptome eines defekten Injektors 0445110230 beim Renault / Suzuki F9Q (1.9 dCi / 1.9 DDiS)?
Häufige Symptome sind langes Startorgeln beim Kaltstart, unruhiger oder sägender Leerlauf, Schwarzrauch beim Beschleunigen (Düsennadelverschleiß/Überfettung), Weißrauch beim Starten (unverbrannter Kraftstoffnebel), Nageln/Klopfen unter Last, erhöhter Kraftstoffverbrauch, Fehlercodes für Zylinderaussetzer (P0201-P0206 / P0300-P0306) sowie eine zu hohe Leckölrücklaufmenge, die bei starker Beschleunigung Fehlercodes wegen zu geringen Raildrucks auslöst.
Sollten die Injektoren einzeln oder als kompletter Satz getauscht werden?
Während der Austausch eines einzelnen defekten Injektors akzeptabel ist (sofern Kraftstoffkontamination ausgeschlossen werden kann), gilt bei Motoren mit über 150.000 km Laufleistung der satzweise Austausch oder die Prüfung aller Injektoren auf einem Prüfstand als bewährte Praxis. Der Verschleiß an Steuerventil (F00VC01317) und Düse (DLLA143P1448) tritt gleichmäßig an allen Zylindern auf; die Kombination eines Neuteils mit verschlissenen Injektoren führt infolge von Mengendifferenzen häufig zu spürbaren Leerlaufvibrationen.
Warum müssen der Kupfer-Dichtring und die Spannpratzenschraube bei jeder Montage erneuert werden?
Der Kupferdichtring bildet die entscheidende gasdichte Abdichtung zwischen Injektordüse und Brennraum im Zylinderkopf. Während der Verbrennung herrschen Temperaturen von über 1.500 °C und Drücke von über 150 bar. Ein einmal gestauchter Dichtring verhärtet sich und dichtet nicht mehr zuverlässig ab. Zudem sind die Schrauben der Spannpratze meist Dehnschrauben für den Einmalgebrauch; bei Wiederverwendung besteht die Gefahr des Abreißens im Zylinderkopf oder eines Verlusts der Klemmkraft.
Welche vorbeugende Wartung ist nach dem Einbau von Ersatzinjektoren 0445110230 erforderlich?
Tauschen Sie stets den Dieselfilter gegen einen hochwirksamen Filter nach Erstausrüsterspezifikation (3 bis 5 Mikrometer Abscheiderate), prüfen Sie Tank und Kraftstoffleitungen auf Metallspäne durch Hochdruckpumpenverschleiß, spülen Sie das Railrohr bei Rückständen, tanken Sie hochwertigen Dieselkraftstoff nach EN 590 und kontrollieren Sie die Mengenkorrekturwerte (Laufruheregelung) nach ca. 500 km Fahrstrecke per Diagnosesoftware.
Fehlercodes (DTC) & Diagnoseprotokolle
Häufige Diagnose-Fehlercodes (DTCs), die ausgelöst werden, wenn dieser Common-Rail-Injektor Verschleiß, Schaltkreisfehler oder Kalibrierungsabweichungen aufweist:
Fuel Rail / System Pressure Too Low
Excessive internal backleak from worn control valve seats drops common rail pressure below target under engine load.
Injector Circuit Malfunction / Open Circuit
Solenoid coil resistance drift (0.2-0.5 Ω) or piezo stack degradation triggers driver stage shutdown on affected cylinders.
Cylinder Misfire & Balancing Deviation
Carbon-clogged nozzle spray holes or missing IMA calibration causes uneven cylinder contribution. Recode ECM and verify washer seating.
Fuel Rail / System Pressure Too High
Spill line backpressure or stuck metering valve prevents rail depressurization, creating overpressure risks under load.
Querverweise & Kompatibilität
Schwesterteile, Varianten derselben Plattform und bekannte Inkompatibilitäten.
Technische Diagnose- & Service-Protokolle
Verifizierte Prüfverfahren, Fehlercode-Grenzwerte und Werkstatt-SOPs für diese Baugruppe.