0445110338
BOSCH 0445110338 Common-Rail-Injektor für Renault Trafic II / Opel Vivaro A / Nissan Primastar 2.0 dCi / CDTI M9R
8200839859, 166093915R, 166000399R, 93198683, 95521529, 4420518F00VC01376DLLA150P21181600 barProduktübersicht
Der Bosch Common-Rail-Injektor 0445110338 gehört zur magnetventilgesteuerten Generation CRI2.2 und wurde speziell für die 2,0-Liter-M9R-Dieselmotorenfamilie der leichten Nutzfahrzeug-Plattformen Renault Trafic II, Opel/Vauxhall Vivaro A und Nissan Primastar entwickelt. Ausgelegt auf einen Raildruck von bis zu 1600 bar, verfügt diese Baugruppe über eine originale Bosch-Düse DLLA150P2118 (0433172118) und ein hochpräzises Ventilset F00VC01376, um exakte Mehrfacheinspritzungen sowie die strengen Abgasnormen Euro 4 und Euro 5 zu erfüllen. Zu den typischen Verschleißerscheinungen zählen Kavitation am Ventilkugelsitz, überhöhte Rücklaufmengen und Verharzungen der Düsennadel, die sich in verlängerten Warmstartzeiten, unruhigem Leerlauf, Zylinderungleichheiten und erhöhten Partikelemissionen äußern. Die Instandsetzung erfordert die Neuprogrammierung des individuellen 7-stelligen IMA-Kompensationscodes im Motorsteuergerät sowie die Montage neuer Kupferdichtringe.
Gleichen Sie vor der Bestellung die OE-Nummern 8200839859 und 166093915R ab und stellen Sie sicher, dass der 7-stellige IMA-Kompensationscode jedes Injektors beim Einbau in das Steuergerät programmiert wird.
Fahrzeug- und Motorverwendung
| Fahrzeug | Motor | Baujahre |
|---|---|---|
| Renault Trafic II 2.0 dCi | Renault / Opel M9R (2.0 dCi / 2.0 CDTI) | 2006-2014 |
| Opel Vivaro A 2.0 CDTI | Renault / Opel M9R (2.0 dCi / 2.0 CDTI) | 2006-2014 |
| Vauxhall Vivaro A 2.0 CDTI | Renault / Opel M9R (2.0 dCi / 2.0 CDTI) | 2006-2014 |
| Nissan Primastar 2.0 dCi | Renault / Opel M9R (2.0 dCi / 2.0 CDTI) | 2006-2015 |
Technische Daten
| Spezifikation | Wert |
|---|---|
| SKU-Nummer | 0445110338 |
| Marke | Renault / Opel / Vauxhall / BOSCH |
| Komponententyp | Complete Injector Assembly (Bosch Common Rail (CRI2.2 solenoid)) |
| OE-Nummer | 8200839859, 166093915R, 166000399R, 93198683, 95521529, 4420518 |
| SteuerventilKernwert | |
| DüsencodeKernwert | |
| Interne Düsen-TeilenummerKernwert | |
| Einspritzsystem | Bosch Common Rail (CRI2.2 solenoid) |
| BetriebsdruckKernwert | |
| Drehmomentvorgabe | 25 N·m |
| Spannpratzen-Drehmoment | 28 N·m |
| Garantie | 12 Months |
| Abgasnorm | Euro 4 / Euro 5 |
| Motorenfamilie | Renault / Opel M9R (2.0 dCi / 2.0 CDTI) |
| Steuergeräte-Codierung erforderlich | Yes (IMA Code) |
Einbauhinweise
Benötigte Werkzeuge: 10-mm- & 11-mm-Bremsleitungsschlüssel (Rail- und Injektor-Überwurfmuttern), Injektor-Gleithammer / Ausziehersatz (bei festsitzendem Injektor), Messing-Sitzreinigungsbürstensatz & Industriesauger, Dichtsitz-Fräswerkzeug (bei Brandgas-Erosion), Drehmomentschlüssel (Bereich 2 N·m – 40 N·m), ECU-Diagnosetester mit IMA-/QR-Codierfunktion, Digital-Bügelmessschraube / Tiefenmessschieber zur Kupferring-Prüfung
- Batterie abklemmen & Raildruck abbauen: Massekabel der Batterie trennen und per Live-Diagnose prüfen, ob der Rail-Restdruck unter 10 bar gefallen ist, bevor Kraftstoffverschraubungen gelöst werden.
- Motorraum & Injektorschächte reinigen: Schmutzpartikel, Ölschlamm und lose Verunreinigungen im Bereich der Injektorschächte am Zylinderkopf mit Druckluft und Entfetter gründlich entfernen.
- Kabelstrang & Leckölanschlüsse kennzeichnen: Stecker der Injektorverkabelung zylinderweise markieren und die empfindlichen Kunststoff-Halteclips der Leckölleitung vorsichtig entriegeln.
- Hochdruckleitungen demontieren: Überwurfmuttern der Hochdruckleitungen mit einem Leitungsschlüssel lösen; offene Rail-Ausgänge und Injektorzuläufe SOFORT mit sauberen Verschlusskappen verschließen.
- Befestigungsschrauben der Spannpratzen entfernen: Spannpratzenschrauben herausdrehen. Beachten: Dehnschrauben müssen ausnahmslos entsorgt und durch Neuteile ersetzt werden.
- Injektorkörper ausbauen: Injektor geradlinig nach oben herausziehen. Bei Verkokung oder Festsitz einen geeigneten mechanischen Abzieher/Gleithammer am Zulaufadapter ansetzen, ohne den Injektorkörper zu verdrehen.
- Injektorschacht & Bohrung prüfen: Sicherstellen, dass der alte Kupferdichtring nicht am Boden des Dichtsitzes im Zylinderkopf festbackt; falls verklemmt, mit einem Messing-Hakenwerkzeug bergen.
- Injektorsitz reinigen & nacharbeiten: Dichtfläche im Zylinderkopf mit passenden Reinigungswerkzeugen bzw. Sitzfräsern säubern und Partikel absaugen, bis der Sitz vollständig metallisch rein und plan ist.
- Neuen Kupferdichtring einsetzen: Neuen Kupferring gemäß OEM-Spezifikation und vorgegebener Stärke (üblicherweise 1,5 mm - 2,0 mm) montieren; zur Fixierung minimal Hochtemperaturfett verwenden.
- Injektor mit Keramikpaste montieren: Injektorschaft dünn mit zugelassener Hochtemperatur-Keramikpaste bestreichen; Düsenspitze und Kupferdichtring unbedingt trocken und fettfrei halten.
- Spannpratze vorschriftsmäßig festziehen: Spannpratzenschrauben ansetzen und mit einem kalibrierten Drehmomentschlüssel stufenweise nach Herstellervorgabe (28 N·m) anziehen.
- Hochdruckleitungen montieren: Überwurfmuttern zunächst von Hand ansetzen, um ein Verkanten des Gewindes zu vermeiden, danach Injektoreinlass und Railanschluss gleichmäßig mit 25 N·m festziehen.
- Rücklaufleitung & Kabelstecker anschließen: Clips der Lecköl-Rücklaufleitung aufdrücken, bis die Sicherungskragen hörbar einrasten; elektrischen Steckverbinder aufstecken und verriegeln.
- Steuergerät-Codierung (IMA/QR) & Kraftstoffsystem entlüften: Den auf dem Injektorkopf eingravierten alphanumerischen IMA-/QR-Code im Motorsteuergerät dem jeweiligen Zylinder zuweisen; Kraftstoffsystem vor dem ersten Startversuch gründlich entlüften/vorfördern.
- WICHTIGE IMA-KALIBRIERUNG: Den Motor niemals ohne Anlernen des neuen IMA-/QR-Kompensationscodes im Steuergerät betreiben - nicht kalibrierte Injektoren führen zu Verbrennungsnageln, Zylinderungleichheiten und vorzeitiger DPF-Verstopfung.
- KUPFERDICHTRING UNBEDINGT ERSETZEN: Immer neue Kupferdichtringe und Dehnschrauben verwenden - die Wiederverwendung alter Dichtungen führt zu fatalem Verbrennungsgasaustritt und extremer Verkokung ('Black Death').
- HÖCHSTE SAUBERKEIT BEIM KRAFTSTOFFSYSTEM: Schon mikroskopisch kleine Schmutzpartikel ab 5 Mikrometer können das interne Ventil F00VC01376 oder die Düsennadel blockieren - Verschlusskappen erst unmittelbar vor der Montage entfernen.
- ANZUGSDREHMOMENT DER SPANNPRATZE EINHALTEN: Das vorgeschriebene Drehmoment von 28 N·m strikt befolgen - ein zu hohes Anzugsmoment verzieht den Injektorkörper und führt zum Klemmen der Düsennadel.
Häufig gestellte Fragen und Diagnose
Muss der Bosch-Injektor 0445110338 im Motorsteuergerät angelernt werden (IMA- / QR-Code)?
Ja, der Bosch-Injektor 0445110338 erfordert die Programmierung des zylinderspezifischen IMA-Kalibrierungscodes im Motorsteuergerät (ECU). Jede Einheit verfügt über einen individuellen mehrstelligen Code, der auf dem Steckergehäuse oder Magnetventilkopf eingraviert ist und die Einspritztoleranzen über verschiedene Raildruckbereiche hinweg definiert. Die Programmierung dieses Codes über ein Diagnosetool (Bosch KTS, VCDS, ODIS, INPA/ISTA oder Autel MaxiSys) ist zwingend erforderlich, um einen gleichmäßigen Leerlauf, die Einhaltung der Abgasnormen Euro 4 / Euro 5 und ein sauberes Ansprechverhalten zu gewährleisten.
Was sind die häufigsten Symptome eines defekten Injektors 0445110338 beim Renault / Opel / Vauxhall Renault / Opel M9R (2.0 dCi / 2.0 CDTI)?
Zu den typischen Symptomen gehören lange Startzeiten beim Kaltstart, unruhiger oder schwankender Leerlauf, Schwarzrauch unter Last (Verschleiß der Düsennadel/Überfettung), Weißrauch beim Start (unverbrannter Kraftstoff), Nageln/Klickern unter Last, erhöhter Kraftstoffverbrauch, Fehlzündungs-Fehlercodes (P0201-P0206 / P0300-P0306) sowie überhöhte Rücklaufmengen (Leckage), die bei starker Beschleunigung zu Fehlern wegen zu geringem Raildruck führen.
Sollten Injektoren einzeln oder als kompletter Satz getauscht werden?
Obwohl der Austausch eines einzelnen defekten Injektors zulässig ist - vorausgesetzt, eine Kraftstoffkontamination wird ausgeschlossen -, empfiehlt die Fachpraxis bei Motoren mit über 150.000 km Laufleistung den Austausch oder die Prüfstandprüfung aller Injektoren im Satz. Der Verschleiß an Steuerventil (F00VC01376) und Düse (DLLA150P2118) verläuft bei allen Zylindern ähnlich. Der Einbau eines einzelnen Neuteils zusammen mit gebrauchten Injektoren führt aufgrund von Mengenabweichungen häufig zu spürbaren Leerlaufvibrationen.
Warum müssen Kupferdichtring und Spannpratzenschraube bei jedem Einbau ersetzt werden?
Der Kupferdichtring bildet die entscheidende gasdichte Abdichtung zwischen der Injektordüse und dem Brennraum im Zylinderkopf. Bei der Verbrennung entstehen Temperaturen von über 1.500 °C und Drücke von über 150 bar. Ein einmal verpresster Dichtring verhärtet (Kaltverfestigung) und dichtet bei Wiederverwendung nicht mehr zuverlässig ab. Zudem sind die Spannpratzenschrauben Dehnschrauben, die nur für den einmaligen Gebrauch konstruiert sind; eine Wiederverwendung birgt die Gefahr des Abreißens im Zylinderkopf oder eines Verlusts der Vorspannkraft.
Welche vorbeugenden Wartungsmaßnahmen sind nach dem Einbau von Ersatzinjektoren 0445110338 erforderlich?
Ersetzen Sie stets den Dieselfilter durch einen hocheffizienten Filter nach OEM-Spezifikation (Filterfeinheit 3 bis 5 Mikrometer), prüfen Sie Kraftstofftank und Leitungen auf Metallspäne infolge eines Hochdruckpumpenverschleißes, spülen Sie das Common-Rail-Rohr bei Verunreinigungen, tanken Sie hochwertigen EN-590-Dieselkraftstoff und kontrollieren Sie die Mengenkorrekturwerte (Laufruheregelung) per Diagnosesoftware nach ca. 500 km Fahrstrecke.
Fehlercodes (DTC) & Diagnoseprotokolle
Häufige Diagnose-Fehlercodes (DTCs), die ausgelöst werden, wenn dieser Common-Rail-Injektor Verschleiß, Schaltkreisfehler oder Kalibrierungsabweichungen aufweist:
Fuel Rail / System Pressure Too Low
Excessive internal backleak from worn control valve seats drops common rail pressure below target under engine load.
Injector Circuit Malfunction / Open Circuit
Solenoid coil resistance drift (0.2-0.5 Ω) or piezo stack degradation triggers driver stage shutdown on affected cylinders.
Cylinder Misfire & Balancing Deviation
Carbon-clogged nozzle spray holes or missing IMA calibration causes uneven cylinder contribution. Recode ECM and verify washer seating.
Fuel Rail / System Pressure Too High
Spill line backpressure or stuck metering valve prevents rail depressurization, creating overpressure risks under load.
Querverweise & Kompatibilität
Schwesterteile, Varianten derselben Plattform und bekannte Inkompatibilitäten.
Technische Diagnose- & Service-Protokolle
Verifizierte Prüfverfahren, Fehlercode-Grenzwerte und Werkstatt-SOPs für diese Baugruppe.