0445110254
BOSCH 0445110254 Common-Rail-Injektor für Hyundai Santa Fe II / Grandeur 2.2 CRDi D4EB
33800-27800F00VC01346DLLA150P15121600 barProduktübersicht
Der Bosch 0445110254 Common-Rail-Injektor ist ein magnetventilgesteuerter OEM-CRI2-Injektor, der speziell für Hyundai- und Kia-Pkw sowie SUVs mit 2.2 CRDi Euro-4-Motoren der Baureihe D4EB entwickelt wurde. Bei einem Einspritzdruck von bis zu 1600 bar arbeitet diese Einheit mit einem internen Bosch-Steuerventil F00VC01346 und einer Einspritzdüse DLLA150P1512 (Bosch-Teilenummer 0433171933), um präzise Vor-, Haupt- und Nacheinspritzzyklen zu gewährleisten. Diese hydraulische Architektur stabilisiert den Raildruck, senkt die Partikelemissionen und optimiert die Kraftstoffeffizienz. Zu den typischen Fehlerursachen gehören interner Ventilsitzverschleiß, übermäßige Rücklaufmenge (Lecköl), Alterung der Magnetspule sowie Verkokung der Düsenbohrungen. Symptome sind verlängerte Startzeiten, unruhiger Leerlauf, plötzlicher Notlauf unter Last, erhöhte Rauchentwicklung am Auspuff sowie Fehlercodes bezüglich Raildruckverlust oder Zylinderungleichförmigkeit. Nach dem Einbau ist eine Neukalibrierung mittels des alphanumerischen IMA-Codes des Injektors zwingend erforderlich.
Vor dem Austausch stets die OE-Teilenummer 33800-27800 abgleichen. Die Programmierung des individuellen IMA-Klassifizierungscodes in das Motorsteuergerät ist zwingend erforderlich, um einen gleichmäßigen Zylinderlauf und die Einhaltung der Abgasnormen zu gewährleisten.
Technische Daten
| Spezifikation | Wert |
|---|---|
| SKU-Nummer | 0445110254 |
| Marke | Hyundai / BOSCH |
| Komponententyp | Complete Injector Assembly (Bosch Common Rail (CRI2.0 solenoid)) |
| OE-Nummer | 33800-27800 |
| SteuerventilKernwert | |
| DüsencodeKernwert | 🔗 Gemeinsame Düse (2 Baugruppen):0445110253 |
| Interne Düsen-TeilenummerKernwert | 🔗 Gemeinsame Düse (2 Baugruppen):0445110253 |
| Einspritzsystem | Bosch Common Rail (CRI2.0 solenoid) |
| BetriebsdruckKernwert | |
| Drehmomentvorgabe | 25 N·m |
| Spannpratzen-Drehmoment | 28 N·m + 90° |
| Garantie | 12 Months |
| Abgasnorm | Euro 4 |
| Motorenfamilie | Hyundai / Kia 2.2 CRDi (D4EB) |
| Steuergeräte-Codierung erforderlich | Yes (IMA Code) |
Einbauhinweise
Benötigte Werkzeuge: 10-mm- & 11-mm-Bremsleitungsschlüssel (Rail- und Injektor-Überwurfmuttern), Injektor-Gleithammer / Ausziehersatz (bei festsitzendem Injektor), Messing-Sitzreinigungsbürstensatz & Industriesauger, Dichtsitz-Fräswerkzeug (bei Brandgas-Erosion), Drehmomentschlüssel (Bereich 2 N·m – 40 N·m), ECU-Diagnosetester mit IMA-/QR-Codierfunktion, Digital-Bügelmessschraube / Tiefenmessschieber zur Kupferring-Prüfung
- Batterie abklemmen & Raildruck abbauen: Massekabel der Batterie abklemmen und über Livedaten der Diagnose prüfen, ob der Rail-Restdruck vor dem Öffnen der Leitungen unter 10 bar gefallen ist.
- Motorraum & Injektorschächte reinigen: Schmutz, Ölschlamm und lose Partikel rund um die Injektorschächte im Zylinderkopf mit Druckluft und Bremsenreiniger gründlich entfernen.
- Kabelbaum & Rücklaufleitungen kennzeichnen: Steckverbindungen der Zylinder kennzeichnen und die empfindlichen Kunststoff-Leckölclips vorsichtig entriegeln und abziehen.
- Hochdruckleitungen demontieren: Überwurfmuttern mit einem Leitungsschlüssel lösen; alle offenen Anschlüsse am Rail und an den Injektoren SOFORT mit sauberen Verschlusskappen verschließen.
- Spannpratzenschrauben entfernen: Schrauben der Haltepratzen herausdrehen. Dehnschrauben müssen grundsätzlich entsorgt und dürfen keinesfalls wiederverwendet werden.
- Injektorkörper herausziehen: Injektor senkrecht herausziehen. Bei Verkokung einen geeigneten mechanischen Auszieher/Gleithammer am Zulaufadapter ansetzen, ohne den Injektorkörper zu verdrehen.
- Injektorschacht & Dichtsitz prüfen: Sicherstellen, dass die alte Kupferdichtung nicht am Boden des Zylinderkopfsitzes klebt; falls nötig, mit einem Messing-Dichtringhaken bergen.
- Injektorsitz reinigen & nacharbeiten: Dichtfläche mit speziellen Sitzreinigungsbürsten und Fräsern säubern und Partikel mit Industriestaubsauger absaugen, bis der Sitz metallisch blank und eben ist.
- Neuen Kupferdichtring montieren: Einen OE-konformen Kupferdichtring der vorgeschriebenen Stärke (Standard 1,5 mm-2,0 mm) mit Hochtemperaturfett fixieren und einsetzen.
- Injektor mit Keramikpaste montieren: Injektorschaft dünn mit zugelassener Hochtemperatur-Keramikpaste bestreichen; Düsenspitze und Kupferdichtung dabei strikt trocken und fettfrei halten.
- Spannpratze vorschriftsmäßig festziehen: Spannpratzenschrauben ansetzen und stufenweise nach Herstellervorgabe (28 N·m + 90°) mit einem kalibrierten Drehmomentschlüssel anziehen.
- Hochdruckleitungen montieren: Überwurfmuttern zunächst von Hand ansetzen, um ein Verkanten des Gewindes zu vermeiden; danach Injektor- und Railanschlüsse gleichmäßig mit 25 N·m festziehen.
- Leckölleitung & Kabelbaum anschließen: Lecköl-Rücklaufclips aufdrücken, bis die Arretierung hörbar einrastet; elektrischen Stecker aufstecken und Verriegelungslasche sichern.
- ECU-IMA-/QR-Code-Kalibrierung & Systementlüftung: Den am Injektorkopf eingravierten alphanumerischen IMA-/QR-Code in das entsprechende Zylinderfeld des Motorsteuergeräts einprogrammieren; Kraftstoffsystem vor dem ersten Starten entlüften.
- WICHTIGE IMA-KALIBRIERUNG: Den Motor niemals in Betrieb nehmen, ohne den neuen IMA-/QR-Korrekturcode in das Motorsteuergerät programmiert zu haben - unkalibrierte Injektoren führen zu Verbrennungsnageln, Zylinderungleichförmigkeit und vorzeitiger DPF-Verstopfung.
- UNBEDINGTER WECHSEL DES KUPFERDICHTRINGS: Immer fabrikneue Kupferdichtringe und Dehnschrauben verwenden - die Wiederverwendung alter Dichtungen führt zu verheerenden Verbrennungsgasleckagen (Verkokung / 'Black Death').
- HÖCHSTE SAUBERKEIT AM KRAFTSTOFFSYSTEM: Kleinste Schmutzpartikel ab 5 Mikron können das interne Steuerventil F00VC01346 oder die Nadel blockieren - Verschlussstopfen erst unmittelbar vor der Montage abnehmen.
- ANZUGSDREHMOMENT DER SPANNPRATZE EINHALTEN: Halten Sie die Drehmomentvorgabe von 28 N·m + 90° exakt ein - ein Überdrehen führt zu Gehäuseverzug des Injektors und blockiert die Düsennadel.
Häufig gestellte Fragen und Diagnose
Erfordert der Bosch-Injektor 0445110254 eine Codierung im Motorsteuergerät (IMA- / QR-Code)?
Ja, der Bosch-Injektor 0445110254 erfordert eine zylinderspezifische Programmierung des IMA-Kalibrierungscodes in das Motorsteuergerät (ECU). Jede Einheit besitzt einen individuellen mehrstelligen Code, der auf dem Spulenkopf oder Steckergehäuse eingraviert ist und die Mengenkorrektur über verschiedene Raildruckbereiche definiert. Die Programmierung dieses Codes mittels eines Diagnosetesters (Bosch KTS, VCDS, ODIS, INPA/ISTA oder Autel MaxiSys) ist zwingend erforderlich, um einen ruhigen Leerlauf, die Einhaltung der Euro-4-Emissionsgrenzwerte sowie ein optimales Ansprechverhalten sicherzustellen.
Was sind die häufigsten Symptome eines defekten 0445110254 Injektors beim Hyundai / Kia 2.2 CRDi (D4EB)?
Häufige Symptome sind lange Startzeiten beim Kaltstart, unrunder oder sägender Leerlauf, Schwarzrauch beim Beschleunigen (Düsennadelverschleiß/Überfettung), Weißrauch beim Starten (unverbrannter Kraftstoff), Nageln oder Klappern unter Last, erhöhter Kraftstoffverbrauch, Fehlercodes zu Zylinderaussetzern (P0201-P0206 / P0300-P0306) sowie übermäßige Leckölmengen, die bei starker Beschleunigung zu Fehlereinträgen bezüglich zu geringem Raildruck führen.
Sollten Injektoren einzeln oder als kompletter Satz ausgetauscht werden?
Obwohl der Austausch eines einzelnen defekten Injektors zulässig ist - sofern eine Kraftstoffkontamination ausgeschlossen werden kann -, empfiehlt die fachmännische Praxis bei Motoren mit über 150.000 km Laufleistung den Austausch oder die Prüfstandstestung aller Injektoren im Satz. Der Verschleiß an Steuerventil (F00VC01346) und Düse (DLLA150P1512) tritt über alle Zylinder hinweg gleichmäßig auf; der Einbau eines Neuteils neben gebrauchten Injektoren führt aufgrund von Einspritzmengenunterschieden häufig zu spürbaren Leerlaufvibrationen.
Warum müssen Kupferdichtring und Spannpratzenschraube bei jeder Montage erneuert werden?
Der Kupferdichtring gewährleistet die gasdichte Abdichtung zwischen Injektordüse und Brennraum im Zylinderkopf. Bei der Verbrennung herrschen Temperaturen von über 1.500 °C und Drücke von mehr als 150 bar. Ein einmal komprimierter Dichtring härtet aus und dichtet nicht mehr zuverlässig ab. Zudem handelt es sich bei den Spannpratzenschrauben meist um Dehnschrauben, die nur für den einmaligen Gebrauch bestimmt sind; eine Wiederverwendung birgt die Gefahr des Abreißens im Zylinderkopf oder eines Verlusts der Klemmkraft.
Welche vorbeugenden Wartungsmaßnahmen sind nach dem Einbau von Ersatzinjektoren 0445110254 erforderlich?
Erneuern Sie stets den Dieselfilter durch einen hochwertigen Filter nach OEM-Vorgabe (Filtrationsrate 3 bis 5 Mikron), prüfen Sie Kraftstofftank und Leitungen auf Metallspäne durch Hochdruckpumpenverschleiß, spülen Sie das Common-Rail bei Verschmutzungen, tanken Sie hochwertigen Kraftstoff nach EN 590 und überprüfen Sie die Mengenkorrekturwerte (Laufruheregelung) per Diagnosesoftware nach 500 km Fahrstrecke.
Fehlercodes (DTC) & Diagnoseprotokolle
Häufige Diagnose-Fehlercodes (DTCs), die ausgelöst werden, wenn dieser Common-Rail-Injektor Verschleiß, Schaltkreisfehler oder Kalibrierungsabweichungen aufweist:
Fuel Rail / System Pressure Too Low
Excessive internal backleak from worn control valve seats drops common rail pressure below target under engine load.
Injector Circuit Malfunction / Open Circuit
Solenoid coil resistance drift (0.2-0.5 Ω) or piezo stack degradation triggers driver stage shutdown on affected cylinders.
Cylinder Misfire & Balancing Deviation
Carbon-clogged nozzle spray holes or missing IMA calibration causes uneven cylinder contribution. Recode ECM and verify washer seating.
Fuel Rail / System Pressure Too High
Spill line backpressure or stuck metering valve prevents rail depressurization, creating overpressure risks under load.
Querverweise & Kompatibilität
Schwesterteile, Varianten derselben Plattform und bekannte Inkompatibilitäten.
Technische Diagnose- & Service-Protokolle
Verifizierte Prüfverfahren, Fehlercode-Grenzwerte und Werkstatt-SOPs für diese Baugruppe.