0445110258
BOSCH 0445110258 Common-Rail-Injektor für Hyundai Tucson / i30 / Sonata & Kia Sportage / Carens / Cee'd 2.0 CRDi
33800-27400F00VC01346DLLA150P15111600 barProduktübersicht
Der Bosch 0445110258 Common-Rail-Injektor wurde für 2,0-Liter-CRDi-Pkw und Crossover von Hyundai und Kia entwickelt, die mit den 16-Ventil-Motoren D4EA und D4EA-V ausgestattet sind. Ausgelegt für ein Bosch-CRI2-Magnetventilsystem der zweiten Generation bei maximalen Raildrücken von bis zu 1600 bar, nutzt dieser Injektor eine hochpräzise Lochdüse vom Typ DLLA150P1511 (Bosch-Teilenummer 0433171932) in Kombination mit einer F00VC01346-Steuerventilbaugruppe. Dieses Zusammenspiel gewährleistet präzise Mehrfacheinspritzungen zur Einhaltung der Euro-4-Abgasnorm. Bei hohen Laufleistungen können mechanischer Verschleiß oder Kraftstoffverunreinigungen zu einer Erosion des Steuerventils und zum Klemmen der Düsennadel führen. Typische Symptome hierfür sind übermäßige Rücklaufmengen, verlängerte Startzeiten (Orgeln), unruhiger Leerlauf, Rußausstoß (Schwarzrauch) sowie DPF-Verstopfung durch Kraftstoffüberschuss. Beim Austausch ist die Eingabe des individuellen IMA-Injektorkorrekturcodes in das Motorsteuergerät (ECU) zwingend erforderlich, um eine einwandfreie Funktion und Kalibrierung zu gewährleisten.
Wichtiger Prüfhinweis: Vergewissern Sie sich vor dem Austausch, dass die OE-Referenz Ihres Originalinjektors mit der OEM-Nummer 33800-27400 übereinstimmt. Jeder neu installierte Injektor 0445110258 erfordert die Programmierung des IMA-Kalibriercodes in das Motorsteuergerät, um einen ruhigen Leerlauf und eine präzise Kraftstoffzumessung zu gewährleisten.
Fahrzeug- und Motorverwendung
| Fahrzeug | Motor | Baujahre |
|---|---|---|
| Hyundai Tucson 2.0 CRDi | Hyundai / Kia D4EA / D4EB (2.0L & 2.2L CRDi) | 2005-2010 |
| Hyundai i30 / i30 CW 2.0 CRDi | Hyundai / Kia D4EA / D4EB (2.0L & 2.2L CRDi) | 2007-2011 |
| Hyundai Sonata V (NF) 2.0 CRDi | Hyundai / Kia D4EA / D4EB (2.0L & 2.2L CRDi) | 2006-2010 |
| Kia Sportage II (JE/KM) 2.0 CRDi | Hyundai / Kia D4EA / D4EB (2.0L & 2.2L CRDi) | 2005-2010 |
| Kia Carens III (UN) 2.0 CRDi | Hyundai / Kia D4EA / D4EB (2.0L & 2.2L CRDi) | 2006-2010 |
| Kia Cee'd / Pro Cee'd 2.0 CRDi | Hyundai / Kia D4EA / D4EB (2.0L & 2.2L CRDi) | 2007-2010 |
| Kia Magentis (MG) 2.0 CRDi | Hyundai / Kia D4EA / D4EB (2.0L & 2.2L CRDi) | 2006-2010 |
Technische Daten
| Spezifikation | Wert |
|---|---|
| SKU-Nummer | 0445110258 |
| Marke | Hyundai / Kia / BOSCH |
| Komponententyp | Complete Injector Assembly (Bosch Common Rail (CRI2 solenoid)) |
| OE-Nummer | 33800-27400 |
| SteuerventilKernwert | |
| DüsencodeKernwert | 🔗 Gemeinsame Düse (2 Baugruppen):0445110257 |
| Interne Düsen-TeilenummerKernwert | 🔗 Gemeinsame Düse (2 Baugruppen):0445110257 |
| Einspritzsystem | Bosch Common Rail (CRI2 solenoid) |
| BetriebsdruckKernwert | |
| Drehmomentvorgabe | 25-30 N·m |
| Spannpratzen-Drehmoment | 28-32 N·m |
| Garantie | 12 Months |
| Abgasnorm | Euro 4 |
| Motorenfamilie | Hyundai/Kia D4EA 2.0 CRDi |
| Steuergeräte-Codierung erforderlich | Yes (IMA Code) |
Einbauhinweise
Benötigte Werkzeuge: 10-mm- & 11-mm-Bremsleitungsschlüssel (Rail- und Injektor-Überwurfmuttern), Injektor-Gleithammer / Ausziehersatz (bei festsitzendem Injektor), Messing-Sitzreinigungsbürstensatz & Industriesauger, Dichtsitz-Fräswerkzeug (bei Brandgas-Erosion), Drehmomentschlüssel (Bereich 2 N·m – 40 N·m), ECU-Diagnosetester mit IMA-/QR-Codierfunktion, Digital-Bügelmessschraube / Tiefenmessschieber zur Kupferring-Prüfung
- Batterie abklemmen & Raildruck abbauen: Massekabel der Batterie trennen und vor dem Lösen von Kraftstoffverschraubungen über Live-Diagnosedaten sicherstellen, dass der Rail-Restdruck unter 10 bar abgesunken ist.
- Motorraum & Injektorschächte reinigen: Schmutzpartikel, Ölschlamm und lose Verunreinigungen rund um die Injektorschächte im Zylinderkopf gründlich mit Druckluft und Bremsenreiniger/Entfetter entfernen.
- Kabelbaum & Leckölanschlüsse kennzeichnen: Elektrische Steckverbindungen den jeweiligen Zylindern zuordnen und markieren; die empfindlichen Kunststoff-Halteklammern der Rücklaufleitung vorsichtig entriegeln.
- Hochdruckleitungen demontieren: Überwurfmuttern mit einem Leitungsschlüssel lösen; alle offenen Anschlüsse am Rail und an den Injektoren SOFORT mit sauberen Schutzkappen verschließen.
- Spannpratzenschrauben herausdrehen: Befestigungsschrauben der Spannpratzen lösen und entfernen. Beachten: Dehnschrauben müssen stets entsorgt und dürfen keinesfalls wiederverwendet werden.
- Injektor ausbauen: Injektor senkrecht nach oben herausziehen. Bei Verkokung oder Festklemmen einen zugelassenen mechanischen Gleithammer/Abzieher am Zulaufgewinde ansetzen, ohne den Injektorkörper zu verdrehen.
- Injektorschacht & Sitz prüfen: Kontrollieren, ob der alte Kupferdichtring am Boden des Injektorsitzes im Zylinderkopf verblieben ist; falls verklebt, vorsichtig mit einem Messing-Dichtringauszieher bergen.
- Injektorsitz reinigen & nachfräsen: Die Dichtfläche des Injektorsitzes mit speziellen Reinigungsbürsten bzw. Sitzfräsern säubern und Partikel per Industriestaubsauger absaugen, bis eine 100 % saubere, plane Metallfläche freiliegt.
- Neuen Kupferdichtring montieren: Neuen Kupferring nach OEM-Spezifikation und in vorgeschriebener Stärke (Standard 1,5 mm - 2,0 mm) einsetzen; ggf. mit etwas Hochtemperaturfett gegen Verrutschen fixieren.
- Injektor mit Keramikpaste montieren: Den Injektorkörperschaft dünn mit zugelassener Hochtemperatur-Keramikpaste bestreichen; Düsenspitze und Kupferdichtring dabei absolut trocken und fettfrei halten.
- Spannpratze vorschriftsmäßig festziehen: Spannpratzenschrauben ansetzen und mit einem kalibrierten Drehmomentschlüssel nach Herstellervorgabe vorschriftsmäßig anziehen (28-32 N·m).
- Hochdruckleitungen montieren: Überwurfmuttern zunächst von Hand ansetzen, um ein Verkanten des Gewindes zu vermeiden; anschließend die Anschlüsse an Injektor und Rail gleichmäßig auf 25-30 N·m festziehen.
- Leckölleitung & Kabelbaum anschließen: Lecköl-Rücklaufanschlüsse aufdrücken, bis die Rastnasen hörbar einrasten; elektrische Steckverbinder aufstecken und Sicherungslaschen fest verriegeln.
- IMA-/QR-Code-Codierung im Steuergerät & Entlüften: Den auf dem Injektorkopf eingeprägten individuellen alphanumerischen IMA-/QR-Code im Motorsteuergerät dem jeweiligen Zylinder zuweisen; Kraftstoffsystem vor dem ersten Starten entlüften/vorfördern.
- WICHTIGE IMA-KALIBRIERUNG: Nehmen Sie den Motor niemals ohne vorherige Codierung des neuen IMA-/QR-Abgleichcodes im Steuergerät in Betrieb - unkalibrierte Injektoren führen zu Verbrennungsnageln, Zylinderunwucht und vorzeitiger DPF-Beladung.
- ZWINGENDER KUPFERRING-WECHSEL: Installieren Sie ausnahmslos neue Kupferdichtringe und Dehnschrauben - die Wiederverwendung alter Dichtungen führt zu verheerenden Verbrennungsgas-Undichtigkeiten ('Black Death' / Teerbildung).
- KLINISCHE SAUBERKEIT BEIM KRAFTSTOFF: Bereits eine mikroskopische Verunreinigung ab 5 Mikrometer kann das interne Steuerventil F00VC01346 oder die Nadel blockieren - Schutzkappen erst unmittelbar vor der Leitungsverschraubung abziehen.
- STRIKTE PRATZEN-DREHMOMENTE: Halten Sie den Drehmomentbereich von 28-32 N·m exakt ein - ein Überziehen verzieht den Injektorkörper und führt zum Klemmen der inneren Bauteile.
Häufig gestellte Fragen und Diagnose
Erfordert der Bosch-Injektor 0445110258 eine Steuergerätecodierung (IMA- / QR-Code)?
Ja, für den Bosch-Injektor 0445110258 ist eine zylinderspezifische IMA-Kalibriercode-Programmierung im Motorsteuergerät (ECU) zwingend erforderlich. Jede Einheit verfügt über einen individuellen mehrstelligen Kalibriercode, der auf dem Gehäuse des elektrischen Steckers oder dem Magnetkopf eingeprägt ist und die Mengentoleranzen bei verschiedenen Raildrücken definiert. Das Einlernen dieses Codes mittels Diagnosetester (Bosch KTS, VCDS, ODIS, INPA/ISTA oder Autel MaxiSys) ist obligatorisch, um einen gleichmäßigen Zylinderleerlauf, die Einhaltung der Euro-4-Abgasnorm und ein sauberes Ansprechverhalten sicherzustellen.
Was sind die häufigsten Symptome eines defekten 0445110258-Injektors beim Hyundai / Kia D4EA 2.0 CRDi?
Häufige Symptome sind lange Startzeiten beim Kaltstart (verzögertes Anspringen), unruhiger oder sägender Leerlauf, Schwarzrauch beim Beschleunigen (Düsennadelverschleiß / Kraftstoffüberdosierung), Weißrauch beim Starten (unverbrannter Kraftstoffnebel), Nageln/Klopfen unter Last, erhöhter Kraftstoffverbrauch, Fehlzündungs-Fehlercodes (P0201-P0206 / P0300-P0306) sowie übermäßige Rücklaufmengen (Lecköl), die bei starker Beschleunigung Fehlercodes wegen unzureichendem Raildruck auslösen.
Sollte ich Injektoren einzeln oder als kompletten Satz austauschen?
Während der Austausch eines einzelnen defekten Injektors zulässig ist, sofern eine Kraftstoffverunreinigung ausgeschlossen werden kann, gilt bei Motoren mit über 150.000 km Laufleistung der komplette Tausch oder Prüfstandstest aller Injektoren als Best Practice. Der Verschleiß an Hochdruck-Steuerventil (F00VC01346) und Düse (DLLA150P1511) vollzieht sich über alle Zylinder hinweg ähnlich; der Verbau eines einzelnen neuen Injektors neben bereits verschlissenen Einheiten führt aufgrund von Mengendifferenzen häufig zu spürbaren Leerlaufvibrationen.
Warum müssen Kupferdichtring und Spannpratzenschraube bei jeder Montage erneuert werden?
Der Kupferdichtring gewährleistet die gasdichte Abdichtung zwischen Injektordüse und dem Brennraum im Zylinderkopf. Bei der Verbrennung treten Temperaturen von über 1.500 °C und Drücke von mehr als 150 bar auf. Ein bereits verpresster Kupferring verhärtet (Kaltverfestigung) und dichtet bei wiederholter Verwendung nicht mehr zuverlässig ab. Zudem sind die Spannpratzenschrauben in der Regel Dehnschrauben, die nur für den einmaligen Gebrauch konstruiert sind; eine Wiederverwendung birgt das Risiko eines Schraubenabrisses im Zylinderkopf oder eines Verlusts der nötigen Spannkraft.
Welche vorbeugenden Wartungsmaßnahmen sind nach dem Einbau von 0445110258-Austauschinjektoren erforderlich?
Erneuern Sie stets den Dieselfilter durch einen hochwertigen Filter nach OEM-Vorgabe (Filterfeinheit 3 bis 5 Mikrometer), prüfen Sie Kraftstofftank und Leitungen auf Metallspäne infolge von Hochdruckpumpenverschleiß, spülen Sie das Common-Rail-Rohr bei Vorhandensein von Partikeln, betanken Sie das Fahrzeug ausschließlich mit hochwertigem Diesel nach EN 590 und überprüfen Sie die Mengenkorrekturwerte (Laufruheregelung) per Diagnosesoftware nach 500 km Fahrt.
Fehlercodes (DTC) & Diagnoseprotokolle
Häufige Diagnose-Fehlercodes (DTCs), die ausgelöst werden, wenn dieser Common-Rail-Injektor Verschleiß, Schaltkreisfehler oder Kalibrierungsabweichungen aufweist:
Fuel Rail / System Pressure Too Low
Excessive internal backleak from worn control valve seats drops common rail pressure below target under engine load.
Injector Circuit Malfunction / Open Circuit
Solenoid coil resistance drift (0.2-0.5 Ω) or piezo stack degradation triggers driver stage shutdown on affected cylinders.
Cylinder Misfire & Balancing Deviation
Carbon-clogged nozzle spray holes or missing IMA calibration causes uneven cylinder contribution. Recode ECM and verify washer seating.
Fuel Rail / System Pressure Too High
Spill line backpressure or stuck metering valve prevents rail depressurization, creating overpressure risks under load.
Querverweise & Kompatibilität
Schwesterteile, Varianten derselben Plattform und bekannte Inkompatibilitäten.
Technische Diagnose- & Service-Protokolle
Verifizierte Prüfverfahren, Fehlercode-Grenzwerte und Werkstatt-SOPs für diese Baugruppe.