Katalog / BOSCH / 0445110253
BOSCH

0445110253

Technische Daten
SolenoidBosch Common Rail (CRI2.2 solenoid)Euro 4

BOSCH 0445110253 Common-Rail-Injektor für Hyundai Santa Fe CM / Grandeur TG 2.2 CRDi (D4EB)

Referenzdaten für Bosch 0445110253 Common-Rail-Injektor · OEM 33800-27800 · Anwendung Hyundai / Kia D4EA / D4EB (2.0L & 2.2L CRDi)
OE-REFERENZ33800-27800
STEUERVENTILF00VC01346
EINSPRITZDÜSEDLLA150P1512
BETRIEBSDRUCK1600 bar
ABGASNORMEuro 4
GARANTIE12 Monate
01

Produktübersicht

WERKSTATTHINWEISECU-Kalibrierung / IMA-Codierung erforderlich

Dieser Common-Rail-Injektor erfordert nach dem Austausch die Programmierung des 6-8-stelligen Kalibrierungscodes (IMA / QR-Code) in das Motorsteuergerät (ECU) mittels Bosch KTS oder eines geeigneten Diagnosetesters, um die Zylinderbalance sicherzustellen und Verbrennungsaussetzer (DTC P0300) zu vermeiden.

Der Bosch 0445110253 Common-Rail-Dieselinjektor ist eine authentische magnetventilgesteuerte CRI2.2-Einheit, entwickelt für Euro 4 Hyundai- und Kia-2.2L-CRDi-Motoren, vorrangig den D4EB-Reihenvierzylinder-Turbodiesel. Bei einem Systemdruck von bis zu 1600 bar arbeitet dieser Injektor mit einer hochpräzisen DLLA150P1512-Düse (Bosch-Baugruppe 0433171933) und einer F00VC01346-Steuerventilbaugruppe, um Mehrfacheinspritzungen pro Verbrennungszyklus mit herausragender Mengengenauigkeit umzusetzen. Über längere Betriebszeiten führt interner Bauteilverschleiß - insbesondere Ventilsitz-Auswaschungen oder Reibspuren an der Düsennadel - zu erhöhter Lecköl-Rücklaufmenge, Startschwierigkeiten, unruhigem Leerlauf, Rußausstoß und Zylinderungleichheiten unter Last. Der Austausch verschlissener Einheiten gegen vorschriftsmäßig kalibrierte 0445110253-Injektoren stellt das originale Zerstäubungsbild wieder her, senkt den Kraftstoffverbrauch, schützt den Dieselpartikelfilter und gewährleistet eine gleichmäßige Drehmomententfaltung über das gesamte Drehzahlband.

Vor Bestellung / Einbau prüfen

Wichtig: Bitte vor der Bestellung mit der Hyundai/Kia-OEM-Teilenummer 33800-27800 abgleichen. Jeder 0445110253-Injektor erfordert die Programmierung seines individuellen 7-stelligen Bosch-IMA-Kalibriercodes im Motorsteuergerät, um Zylindergleichlauf und exakte Einspritzmengen sicherzustellen.

Technische Referenzen: OEM-Werkstattdokumentation, Herstellerkataloge und Praxis-Instandsetzungsdaten.
02

Kompatible Injektoren

Hauptnummer
OE-Vergleichsnr.
Aftermarket
OE-Einspritzdüse
03

Fahrzeug- und Motorverwendung

FahrzeugMotorBaujahre
Hyundai Santa Fe II (CM) 2.2 CRDiHyundai / Kia D4EA / D4EB (2.0L & 2.2L CRDi)2006-2010
Hyundai Grandeur (TG) 2.2 CRDiHyundai / Kia D4EA / D4EB (2.0L & 2.2L CRDi)2006-2011
Hyundai Trajet (FO) 2.2 CRDi VGTHyundai / Kia D4EA / D4EB (2.0L & 2.2L CRDi)2006-2008
04

Technische Daten

SpezifikationWert
SKU-Nummer0445110253
MarkeHyundai / BOSCH
KomponententypComplete Injector Assembly (Bosch Common Rail (CRI2.2 solenoid))
OE-Nummer33800-27800
SteuerventilKernwert
🔗 Gemeinsames Ventil (5 Baugruppen):0445110254044511025704451102580445110269
DüsencodeKernwert
🔗 Gemeinsame Düse (2 Baugruppen):0445110254
Interne Düsen-TeilenummerKernwert
🔗 Gemeinsame Düse (2 Baugruppen):0445110254
EinspritzsystemBosch Common Rail (CRI2.2 solenoid)
BetriebsdruckKernwert
Drehmomentvorgabe25 N·m
Spannpratzen-Drehmoment28-32 N·m
Garantie12 Months
AbgasnormEuro 4
MotorenfamilieHyundai / Kia 2.2 CRDi (D4EB VGT)
Steuergeräte-Codierung erforderlichYes (IMA Code)
05

Einbauhinweise

Benötigte Werkzeuge: 10-mm- & 11-mm-Bremsleitungsschlüssel (Rail- und Injektor-Überwurfmuttern), Injektor-Gleithammer / Ausziehersatz (bei festsitzendem Injektor), Messing-Sitzreinigungsbürstensatz & Industriesauger, Dichtsitz-Fräswerkzeug (bei Brandgas-Erosion), Drehmomentschlüssel (Bereich 2 N·m – 40 N·m), ECU-Diagnosetester mit IMA-/QR-Codierfunktion, Digital-Bügelmessschraube / Tiefenmessschieber zur Kupferring-Prüfung

  1. Batterie trennen & System drucklos machen: Massekabel abklemmen und vor dem Öffnen der Kraftstoffleitungen per Livediagnose prüfen, ob der Rail-Restdruck unter 10 bar abgesunken ist.
  2. Motorraum & Injektorschächte säubern: Schmutzablagerungen, Staub und Ölschlamm rund um die Injektorensitze mit Bremsenreiniger und Druckluft rückstandsfrei entfernen.
  3. Kabelstrang & Leckölleitungen demontieren: Elektrische Stecker zylinderweise kennzeichnen und die empfindlichen Halteklammern der Rücklaufleitung vorsichtig aushängen.
  4. Hochdruckleitungen ausbauen: Leitungsverschraubungen mit Leitungsschlüssel lösen; alle Anschlüsse an Rail und Injektor UNVERZÜGLICH mit sauberen Schutzkappen verschließen.
  5. Spannpratzenschrauben entfernen: Befestigungsschrauben der Haltepratzen herausdrehen. Gebrauchte Dehnschrauben zwingend entsorgen und nicht wiederverwenden.
  6. Injektor herausziehen: Injektor axial nach oben entnehmen. Bei Verkokung freigegebenen Gleithammer oder Abzieher am Einlassgewinde ansetzen, ohne den Injektor zu verdrehen.
  7. Injektorschacht kontrollieren: Sicherstellen, dass die alte Kupferdichtung nicht am Schachtboden festsitzt; falls nötig, mit einem Messinghaken bergen.
  8. Dichtsitz reinigen & nacharbeiten: Dichtfläche am Schachtgrund mit Sitzbürsten säubern und bei Bedarf planfräsen; Verbrennungsrückstände vollständig absaugen (metallisch glänzender Sitz erforderlich).
  9. Neuen Kupferdichtring aufsetzen: Neuen OEM-Kupferdichtring in korrekter Stärke (üblich 1,5 mm - 2,0 mm) mit etwas Hochtemperaturfett am Injektorschaft fixieren.
  10. Injektorkörper montieren: Den Schaft des Injektors dünn mit hitzebeständiger Keramikpaste bestreichen; Düsennadelkuppe und Kupferdichtring absolut sauber und fettfrei halten.
  11. Spannpratze vorschriftsmäßig festziehen: Spannpratzenschraube eindrehen und mit Drehmomentschlüssel stufenweise auf den Sollwert von 28 N·m anziehen.
  12. Hochdruckleitungen ansetzen: Überwurfmuttern zuerst von Hand gewindegängig ansetzen, danach an Rail und Injektoreinlass gleichmäßig mit 25 N·m festziehen.
  13. Leckölrücklauf & Kabelstecker montieren: Rücklaufanschlüsse aufstecken, bis die Halteklammern spürbar einrasten; Kabelstecker aufsetzen und Arretierung sichern.
  14. IMA-Code im Steuergerät programmieren & entlüften: Den aufgedruckten individuellen IMA-/QR-Code im Steuergerät dem jeweiligen Zylinder zuweisen; Kraftstoffsystem vor dem ersten Motorstart gründlich vorfördern/entlüften.
Hinweise & Warnungen:
  • WICHTIGE IMA-KALIBRIERUNG: Den Motor keinesfalls ohne Programmierung der neuen IMA-Codes im Motorsteuergerät betreiben - unkalibrierte Injektoren führen zu Verbrennungsgeräuschen, unruhigem Motorlauf und DPF-Überlastung.
  • DICHTRING- & SCHRAUBENWECHSEL: Verwenden Sie ausnahmslos neue Kupferdichtringe und Dehnschrauben - wiederverwendete Dichtungen führen zu Verbrennungsgas-Leckagen ('Black Death').
  • MAXIMALE SAUBERKEIT: Bereits kleinste Verunreinigungen ab 5 Mikrometer blockieren das interne F00VC01346-Ventil oder die Düsennadel - Schutzstopfen erst unmittelbar vor Leitungsanschluss entfernen.
  • ANZUGSDREHMOMENTE BEACHTEN: Das vorgeschriebene Drehmoment von 28 N·m für die Spannpratze strikt einhalten - ein Überziehen verzieht den Injektorkörper und blockiert die Düsennadel.
06

Häufig gestellte Fragen und Diagnose

QMuss der Bosch-Injektor 0445110253 im Motorsteuergerät angelernt werden (IMA- / QR-Code)?

Ja, für den Bosch-Injektor 0445110253 ist die Eingabe des zylinderspezifischen IMA-Kalibriercodes in das Motorsteuergerät (ECU) zwingend erforderlich. Jede Einheit verfügt über einen individuellen mehrstelligen Code auf dem Steckergehäuse bzw. Magnetkopf, welcher Fertigungstoleranzen über verschiedene Raildruckbereiche ausgleicht. Das Einlernen über ein Diagnosesystem (z. B. Bosch KTS, VCDS, ODIS, INPA/ISTA oder Autel MaxiSys) stellt ruhigen Leerlauf, die Einhaltung der Euro-4-Grenzwerte und ein optimales Ansprechverhalten sicher.

QWelche Symptome deuten auf einen Defekt des 0445110253-Injektors beim Hyundai / Kia 2.2 CRDi (D4EB VGT) hin?

Typische Anzeichen sind verzögertes Startverhalten (besonders bei Kaltstart), unrunder Leerlauf, Ruß- oder Schwarzrauchentwicklung bei Last (durch Düsennadelverschleiß bzw. Überfettung), Weißrauch nach dem Kaltstart (unvollständige Verbrennung), Verbrennungsgeräusche (Nageln) unter Last, erhöhter Dieselverbrauch, Fehlzündungs-Fehlercodes (P0201-P0206 / P0300-P0306) sowie eine überhöhte Leckölmenge, die unter Volllast zu Raildruckabfall und Notlauf führen kann.

QSollten Injektoren einzeln oder als kompletter Satz ausgetauscht werden?

Sofern Kraftstoffverunreinigungen ausgeschlossen sind, ist der Austausch eines einzelnen defekten Injektors technisch möglich. Bei Motoren mit einer Laufleistung von über 150.000 km wird jedoch dringend empfohlen, alle Injektoren als Satz zu erneuern oder auf einem Prüfstand testen zu lassen. Das Steuerventil (F00VC01346) und die Düse (DLLA150P1512) unterliegen auf allen Zylindern ähnlichem Verschleiß; der Verbau eines einzelnen Neuteils führt durch Mengenunterschiede häufig zu spürbaren Laufunruhen im Leerlauf.

QWarum müssen Kupferdichtring und Spannpratzenschraube bei jeder Montage erneuert werden?

Der Kupferdichtring gewährleistet die gasdichte Abdichtung zwischen Injektordüse und Brennraum des Zylinderkopfs. Unter Betriebsbedingungen treten Verbrennungstemperaturen über 1.500 °C und Drücke von mehr als 150 bar auf. Ein gebrauchter Dichtring verhärtet unter Kompression (Kaltverfestigung) und verliert seine Dichtwirkung bei Wiederverwendung. Die Spannpratzenschrauben sind in der Regel Dehnschrauben für den Einmalgebrauch; ihre wiederholte Verwendung riskiert Schraubenabriss oder Spannkraftverlust.

QWelche Wartungsmaßnahmen sind nach dem Einbau neuer 0445110253-Injektoren zu beachten?

Erneuern Sie stets den Dieselfilter gegen ein hochwertiges Markenfilterelement (Filterfeinheit 3 bis 5 Mikrometer). Kontrollieren Sie Tank und Leitungen auf Metallspäne durch Hochdruckpumpenverschleiß, spülen Sie das Common-Rail-Rohr bei Bedarf gründlich, verwenden Sie Kraftstoff nach DIN EN 590 und überprüfen Sie nach circa 500 km Fahrstrecke die Mengenkorrekturwerte per Diagnosetester.

07

Fehlercodes (DTC) & Diagnoseprotokolle

Häufige Diagnose-Fehlercodes (DTCs), die ausgelöst werden, wenn dieser Common-Rail-Injektor Verschleiß, Schaltkreisfehler oder Kalibrierungsabweichungen aufweist:

P0087Critical

Fuel Rail / System Pressure Too Low

Excessive internal backleak from worn control valve seats drops common rail pressure below target under engine load.

P0201 - P0208High

Injector Circuit Malfunction / Open Circuit

Solenoid coil resistance drift (0.2-0.5 Ω) or piezo stack degradation triggers driver stage shutdown on affected cylinders.

P0300 / P0301+High

Cylinder Misfire & Balancing Deviation

Carbon-clogged nozzle spray holes or missing IMA calibration causes uneven cylinder contribution. Recode ECM and verify washer seating.

P0088High

Fuel Rail / System Pressure Too High

Spill line backpressure or stuck metering valve prevents rail depressurization, creating overpressure risks under load.

08

Querverweise & Kompatibilität

Schwesterteile, Varianten derselben Plattform und bekannte Inkompatibilitäten.

Technische Diagnose- & Service-Protokolle

Verifizierte Prüfverfahren, Fehlercode-Grenzwerte und Werkstatt-SOPs für diese Baugruppe.

Werkstatt-Diagnoseprotokoll

Common Rail Rücklaufmengenmessung: Grenzwerte & Prüfaufbau

Common-Rail Rücklaufmengenmessung: Prüfaufbau, Grenzwerte in ml/min und Diagnose von Steuerventil-Verschleiß bei Heißstartproblemen & Raildruckabfall.

Technischen Leitfaden lesen
IMA / QR Calibration

Bosch IMA Injektor-Codierung: Position & 6-9 Stellen

Bosch Common-Rail Injektor IMA-Code Anleitung: Laser-Code finden, 6-9 Zeichen Prüfsummenfehler beheben, Steuergerät anlernen & Prüfstandswerte.

Technischen Leitfaden lesen
COMMON-RAIL DIESEL WERKSTATT-SOP

Injektor-Demontage & Schachtreinigung: Werkstatt-SOP

Werkstatt-SOP für festsitzende Diesel-Injektoren: Pneumatische Vibro-Extraktion, chemische Rußlösung und beschädigungsfreies Nachfräsen des Sitzes.

Technischen Leitfaden lesen
MONTAGE- UND EINBAUPROTOKOLL

Injektor Drehmomente & Dehnschrauben Winkel Tabelle

Common-Rail Injektor Anzugsdrehmomente und Drehwinkel für Dehnschrauben. Werkstatt-Richtwerte für Bosch, Detroit DD13, Cummins & VAG 2.0 TDI in Nm.

Technischen Leitfaden lesen