0445110214
BOSCH 0445110214 Common-Rail-Injektor für Toyota Yaris / Yaris Verso 1.4 D-4D 1ND-TV
23670-0N020, 107750-0272F00VC01306DSLA150P10721600 barProduktübersicht
Der Bosch 0445110214 Common-Rail-Kraftstoffinjektor ist ein OEM-Magnetventil-Injektor der CRI2.1-Generation, der speziell für die turbogeladene Toyota 1.4 D-4D (1ND-TV) Dieselmotor-Plattform im Toyota Yaris und Yaris Verso entwickelt wurde. Ausgelegt für Spitzen-Systemdrücke bis zu 1600 bar, basiert diese Baugruppe auf der originalen Bosch-Lochdüse DSLA150P1072 (Teilenummer 0433175313), kombiniert mit dem hochpräzisen Steuerventilsatz F00VC01306. Diese hydraulische Abstimmung gewährleistet eine ultrafeine Zerstäubung sowie die exakte Voreinspritzungszumessung, die zur Erfüllung der Euro 3- und Euro 4-Abgasnormen erforderlich ist. Zu den typischen Ausfallsymptomen im Betrieb gehören eine überhöhte Rücklaufmenge durch internen Ventilsitzverschleiß, verlängertes Startverhalten bei betriebswarmem Motor, hörbares Verbrennungsklopfen, Zylinderaussetzer im Leerlauf sowie übermäßige Rußentwicklung unter Last.
Wichtiger Prüfhinweis: Bitte vor der Bestellung den Abgleich mit den Toyota-OE-Nummern 23670-0N020 oder 107750-0272 durchführen. Die individuelle IMA-Injektorkalibrierung (Mengenabgleichscode) im Motorsteuergerät ist bei der Montage zwingend erforderlich, um Zylindergleichlauffehler und unruhigen Leerlauf zu vermeiden.
Technische Daten
| Spezifikation | Wert |
|---|---|
| SKU-Nummer | 0445110214 |
| Marke | Toyota / BOSCH |
| Komponententyp | Complete Injector Assembly (Bosch Common Rail (CRI2.1 solenoid)) |
| OE-Nummer | 23670-0N020, 107750-0272 |
| SteuerventilKernwert | 🔗 Gemeinsames Ventil (2 Baugruppen):0445110215 |
| DüsencodeKernwert | 🔗 Gemeinsame Düse (2 Baugruppen):0445110215 |
| Interne Düsen-TeilenummerKernwert | 🔗 Gemeinsame Düse (2 Baugruppen):0445110215 |
| Einspritzsystem | Bosch Common Rail (CRI2.1 solenoid) |
| BetriebsdruckKernwert | |
| Drehmomentvorgabe | 25 N·m |
| Spannpratzen-Drehmoment | 21 N·m |
| Garantie | 12 Months |
| Abgasnorm | Euro 3 / Euro 4 |
| Motorenfamilie | 1ND-TV (1.4 D-4D) |
| Steuergeräte-Codierung erforderlich | Yes (IMA Code) |
Einbauhinweise
Benötigte Werkzeuge: 10-mm- & 11-mm-Bremsleitungsschlüssel (Rail- und Injektor-Überwurfmuttern), Injektor-Gleithammer / Ausziehersatz (bei festsitzendem Injektor), Messing-Sitzreinigungsbürstensatz & Industriesauger, Dichtsitz-Fräswerkzeug (bei Brandgas-Erosion), Drehmomentschlüssel (Bereich 2 N·m – 40 N·m), ECU-Diagnosetester mit IMA-/QR-Codierfunktion, Digital-Bügelmessschraube / Tiefenmessschieber zur Kupferring-Prüfung
- Batterie abklemmen & Raildruck abbauen: Massekabel der Batterie trennen und vor dem Lösen von Kraftstoffverschraubungen über Live-Diagnose prüfen, ob der Restdruck im Rail unter 10 bar gefallen ist.
- Motorraum & Injektorschächte reinigen: Schmutz, Ölschlamm und lose Partikel im Bereich der Zylinderkopf-Injektorschächte mit Bremsenreiniger und Druckluft gründlich entfernen.
- Kabelstrang & Leckölanschlüsse kennzeichnen: Elektrische Stecker zylinderweise markieren und die empfindlichen Kunststoffclips der Leckölrücklaufleitung vorsichtig entriegeln.
- Hochdruckleitungen demontieren: Überwurfmuttern mit einem Leitungsschlüssel lösen; offene Anschlüsse an Rail und Injektor SOFORT mit sauberen Verschlusskappen verschließen.
- Spannpratzenschrauben herausdrehen: Schrauben der Haltepratze lösen und entfernen. Beachten: Dehnschrauben müssen zwingend entsorgt und dürfen keinesfalls wiederverwendet werden.
- Injektorkörper herausziehen: Injektor gerade nach oben herausziehen. Bei Verkokung einen passenden mechanischen Auszieher/Gleithammer am Zulaufanschluss ansetzen, ohne den Injektorkörper zu verdrehen.
- Injektorschacht & Sitz prüfen: Sicherstellen, dass der alte Kupferdichtring nicht am Schachtgrund festgebacken ist; falls nötig mit einem Messinghaken/Dichtringabzieher bergen.
- Injektorsitz reinigen & nachfräsen: Die Dichtfläche im Zylinderkopf mit speziellen Reinigungsbürsten bzw. Sitzfräser und Werkstattsauger reinigen, bis das Metall vollkommen blank und plan ist.
- Neuen Kupferdichtring montieren: Neuen Dichtring nach OEM-Vorgabe (Standardstärke 1,5 mm - 2,0 mm) mit etwas Hochtemperaturfett an der Düsenspitze fixieren.
- Injektor mit Keramikpaste montieren: Injektorschaft hauchdünn mit zugelassener Hochtemperatur-Keramikpaste bestreichen; Düsenkuppe und Kupferdichtring müssen absolut fettfrei und sauber bleiben.
- Spannpratze vorschriftsmäßig anziehen: Neue Spannpratzenschrauben ansetzen und mit einem kalibrierten Drehmomentschlüssel stufengerecht auf Herstellervorgabe (21 N·m) anziehen.
- Hochdruckleitungen montieren: Überwurfmuttern zuerst von Hand ansetzen, um Verkanten zu vermeiden, danach Injektor- und Railanschlüsse gleichmäßig mit 25 N·m festziehen.
- Rücklaufleitung & Kabelbaum anschließen: Leckölclips aufdrücken, bis die Sicherungskragen hörbar einrasten; elektrischen Steckverbinder aufstecken und Verriegelung sichern.
- IMA-/QR-Code im Steuergerät programmieren & Kraftstoffsystem entlüften: Den auf dem Injektorkopf eingravierten alphanumerischen IMA-Code dem entsprechenden Zylinder im Steuergerät zuweisen; Kraftstoffsystem vor dem ersten Startversuch gründlich entlüften/vorfördern.
- WICHTIGE IMA-KALIBRIERUNG: Den Motor niemals betreiben, ohne den neuen IMA-/QR-Korrekturcode im Motorsteuergerät einzutragen - nicht angelernte Injektoren führen zu Verbrennungsklopfen, Zylinderungleichlauf und vorzeitiger DPF-Überladung.
- ZWINGENDER DICHTRINGWECHSEL: Immer nagelneue Kupferdichtringe und Dehnschrauben verwenden - die Wiederverwendung alter Dichtungen führt zu verheerendem Verbrennungsgas-Austritt (Verkokung / 'Black Death').
- HÖCHSTE SAUBERKEIT AM KRAFTSTOFFSYSTEM: Schon mikroskopische Schmutzpartikel ab 5 Mikrometer können das interne Ventil F00VC01306 oder die Nadel blockieren - Verschlusskappen erst unmittelbar vor der Montage entfernen.
- ANZUGSDREHMOMENT DER SPANNPRATZE: Das vorgeschriebene Drehmoment von 21 N·m exakt einhalten - ein Überziehen verzieht den Injektorkörper und führt zum Klemmen der Düsennadel.
Häufig gestellte Fragen und Diagnose
Muss der Bosch-Injektor 0445110214 im Motorsteuergerät angelernt werden (IMA- / QR-Code)?
Ja, für den Bosch-Injektor 0445110214 ist eine zylinderspezifische IMA-Kalibrierung (Injektor-Mengenabgleich) im Motorsteuergerät (ECU) zwingend erforderlich. Jede Einheit verfügt über einen individuellen mehrstelligen Kalibrierungscode, der auf dem Spulenkopf bzw. am elektrischen Anschluss eingraviert ist. Dieser Code definiert die Fertigungstoleranzen der Einspritzmenge über verschiedene Raildruckbereiche hinweg. Das Einprogrammieren dieses Codes über ein Diagnosetool (Bosch KTS, VCDS, ODIS, INPA/ISTA oder Autel MaxiSys) ist notwendig, um einen ruhigen Leerlauf, die Einhaltung der Euro 3- / Euro 4-Abgasnormen und eine gleichmäßige Gasannahme sicherzustellen.
Was sind die häufigsten Symptome eines defekten Injektors 0445110214 beim Toyota 1ND-TV (1.4 D-4D)?
Typische Symptome sind verzögerter Kaltstart (langes Anlassen), unruhig sägender Leerlauf, Schwarzrauch beim Beschleunigen (Düsenverschleiß/Überfettung), Weißrauch beim Starten (unverbrannter Kraftstoffnebel), Nageln/Klopfen unter Last, erhöhter Kraftstoffverbrauch, Zündungs-/Verbrennungsaussetzer-Fehlercodes (P0201-P0206 / P0300-P0306) sowie überhöhte Kraftstoff-Rücklaufmengen, die bei starker Beschleunigung Raildruck-Fehler auslösen.
Sollten Injektoren einzeln oder als kompletter Satz ausgetauscht werden?
Obwohl der Austausch eines einzelnen defekten Injektors zulässig ist - vorausgesetzt, eine Kraftstoffkontamination ist ausgeschlossen -, empfiehlt die fachmännische Werkstattpraxis bei Motoren mit über 150.000 km Laufleistung den Austausch oder die Prüfstandprüfung aller Injektoren als Komplettsatz. Der Verschleiß am Hochdrucksteuerventil (F00VC01306) und an der Einspritzdüse (DSLA150P1072) verläuft auf allen Zylindern annähernd gleichförmig; der Verbau eines Neuteils neben verschlissenen Injektoren führt aufgrund von Fördermengenabweichungen häufig zu spürbaren Leerlaufvibrationen.
Warum müssen Kupferdichtring und Spannpratzenschraube bei jeder Montage erneuert werden?
Der Kupferdichtring bildet die entscheidende gasdichte Abdichtung zwischen der Injektordüse und dem Brennraum des Zylinderkopfs. Während der Verbrennung herrschen Temperaturen über 1.500 °C und Drücke von über 150 bar. Ein bereits gepresster Kupferring verhärtet durch Kaltverfestigung und dichtet bei erneuter Montage nicht mehr zuverlässig ab. Zudem handelt es sich bei den Spannpratzenschrauben meist um Dehnschrauben, die nur für den einmaligen Gebrauch konstruiert sind; eine Wiederverwendung birgt das Risiko eines Schraubenabrisses im Zylinderkopf oder eines Spannkraftverlusts.
Welche präventiven Wartungsmaßnahmen sind nach dem Einbau von 0445110214-Ersatzinjektoren erforderlich?
Erneuern Sie stets den Dieselfilter durch einen hochwertigen Filter nach OEM-Spezifikation (3 bis 5 Mikrometer Filterfeinheit), prüfen Sie den Kraftstofftank und die Leitungen auf Metallspäne durch Hochdruckpumpenverschleiß, spülen Sie das Common-Rail bei Verschmutzungen, betanken Sie ausschließlich Qualitätskraftstoff nach DIN EN 590 und kontrollieren Sie nach rund 500 km Fahrstrecke die Mengenkorrekturwerte (Laufruheregelung) per Diagnosesoftware.
Fehlercodes (DTC) & Diagnoseprotokolle
Häufige Diagnose-Fehlercodes (DTCs), die ausgelöst werden, wenn dieser Common-Rail-Injektor Verschleiß, Schaltkreisfehler oder Kalibrierungsabweichungen aufweist:
Fuel Rail / System Pressure Too Low
Excessive internal backleak from worn control valve seats drops common rail pressure below target under engine load.
Injector Circuit Malfunction / Open Circuit
Solenoid coil resistance drift (0.2-0.5 Ω) or piezo stack degradation triggers driver stage shutdown on affected cylinders.
Cylinder Misfire & Balancing Deviation
Carbon-clogged nozzle spray holes or missing IMA calibration causes uneven cylinder contribution. Recode ECM and verify washer seating.
Fuel Rail / System Pressure Too High
Spill line backpressure or stuck metering valve prevents rail depressurization, creating overpressure risks under load.
Querverweise & Kompatibilität
Schwesterteile, Varianten derselben Plattform und bekannte Inkompatibilitäten.
Technische Diagnose- & Service-Protokolle
Verifizierte Prüfverfahren, Fehlercode-Grenzwerte und Werkstatt-SOPs für diese Baugruppe.