0445110319
BOSCH 0445110319 Common-Rail-Injektor für Hyundai i20 / i30 & Kia Cee'd / Soul 1.4 & 1.6 CRDi
33800-2A900F00VC01347DLLA156P17421600 barProduktübersicht
Der Bosch 0445110319 Common-Rail-Dieselinjektor ist eine magnetventilgesteuerte OEM-Komponente, die für die 1,4-Liter- (D4FC) und 1,6-Liter- (D4FB) U2-CRDi-Turbodieselmotoren von Hyundai und Kia entwickelt wurde. Basierend auf der Bosch-CRI2.2-Einspritzplattform unterstützt er maximale Raildrücke von bis zu 1600 bar zur Erfüllung der strengen Euro-5-Abgasnormen. Die interne hydraulische Baugruppe umfasst eine hochpräzise DLLA156P1742-Mehrlochdüse (Baugruppenteilenummer 0433172065) sowie eine schnell ansprechende F00VC01347-Steuerventilbaugruppe. Ein Verschleiß dieser internen Dosierflächen äußert sich typischerweise durch übermäßige Rücklaufmengen (Lecköl), Heißstartprobleme, unruhigen Leerlauf, erhöhten Kraftstoffverbrauch und Raildruck-Abweichungsfehler im Motorsteuergerät (DTCs). Die Instandsetzung erfordert den vollständigen Austausch des Injektors sowie die zwingend erforderliche Neukalibrierung mittels des aufgedruckten IMA-Codes, um die werksseitige Voreinspritzungs-Zeitsteuerung und den Zylindergleichlauf wiederherzustellen.
Vor dem Austausch stets die OE-Prägung 33800-2A900 prüfen; die Programmierung des individuellen 7-stelligen Bosch-IMA-Codes in das Motorsteuergerät ist zwingend erforderlich, um den Zylindergleichlauf zu gewährleisten.
Fahrzeug- und Motorverwendung
| Fahrzeug | Motor | Baujahre |
|---|---|---|
| Hyundai i20 (PB, PBT) 1.4 CRDi | Hyundai / Kia U2 CRDi (1.4L / 1.5L / 1.6L / 1.7L D4FA / D4FB / D4FC / D4FD) | 2008-2015 |
| Hyundai i20 (PB, PBT) 1.6 CRDi | Hyundai / Kia U2 CRDi (1.4L / 1.5L / 1.6L / 1.7L D4FA / D4FB / D4FC / D4FD) | 2009-2012 |
| Hyundai i30 / i30 CW (FD) 1.6 CRDi | Hyundai / Kia U2 CRDi (1.4L / 1.5L / 1.6L / 1.7L D4FA / D4FB / D4FC / D4FD) | 2007-2012 |
| Hyundai ix20 (JC) 1.6 CRDi | Hyundai / Kia U2 CRDi (1.4L / 1.5L / 1.6L / 1.7L D4FA / D4FB / D4FC / D4FD) | 2010-2015 |
| Kia Cee'd / Cee'd SW / Pro Cee'd (ED) 1.6 CRDi | Hyundai / Kia U2 CRDi (1.4L / 1.5L / 1.6L / 1.7L D4FA / D4FB / D4FC / D4FD) | 2006-2012 |
| Kia Soul (AM) 1.6 CRDi | Hyundai / Kia U2 CRDi (1.4L / 1.5L / 1.6L / 1.7L D4FA / D4FB / D4FC / D4FD) | 2009-2014 |
| Kia Venga (YN) 1.4 / 1.6 CRDi | Hyundai / Kia U2 CRDi (1.4L / 1.5L / 1.6L / 1.7L D4FA / D4FB / D4FC / D4FD) | 2009-2015 |
| Kia Carens III (UN) 1.6 CRDi | Hyundai / Kia U2 CRDi (1.4L / 1.5L / 1.6L / 1.7L D4FA / D4FB / D4FC / D4FD) | 2010-2013 |
Technische Daten
| Spezifikation | Wert |
|---|---|
| SKU-Nummer | 0445110319 |
| Marke | Hyundai / Kia / BOSCH |
| Komponententyp | Complete Injector Assembly (Bosch Common Rail (CRI2.2 solenoid)) |
| OE-Nummer | 33800-2A900 |
| SteuerventilKernwert | |
| DüsencodeKernwert | 🔗 Gemeinsame Düse (2 Baugruppen):0445110320 |
| Interne Düsen-TeilenummerKernwert | 🔗 Gemeinsame Düse (2 Baugruppen):0445110320 |
| Einspritzsystem | Bosch Common Rail (CRI2.2 solenoid) |
| BetriebsdruckKernwert | |
| Drehmomentvorgabe | 25-28 N·m |
| Spannpratzen-Drehmoment | 28-32 N·m |
| Garantie | 12 Months |
| Abgasnorm | Euro 5 |
| Motorenfamilie | Hyundai / Kia U2-Line 1.4 & 1.6 CRDi (D4FC / D4FB) |
| Steuergeräte-Codierung erforderlich | Yes (IMA Code) |
Einbauhinweise
Benötigte Werkzeuge: 10-mm- & 11-mm-Bremsleitungsschlüssel (Rail- und Injektor-Überwurfmuttern), Injektor-Gleithammer / Ausziehersatz (bei festsitzendem Injektor), Messing-Sitzreinigungsbürstensatz & Industriesauger, Dichtsitz-Fräswerkzeug (bei Brandgas-Erosion), Drehmomentschlüssel (Bereich 2 N·m – 40 N·m), ECU-Diagnosetester mit IMA-/QR-Codierfunktion, Digital-Bügelmessschraube / Tiefenmessschieber zur Kupferring-Prüfung
- Batterie abklemmen & Raildruck abbauen: Massekabel der Batterie trennen und vor dem Lösen von Kraftstoffverbindungen per Live-Diagnose sicherstellen, dass der Restdruck im Rail unter 10 bar gefallen ist.
- Motorraum & Injektorschächte reinigen: Schmutz, Ölschlamm und lose Partikel rund um die Injektorschächte des Zylinderkopfs mit Druckluft und Entfetter gründlich entfernen.
- Kabelstrang & Leckölleitungen kennzeichnen: Steckverbindungen den Zylindern zuordnen und markieren; empfindliche Kunststoff-Halteclips der Lecköl-Rücklaufleitung vorsichtig entriegeln.
- Hochdruckleitungen demontieren: Überwurfmuttern mit einem Leitungsschlüssel lösen; alle offenen Anschlüsse am Rail sowie an den Injektorzuläufen SOFORT mit sauberen Verschlusskappen abdichten.
- Spannpratzenschrauben lösen: Befestigungsschrauben der Spannpratzen herausdrehen. Beachten: Dehnschrauben müssen grundsätzlich entsorgt und dürfen keinesfalls wiederverwendet werden.
- Injektorkörper herausziehen: Injektor senkrecht nach oben herausziehen. Bei Verkokung einen geeigneten mechanischen Auszieher/Gleithammer am Zulaufadapter anbringen, ohne den Injektorkörper dabei zu verdrehen.
- Injektorschacht & Sitz prüfen: Kontrollieren, ob der alte Kupferdichtring auf dem Grund des Injektorsitzes verblieben ist; falls nötig, mit einem Messing-Dichtringauszieher vorsichtig bergen.
- Injektorsitz reinigen & nacharbeiten: Dichtfläche im Zylinderkopf mit speziellen Sitzreinigungsbürsten säubern und ggf. nachfräsen, bis der Sitz metallisch blank und vollkommen plan ist; Partikel mit Industriesauger absaugen.
- Neuen Kupferdichtring einsetzen: Neuen Kupferdichtring nach OEM-Spezifikation in vorgegebener Stärke (Standard 1,5 mm - 2,0 mm) montieren; etwas Hochtemperaturfett verhindert das Verrutschen beim Einsetzen.
- Injektor mit Keramikpaste montieren: Den Injektorkörper-Schaft dünn mit zugelassener Hochtemperatur-Keramikpaste bestreichen; Düsenspitze und Kupferdichtring müssen absolut fettfrei und sauber bleiben.
- Spannpratze vorschriftsmäßig festziehen: Schrauben der Spannpratze einsetzen und stufenweise nach Herstellervorgabe mit einem kalibrierten Drehmomentschlüssel auf 28-32 N·m anziehen.
- Hochdruckleitungen montieren: Überwurfmuttern zunächst von Hand ansetzen, um ein Verkanten des Gewindes zu vermeiden; anschließend Injektor- und Railverschraubungen gleichmäßig auf 25-28 N·m festziehen.
- Leckölleitung & Kabelbaum anschließen: Lecköl-Schnellkupplungen aufdrücken, bis die Sicherungskragen hörbar einrasten; elektrische Stecker aufstecken und Verriegelungslasche fest arretieren.
- IMA-/QR-Code-Kalibrierung im Steuergerät & Kraftstoffsystem entlüften: Den auf dem Injektorkopf eingeprägten individuellen alphanumerischen IMA-/QR-Code im entsprechenden Zylinder des Motorsteuergeräts programmieren; Kraftstoffsystem vor dem ersten Startversuch gründlich entlüften/vorfördern.
- WICHTIGE IMA-KALIBRIERUNG: Den Motor niemals ohne Programmierung der neuen IMA-/QR-Korrekturwerte im Steuergerät betreiben - unkalibrierte Injektoren führen zu Verbrennungsklopfen, Zylinderungleichheiten und vorzeitiger DPF-Überladung.
- ZWINGENDER KUPFERRING-AUSTAUSCH: Stets fabrikneue Kupferdichtringe und neue Dehnschrauben für die Spannpratzen verwenden - wiederverwendete Dichtungen führen zu gravierenden Verbrennungsgas-Undichtigkeiten ('Black Death'-Verkokung).
- HÖCHSTE SAUBERKEIT BEIM KRAFTSTOFFSYSTEM: Bereits mikroskopische Schmutzpartikel ab 5 Mikrometer können das interne F00VC01347-Ventil oder die Düsennadel blockieren - alle Schutzkappen erst unmittelbar vor der Montage abnehmen.
- ANZUGSDREHMOMENT DER SPANNPRATZE BEACHTEN: Die Anzugsreihenfolge und das Drehmoment von 28-32 N·m strikt einhalten - ein Überziehen verzieht den Injektorkörper und führt zum Klemmen der Nadel.
Häufig gestellte Fragen und Diagnose
Muss der Bosch-Injektor 0445110319 im Steuergerät codiert werden (IMA- / QR-Code)?
Ja, der Bosch-Injektor 0445110319 erfordert die zylinderspezifische Programmierung des IMA-Kalibrierungscodes in das Motorsteuergerät (ECU). Jede Einheit besitzt einen eindeutigen mehrstelligen Kalibrierungscode, der auf dem Gehäuse des elektrischen Steckers oder dem Magnetventilkopf eingeprägt ist und die Einspritztoleranzen über mehrere Raildruckpunkte hinweg definiert. Die Programmierung dieses Codes mittels eines Diagnosetesters (Bosch KTS, VCDS, ODIS, INPA/ISTA oder Autel MaxiSys) ist zwingend erforderlich, um einen gleichmäßigen Zylinderleerlauf, die Einhaltung der Euro-5-Abgasnorm und ein sauberes Ansprechverhalten zu gewährleisten.
Was sind die häufigsten Symptome eines defekten 0445110319-Injektors bei Hyundai / Kia U2-Line 1.4 & 1.6 CRDi (D4FC / D4FB)?
Zu den typischen Symptomen gehören lange Startzeiten beim Kaltstart, unruhiger oder sägender Leerlauf, Schwarzrauch beim Beschleunigen (Düsen-Nadelverschleiß / Überfettung), Weißrauch beim Anlassen (unverbrannter Kraftstoffnebel), Nageln/Klopfen unter Last, erhöhter Kraftstoffverbrauch, Fehlzündungs-Fehlercodes einzelner Zylinder (P0201-P0206 / P0300-P0306) sowie eine zu hohe Lecköl-Rücklaufmenge, die bei starker Beschleunigung Fehlercodes wegen unzureichendem Raildruck auslöst.
Sollte ich Injektoren einzeln oder als kompletten Satz austauschen?
Obwohl der Austausch eines einzelnen defekten Injektors zulässig ist, sofern eine Kraftstoffkontamination ausgeschlossen wurde, entspricht es bei Motoren mit über 150.000 km der fachgerechten Praxis, alle Injektoren als kompletten Satz auszutauschen oder auf dem Prüfstand zu testen. Der Verschleiß an Steuerventil (F00VC01347) und Düse (DLLA156P1742) tritt gleichmäßig auf allen Zylindern auf; der Einbau eines einzelnen Neuteils neben verschlissenen Einheiten führt aufgrund von Einspritzmengenabweichungen häufig zu spürbaren Leerlaufvibrationen.
Warum müssen Kupferdichtring und Spannpratzenschraube bei jeder Montage erneuert werden?
Der Kupferdichtring bildet die entscheidende gasdichte Abdichtung zwischen Injektordüse und dem Brennraum im Zylinderkopf. Während der Verbrennung treten Temperaturen von über 1.500 °C und Drücke von über 150 bar auf. Ein einmal komprimierter Dichtring verfestigt sich kalt und dichtet bei Wiederverwendung nicht mehr zuverlässig ab. Zudem sind die meisten Befestigungsschrauben der Spannpratzen Dehnschrauben, die ausschließlich für den einmaligen Gebrauch bestimmt sind; bei Wiederverwendung droht ein Abreißen der Schraube im Zylinderkopf oder der Verlust der erforderlichen Klemmkraft.
Welche vorbeugende Wartung ist nach dem Einbau von Ersatzinjektoren 0445110319 erforderlich?
Tauschen Sie stets den Dieselfilter gegen einen hochwertigen Filter nach OEM-Spezifikation (Filterfeinheit 3 bis 5 Mikrometer) aus, untersuchen Sie Kraftstofftank und -leitungen auf Metallspäne durch Hochdruckpumpenverschleiß, spülen Sie das Common-Rail-Rohr bei Vorhandensein von Ablagerungen, tanken Sie hochwertigen Dieselkraftstoff nach EN 590 und prüfen Sie nach rund 500 km Fahrstrecke die Leerlaufruheregelungswerte (Mengenkorrektur) per Diagnosesoftware.
Fehlercodes (DTC) & Diagnoseprotokolle
Häufige Diagnose-Fehlercodes (DTCs), die ausgelöst werden, wenn dieser Common-Rail-Injektor Verschleiß, Schaltkreisfehler oder Kalibrierungsabweichungen aufweist:
Fuel Rail / System Pressure Too Low
Excessive internal backleak from worn control valve seats drops common rail pressure below target under engine load.
Injector Circuit Malfunction / Open Circuit
Solenoid coil resistance drift (0.2-0.5 Ω) or piezo stack degradation triggers driver stage shutdown on affected cylinders.
Cylinder Misfire & Balancing Deviation
Carbon-clogged nozzle spray holes or missing IMA calibration causes uneven cylinder contribution. Recode ECM and verify washer seating.
Fuel Rail / System Pressure Too High
Spill line backpressure or stuck metering valve prevents rail depressurization, creating overpressure risks under load.
Querverweise & Kompatibilität
Schwesterteile, Varianten derselben Plattform und bekannte Inkompatibilitäten.
Technische Diagnose- & Service-Protokolle
Verifizierte Prüfverfahren, Fehlercode-Grenzwerte und Werkstatt-SOPs für diese Baugruppe.