0445110008
BOSCH 0445110008 Common-Rail-Injektor für Peugeot 206 / 306 / 406 & Citroën Xsara / Xantia 2.0 HDi
198071, 198072, 198093, 9456182480, 9635196580, 96375360F00VC01003DSLA142P7951350 barProduktübersicht
Der Bosch 0445110008 ist ein Magnetventil-Common-Rail-Dieselinjektor der ersten Generation (CRI1-13), entwickelt für PSA DW10ATED (RHZ) und DW10TD (RHY) 2,0-Liter-HDi- sowie Fiat JTD-8-Ventil-Motoren. Ausgelegt für einen maximalen Raildruck von 1350 bar unter dem Motorsteuergerät Bosch EDC15C2, setzt diese Baugruppe auf die kalibrierte Düse DSLA142P795 (Teilenummer 0433175196) und die hochpräzise Steuerventilbaugruppe F00VC01003, um eine exakte Kraftstoffzumessung und Zerstäubung zu gewährleisten. Zu den typischen Ausfallursachen bei hoher Laufleistung gehören Ventilsitz-Erosion mit übermäßiger Rücklaufmenge, schlechtes Anspringverhalten oder Startunwilligkeit durch unzureichenden Raildruckaufbau, Schwarzrauchbildung durch Verschleiß des Düsennadelsitzes sowie Leistungsaussetzer unter Last. Eine Generalüberholung erfordert originale interne Dichtelemente und eine präzise dynamische Mengenkalibrierung auf dem Prüfstand, um die werksseitigen Einspritzmengen und die Einhaltung der Euro-3-Abgasnorm wiederherzustellen.
Vor der Installation die Erstausrüster-Referenzen (PSA 198071 / Fiat 9456182480) abgleichen; frühe Bosch CRI1-13-Injektoren nutzen Injektorklassen-Klassifizierungen anstelle individueller alphanumerischer IMA-Codes.
Fahrzeug- und Motorverwendung
| Fahrzeug | Motor | Baujahre |
|---|---|---|
| Peugeot 406 2.0 HDi | PSA DW10 / DW10ATED (2.0 HDi / 2.0 JTD RHY / RHZ / RHS) | 1998-2004 |
| Peugeot 306 / 206 / Partner 2.0 HDi | PSA DW10 / DW10ATED (2.0 HDi / 2.0 JTD RHY / RHZ / RHS) | 1999-2004 |
| Citroen Xantia / Xsara Picasso 2.0 HDi | PSA DW10 / DW10ATED (2.0 HDi / 2.0 JTD RHY / RHZ / RHS) | 1999-2004 |
| Citroen Berlingo / Xsara 2.0 HDi | PSA DW10 / DW10ATED (2.0 HDi / 2.0 JTD RHY / RHZ / RHS) | 1999-2004 |
| Fiat Scudo / Ulysse 2.0 JTD | PSA DW10 / DW10ATED (2.0 HDi / 2.0 JTD RHY / RHZ / RHS) | 1999-2002 |
Technische Daten
| Spezifikation | Wert |
|---|---|
| SKU-Nummer | 0445110008 |
| Marke | Peugeot / Citroen / Fiat / BOSCH |
| Komponententyp | Complete Injector Assembly (Bosch Common Rail (CRI1-13 solenoid)) |
| OE-Nummer | 198071, 198072, 198093, 9456182480, 9635196580, 96375360 |
| SteuerventilKernwert | |
| DüsencodeKernwert | 🔗 Gemeinsame Düse (2 Baugruppen):0445110044 |
| Interne Düsen-TeilenummerKernwert | 🔗 Gemeinsame Düse (2 Baugruppen):0445110044 |
| Einspritzsystem | Bosch Common Rail (CRI1-13 solenoid) |
| BetriebsdruckKernwert | |
| Drehmomentvorgabe | 25 N·m |
| Spannpratzen-Drehmoment | 30 N·m |
| Garantie | 12 Months |
| Abgasnorm | Euro 3 |
| Motorenfamilie | PSA DW10 2.0 HDi / JTD (1997 cc) |
| Steuergeräte-Codierung erforderlich | Verify with OEM tool |
| Magnetventil-Baugruppe | F00VC30057 |
| Dichtringsatz | F00VC99002 |
Einbauhinweise
Benötigte Werkzeuge: 10-mm- & 11-mm-Bremsleitungsschlüssel (Rail- und Injektor-Überwurfmuttern), Injektor-Gleithammer / Ausziehersatz (bei festsitzendem Injektor), Messing-Sitzreinigungsbürstensatz & Industriesauger, Dichtsitz-Fräswerkzeug (bei Brandgas-Erosion), Drehmomentschlüssel (Bereich 2 N·m – 40 N·m), ECU-Diagnosetester mit IMA-/QR-Codierfunktion, Digital-Bügelmessschraube / Tiefenmessschieber zur Kupferring-Prüfung
- Batterie abklemmen & Raildruck abbauen: Massekabel der Batterie abklemmen und über die Live-Diagnose prüfen, ob der Rail-Restdruck vor dem Lösen von Kraftstoffverschraubungen unter 10 bar abgesunken ist.
- Motorraum & Injektorschächte reinigen: Schmutz, Ölrückstände und lose Partikel rund um die Injektorschächte im Zylinderkopf mit Bremsenreiniger und Druckluft gründlich entfernen.
- Kabelstrang & Leckölanschlüsse kennzeichnen: Elektrische Steckverbindungen den Zylindern zuordnen und die empfindlichen Rücklauf-Halteklammern vorsichtig lösen.
- Hochdruckleitungen demontieren: Überwurfmuttern mit einem offenen Leitungsschlüssel lösen; sofort alle offenen Anschlüsse am Rail und Injektoreinlass mit sauberen Verschlusskappen versiegeln.
- Spannpratzenschrauben herausdrehen: Befestigungsschrauben der Spannpratzen lösen. Dehnschrauben dürfen keinesfalls wiederverwendet werden und müssen entsorgt werden.
- Injektorkörper herausziehen: Injektor senkrecht nach oben herausziehen. Bei Verkokung einen passenden mechanischen Gleithammer am Einlassgewinde ansetzen, ohne den Injektorkörper zu verdrehen.
- Injektorschacht & Sitzfläche prüfen: Sicherstellen, dass die alte Kupferdichtung nicht am Boden des Zylinderkopfsitzes verblieben ist; falls verklebt, vorsichtig mit einem Messinghaken bergen.
- Injektorsitz reinigen & nachfräsen: Die Dichtfläche mit entsprechenden Fräs-/Reinigungsbürsten säubern und Rückstände absaugen, bis der Sitz metallisch blank und plan ist.
- Neuen Kupferdichtring montieren: Neuen OEM-Kupferdichtring mit vorgeschriebener Stärke (Standard 1,5 mm - 2,0 mm) einsetzen; einen Hauch Hochtemperaturfett zur Fixierung nutzen.
- Injektor mit Keramikpaste montieren: Den Injektorkörper dünn mit zugelassener Hochtemperatur-Keramikpaste bestreichen; Düsenspitze und Kupferdichtring zwingend sauber und trocken halten.
- Spannpratze vorschriftsmäßig festziehen: Schrauben der Spannpratze ansetzen und mit einem kalibrierten Drehmomentschlüssel stufenweise auf Werksvorgabe (30 N·m) anziehen.
- Hochdruckleitungen montieren: Überwurfmuttern zunächst von Hand ansetzen, um ein Verkanten des Gewindes zu vermeiden, anschließend Injektoreinlass- und Railverschraubungen gleichmäßig mit 25 N·m festziehen.
- Rücklaufleitung & Kabelbaum anschließen: Lecköl-Schnellkupplungen aufdrücken, bis die Sicherungskragen hörbar einrasten; elektrische Steckverbindung aufstecken und verriegeln.
- ECU IMA / QR-Code Programmierung & Entlüftung: Den auf dem Injektorkopf eingravierten individuellen IMA/QR-Kalibriercode dem jeweiligen Zylinder im Steuergerät zuweisen; Kraftstoffsystem vor dem ersten Motorstart entlüften/vorfördern.
- KRITISCHE IMA-KALIBRIERUNG: Den Motor niemals ohne Codierung des neuen IMA/QR-Wertes im Steuergerät betreiben - unkalibrierte Injektoren führen zu Verbrennungsklopfen, Zylinderungleichheiten und vorzeitiger DPF-Beladung.
- ZWINGENDER KUPFERRING-WECHSEL: Stets nagelneue Kupferdichtringe und neue Dehnschrauben verwenden - die Wiederverwendung alter Dichtungen führt zu verheerendem Verbrennungsgasdurchtritt (Schwarzschlamm/'Black Death').
- HÖCHSTE SAUBERKEIT BEIM KRAFTSTOFFSYSTEM: Bereits mikroskopische Schmutzpartikel ab 5 Mikrometern können das interne Ventil F00VC01003 oder die Düsennadel blockieren - Verschlussstopfen erst unmittelbar vor der Montage abziehen.
- ANZUGSDREHMOMENT DER SPANNPRATZE: Das vorgeschriebene Drehmoment von 30 N·m exakt einhalten - ein zu hohes Drehmoment führt zu Verzug des Injektorkörpers und zum Klemmen der Düsennadel.
Häufig gestellte Fragen und Diagnose
Erfordert der Bosch-Injektor 0445110008 eine ECU-Codierung (IMA / QR-Code)?
Ja, der Bosch-Injektor 0445110008 erfordert die zylinderspezifische Programmierung des IMA-Kalibriercodes im Motorsteuergerät (ECU). Jede Einheit besitzt einen individuellen, mehrstelligen Kalibriercode, der auf dem Spulenkopf oder Steckergehäuse eingeprägt ist und die Einspritzmengentoleranzen über mehrere Raildruckstufen definiert. Die Programmierung dieses Codes mittels Diagnosegerät (Bosch KTS, VCDS, ODIS, INPA/ISTA oder Autel MaxiSys) ist zwingend erforderlich, um einen gleichmäßigen Leerlauf, die Einhaltung der Euro-3-Abgasnorm und ein sauberes Ansprechverhalten zu gewährleisten.
Was sind die häufigsten Symptome eines defekten 0445110008-Injektors beim Peugeot / Citroën / Fiat PSA DW10 2.0 HDi / JTD (1997 cm³)?
Häufige Symptome sind lange Startzeiten beim Kaltstart, unrunder oder sägender Leerlauf, schwarzer Auspuffqualm beim Beschleunigen (Düsennadelverschleiß/Überfettung), weißer Rauch beim Kaltstart (unverbrannter Kraftstoff), Nageln/Klopfen unter Last, erhöhter Kraftstoffverbrauch, Verbrennungsaussetzer-Fehlercodes (P0201-P0206 / P0300-P0306) sowie hohe Rücklaufmengen, die bei starker Beschleunigung zu Fehlereinträgen bezüglich zu geringem Raildruck führen.
Sollten Injektoren einzeln oder als kompletter Satz getauscht werden?
Obwohl der Austausch eines einzelnen defekten Injektors zulässig ist (sofern Kraftstoffkontamination ausgeschlossen wurde), gilt es bei Motoren mit über 150.000 km als Best Practice, alle Injektoren als Satz zu erneuern oder auf dem Prüfstand zu prüfen. Der Verschleiß an Steuerventil (F00VC01003) und Einspritzdüse (DSLA142P795) vollzieht sich gleichmäßig über alle Zylinder; der Einbau eines einzelnen Neuteils neben verschlissenen Einheiten führt aufgrund von Mengenunterschieden häufig zu spürbaren Leerlaufvibrationen.
Warum müssen Kupferdichtring und Spannpratzenschraube bei jeder Montage erneuert werden?
Der Kupferring bildet die kritische gasdichte Verbindung zwischen der Injektordüse und dem Brennraum im Zylinderkopf. Während der Verbrennung treten Temperaturen von über 1.500 °C und Drücke von über 150 bar auf. Ein einmal komprimierter Dichtring verhärtet (Kaltverfestigung) und dichtet bei Wiederverwendung nicht zuverlässig ab. Zudem sind die meisten Spannpratzenschrauben Dehnschrauben, die nur für den einmaligen Gebrauch spezifiziert sind. Ihre Wiederverwendung birgt das Risiko eines Abrisses im Zylinderkopf oder eines Verlusts der nötigen Spannkraft.
Welche vorbeugende Wartung ist nach dem Einbau von 0445110008-Tauschinjektoren erforderlich?
Erneuern Sie stets den Dieselfilter durch einen hochwertigen Filter nach OEM-Vorgabe (3 bis 5 Mikrometer Abscheiderate), überprüfen Sie Tank und Kraftstoffleitungen auf Metallspäne infolge von Hochdruckpumpenverschleiß, spülen Sie das Common-Rail bei Verschmutzung, tanken Sie Qualitäts-Dieselkraftstoff nach EN 590 und prüfen Sie die Mengenkorrekturwerte (Laufruheregelung) per Diagnosegerät nach etwa 500 km Fahrstrecke.
Fehlercodes (DTC) & Diagnoseprotokolle
Häufige Diagnose-Fehlercodes (DTCs), die ausgelöst werden, wenn dieser Common-Rail-Injektor Verschleiß, Schaltkreisfehler oder Kalibrierungsabweichungen aufweist:
Fuel Rail / System Pressure Too Low
Excessive internal backleak from worn control valve seats drops common rail pressure below target under engine load.
Injector Circuit Malfunction / Open Circuit
Solenoid coil resistance drift (0.2-0.5 Ω) or piezo stack degradation triggers driver stage shutdown on affected cylinders.
Cylinder Misfire & Balancing Deviation
Carbon-clogged nozzle spray holes or missing IMA calibration causes uneven cylinder contribution. Recode ECM and verify washer seating.
Fuel Rail / System Pressure Too High
Spill line backpressure or stuck metering valve prevents rail depressurization, creating overpressure risks under load.
Querverweise & Kompatibilität
Schwesterteile, Varianten derselben Plattform und bekannte Inkompatibilitäten.
Technische Diagnose- & Service-Protokolle
Verifizierte Prüfverfahren, Fehlercode-Grenzwerte und Werkstatt-SOPs für diese Baugruppe.