0445110155
BOSCH 0445110155 Common-Rail-Injektor für Mercedes-Benz E-Klasse W211 / S-Klasse W220 2.2 / 2.7 / 3.2 CDI (OM646, OM647, OM648)
A6480700187, 6480700187, A64807001870080, 64807001870080F00VC01328DLLA153P12701600 barProduktübersicht
Der Bosch 0445110155 ist ein OEM-Magnetventil-Common-Rail-Injektor der zweiten Generation (CRI2), entwickelt für Mercedes-Benz CDI3-Pkw-Plattformen mit den Turbodieselmotoren OM646 (2,1L/2,2L 4-Zylinder), OM647 (2,7L 5-Zylinder) und OM648 (3,2L Reihen-6-Zylinder). Bei Raildrücken von bis zu 1600 bar arbeitet dieser Injektor mit präzise aufeinander abgestimmten internen Komponenten - darunter die Lochdüse DLLA153P1270 (Bosch-Baugruppennummer 0433171800) und der Steuerventilsatz F00VC01328 -, um mikrodosierte Vor-, Haupt- und Nacheinspritzungen gemäß den Abgasnormen Euro 3 und Euro 4 zu liefern. Bei hoher Betriebslaufleistung zählen zu den typischen Ausfallsymptomen der Verschleiß des internen Ventilsitzes mit übermäßiger Rücklaufmenge (Lecköl), verlängerte Startzeiten, Heißstartprobleme, unruhiger Leerlauf durch Zylinderungleichgewicht sowie Rauchbildung durch unverbrannten Kraftstoff oder erhöhte Rußbeladung des Dieselpartikelfilters (DPF).
Überprüfen Sie vor dem Einbau den Abgleich mit der Mercedes-Benz OE-Teilenummer A6480700187; jeder Austauschinjektor muss mit seinem individuellen IMA-Kalibriercode im CDI-Motorsteuergerät hinterlegt werden, um unrunden Leerlauf und Zylinderungleichheiten zu vermeiden.
Fahrzeug- und Motorverwendung
| Fahrzeug | Motor | Baujahre |
|---|---|---|
| Mercedes-Benz E-Class (W211 / S211) E 200 CDI / E 220 CDI | Mercedes-Benz OM646 / OM647 / OM648 CDI (2.2L & 2.7L) | 2002-2006 |
| Mercedes-Benz E-Class (W211 / S211) E 270 CDI | Mercedes-Benz OM646 / OM647 / OM648 CDI (2.2L & 2.7L) | 2002-2005 |
| Mercedes-Benz E-Class (W211 / S211) E 280 CDI / E 320 CDI | Mercedes-Benz OM646 / OM647 / OM648 CDI (2.2L & 2.7L) | 2002-2006 |
| Mercedes-Benz S-Class (W220) S 320 CDI | Mercedes-Benz OM646 / OM647 / OM648 CDI (2.2L & 2.7L) | 2002-2005 |
Technische Daten
| Spezifikation | Wert |
|---|---|
| SKU-Nummer | 0445110155 |
| Marke | Mercedes-Benz / BOSCH |
| Komponententyp | Complete Injector Assembly (Bosch Common Rail (CRI2 solenoid)) |
| OE-Nummer | A6480700187, 6480700187, A64807001870080, 64807001870080 |
| SteuerventilKernwert | |
| DüsencodeKernwert | 🔗 Gemeinsame Düse (2 Baugruppen):0445110156 |
| Interne Düsen-TeilenummerKernwert | 🔗 Gemeinsame Düse (2 Baugruppen):0445110156 |
| Einspritzsystem | Bosch Common Rail (CRI2 solenoid) |
| BetriebsdruckKernwert | |
| Drehmomentvorgabe | 25 N·m |
| Spannpratzen-Drehmoment | 7 N·m + 90° |
| Garantie | 12 Months |
| Abgasnorm | Euro 3 / Euro 4 |
| Motorenfamilie | Mercedes-Benz OM646 (2.2 CDI), OM647 (2.7 CDI), OM648 (3.2 CDI) |
| Steuergeräte-Codierung erforderlich | Yes (IMA Code) |
Einbauhinweise
Benötigte Werkzeuge: 10-mm- & 11-mm-Bremsleitungsschlüssel (Rail- und Injektor-Überwurfmuttern), Injektor-Gleithammer / Ausziehersatz (bei festsitzendem Injektor), Messing-Sitzreinigungsbürstensatz & Industriesauger, Dichtsitz-Fräswerkzeug (bei Brandgas-Erosion), Drehmomentschlüssel (Bereich 2 N·m – 40 N·m), ECU-Diagnosetester mit IMA-/QR-Codierfunktion, Digital-Bügelmessschraube / Tiefenmessschieber zur Kupferring-Prüfung
- Batterie abklemmen & Raildruck abbauen: Massekabel der Batterie trennen und vor dem Lösen von Kraftstoffleitungen über die Live-Diagnose sicherstellen, dass der Rail-Restdruck unter 10 bar liegt.
- Motorraum & Injektorschächte säubern: Schmutz, Ölrückstände und Fremdkörper im Bereich der Zylinderkopf-Injektorschächte gründlich mit Bremsenreiniger und Druckluft entfernen.
- Kabelstrang & Leckölleitungen markieren: Elektrische Stecker zylinderweise kennzeichnen und die empfindlichen Halteklammern der Kunststoff-Leckölleitung vorsichtig entriegeln.
- Hochdruckleitungen demontieren: Überwurfmuttern mit einem Leitungsschlüssel lösen; SOFORT alle offenen Anschlüsse am Rail und am Injektor mit sauberen Schutzkappen verschließen.
- Spannpratzenschrauben herausdrehen: Befestigungsschrauben der Haltepratzen entfernen. Bitte beachten: Dehnschrauben dürfen niemals wiederverwendet werden und sind zwingend zu ersetzen.
- Injektor ausbauen: Injektor vorsichtig axial nach oben herausziehen. Bei Verkokung einen passenden mechanischen Auszieher/Schlagabzieher am Anschlussadapter ansetzen, ohne den Injektorkörper zu verdrehen.
- Injektorschacht & Dichtsitz kontrollieren: Prüfen, ob der alte Kupferring im Schachtgrund verblieben ist; falls nötig, vorsichtig mit einem Messing-Hakenwerkzeug bergen.
- Dichtsitz reinigen & planfräsen: Injektordichtsitz mit speziellen Bürsten und Fräswerkzeugen säubern und Schmutz absaugen, bis eine 100 % metallisch blanke, ebene Dichtfläche vorliegt.
- Neuen Kupferdichtring montieren: Einen OEM-spezifizierten Kupferdichtring korrekter Stärke (Standard 1,5 mm - 2,0 mm) einsetzen; ggf. mit wenig Hochtemperaturfett fixieren.
- Injektorkörper mit Keramikpaste einsetzen: Den Schaft des Injektors dünn mit zugelassener Hochtemperatur-Keramikpaste bestreichen; Düsenspitze und Kupferdichtring müssen absolut fett- und partikelfrei bleiben.
- Spannpratze vorschriftsmäßig festziehen: Spannpratzenschrauben ansetzen und mit einem kalibrierten Drehmomentschlüssel nach Herstellervorgabe anziehen (7 N·m + 90°).
- Hochdruckleitungen montieren: Überwurfmuttern zunächst von Hand ansetzen, um Verkanten zu vermeiden, danach an Injektoreinlass und Rail gleichmäßig mit 25 N·m festziehen.
- Lecköl-Rücklaufleitung & Stecker montieren: Rücklaufanschlüsse aufstecken, bis die Halteklammern hörbar einrasten; elektrischen Steckverbinder aufstecken und Verriegelung sichern.
- IMA-/QR-Code einlernen & System entlüften: Den auf dem Injektorkopf eingravierten alphanumerischen IMA-Kalibriercode dem jeweiligen Zylinder im Motorsteuergerät zuweisen; Kraftstoffsystem vor dem ersten Motorstart entlüften/vorfördern.
- WICHTIGE IMA-KALIBRIERUNG: Nehmen Sie den Motor keinesfalls ohne vorherige Codierung des IMA/QR-Wertes in Betrieb - ungelernte Injektoren verursachen Verbrennungsgeräusche, Zylinderungleichförmigkeit und vorzeitige DPF-Überladung.
- DOPPELTER DICHTRING- & SCHRAUBENWECHSEL: Verwenden Sie immer fabrikneue Kupferdichtringe und neue Dehnschrauben - wiederverwendete Dichtungen führen zu Verbrennungsgas-Undichtigkeiten ('Black Death' / massive Verkokung).
- HÖCHSTE SAUBERKEIT BEIM KRAFTSTOFFSYSTEM: Schon Schmutzpartikel ab 5 Mikrometer Größe können das interne Steuerventil F00VC01328 oder die Düsennadel blockieren - Verschlusskappen erst unmittelbar vor der Leitungsmonate abnehmen.
- ANZUGSDREHMOMENT DER SPANNPRATZE: Das vorgeschriebene Drehmomentverfahren von 7 N·m + 90° exakt einhalten - ein Überziehen verzieht das Injektorgehäuse und führt zum Klemmen der Düsennadel.
Häufig gestellte Fragen und Diagnose
Erfordert der Bosch-Injektor 0445110155 eine ECU-Codierung (IMA- / QR-Code)?
Ja, der Bosch-Injektor 0445110155 erfordert die zylinderspezifische Programmierung des IMA-Kalibriercodes im Motorsteuergerät (ECU). Jedes Exemplar verfügt über einen individuellen mehrstelligen Kalibriercode, der auf dem Spulenkopf oder dem Steckergehäuse eingraviert ist und Fertigungstoleranzen der Einspritzmenge über verschiedene Raildruckstufen präzise abbildet. Das Einlernen dieses Codes mittels eines Diagnosetesters (Bosch KTS, VCDS, ODIS, INPA/ISTA oder Autel MaxiSys) ist zwingend erforderlich, um einen gleichmäßigen Leerlauf, die Einhaltung der Euro-3-/Euro-4-Grenzwerte und ein einwandfreies Ansprechverhalten sicherzustellen.
Was sind die häufigsten Symptome eines defekten 0445110155-Injektors bei den Mercedes-Benz-Motoren OM646 (2.2 CDI), OM647 (2.7 CDI) und OM648 (3.2 CDI)?
Typische Symptome sind verlängerte Anlasserzeiten beim Kalt- oder Warmstart, unrunder oder sägender Leerlauf, Schwarzrauch unter Last (Düsenverschleiß/Überfettung), Weißrauch beim Motorstart (unverbrannter Kraftstoffnebel), Verbrennungsnageln unter Last, erhöhter Verbrauch, Fehlercodes für Zylinderaussetzer (P0201-P0206 / P0300-P0306) sowie übermäßige Leckölmengen, die bei starker Beschleunigung Raildruck-Abweichungsfehler auslösen.
Sollte ich Injektoren einzeln oder als kompletten Satz austauschen?
Obwohl der Austausch eines einzelnen defekten Injektors möglich ist (sofern eine Verunreinigung des Kraftstoffsystems ausgeschlossen wurde), gilt bei Laufleistungen über 150.000 km der gleichzeitige Austausch oder die Prüfung aller Injektoren als fachgerechter Standard. Der mechanische und hydraulische Verschleiß am Steuerventil (F00VC01328) und an der Düse (DLLA153P1270) tritt bei allen Zylindern annähernd gleichmäßig auf; das Mischen neuer und verschlissener Injektoren führt wegen unterschiedlicher Einspritzmengen häufig zu spürbaren Vibrationen und Leerlaufunruhe.
Warum müssen Kupferdichtring und Spannpratzenschraube bei jeder Montage erneuert werden?
Der Kupferdichtring gewährleistet die thermisch und mechanisch hochbelastete Abdichtung zwischen Injektordüse und Zylinderkopfbrennraum (Drücke über 150 bar, Temperaturen über 1.500 °C). Bei der Erstmontage wird er plastisch verformt; er härtet aus und dichtet bei Wiederverwendung nicht mehr zuverlässig ab. Zudem handelt es sich bei den Spannpratzenschrauben um Dehnschrauben, die ausschließlich für den einmaligen Anzug ausgelegt sind. Werden alte Schrauben erneut verwendet, drohen Schraubenabriss im Zylinderkopf oder ein Verlust der Klemmkraft.
Welche vorbeugenden Maßnahmen sind nach dem Einbau von 0445110155-Austauschinjektoren erforderlich?
Erneuern Sie zwingend den Kraftstofffilter durch ein hochwertiges Filterelement nach Erstausrüsterstandard (Filterfeinheit 3 bis 5 Mikrometer). Kontrollieren Sie Tank und Leitungen auf metallischen Abrieb (Späne der Hochdruckpumpe), spülen Sie das Rail-System bei Fremdpartikeln gründlich, tanken Sie Qualitäts-Dieselkraftstoff nach EN 590 und prüfen Sie die Mengenkorrekturwerte (Laufruheregelung) nach circa 500 km Fahrstrecke über die Diagnose.
Fehlercodes (DTC) & Diagnoseprotokolle
Häufige Diagnose-Fehlercodes (DTCs), die ausgelöst werden, wenn dieser Common-Rail-Injektor Verschleiß, Schaltkreisfehler oder Kalibrierungsabweichungen aufweist:
Fuel Rail / System Pressure Too Low
Excessive internal backleak from worn control valve seats drops common rail pressure below target under engine load.
Injector Circuit Malfunction / Open Circuit
Solenoid coil resistance drift (0.2-0.5 Ω) or piezo stack degradation triggers driver stage shutdown on affected cylinders.
Cylinder Misfire & Balancing Deviation
Carbon-clogged nozzle spray holes or missing IMA calibration causes uneven cylinder contribution. Recode ECM and verify washer seating.
Fuel Rail / System Pressure Too High
Spill line backpressure or stuck metering valve prevents rail depressurization, creating overpressure risks under load.
Querverweise & Kompatibilität
Schwesterteile, Varianten derselben Plattform und bekannte Inkompatibilitäten.
Technische Diagnose- & Service-Protokolle
Verifizierte Prüfverfahren, Fehlercode-Grenzwerte und Werkstatt-SOPs für diese Baugruppe.