0445120007
BOSCH 0445120007 Common-Rail-Injektor für Iveco Eurocargo / DAF LF45 LF55 / Ford Cargo 3.9L & 5.9L
1405332, 1407306, 1409652, 2830221, 2830224, 2830957, 3230159500, 4896444, 4897271, BG5X9E526AA, 2R0198133F00RJ00339DSLA143P9701600 barProduktübersicht
Der Bosch 0445120007 ist ein Hochleistungs-Nutzfahrzeug-Common-Rail-Injektor der ersten CRIN-Magnetventilplattform-Generation, der für maximale Raildrücke von bis zu 1600 bar ausgelegt ist. Er kommt verbreitet in Iveco Eurocargo Tector 4- und 6-Motoren sowie in Lkw der Baureihen DAF LF45, LF55 und Ford Cargo mit 3,9-Liter- und 5,9-Liter-4-Zylinder- sowie 6-Zylinder-Cummins-ISBe-Antrieben zum Einsatz und bietet auch unter extremen Betriebsbedingungen eine präzise Kraftstoffzerstäubung. Das interne hydraulische System umfasst eine DSLA143P970 Lochdüse (Bosch-Teilenummer 0433175271), die über eine präzise F00RJ00339 Steuerventilbaugruppe betätigt wird. Bei hohen Laufleistungen können abrasive Kraftstoffverunreinigungen und mechanische Ermüdung zu Ventilsitzverschleiß, stark erhöhtem Rücklauf, unruhigem Leerlauf, verlängerten Startzeiten, Drehmomentverlust unter Last sowie Schwarz- oder Graurauch führen.
Achten Sie beim Einbau des Bosch 0445120007 stets auf den korrekten Sitz des Hochdruck-Druckrohrstutzens und das vorgeschriebene Anzugsdrehmoment (50 N·m). Als CRIN1-Einheit der ersten Generation für Euro 3 ist werkseitig in der Regel keine individuelle IMA-Klassifizierungscodierung im Motorsteuergerät erforderlich.
Fahrzeug- und Motorverwendung
| Fahrzeug | Motor | Baujahre |
|---|---|---|
| Iveco Eurocargo Tector 3.9L / 5.9L | Cummins ISBe / ISB / QSB 3.9L & 5.9L (Iveco NEF Tector) | 2000-2008 |
| DAF LF45 / LF55 / CF65 | Cummins ISBe / ISB / QSB 3.9L & 5.9L (Iveco NEF Tector) | 2001-2008 |
| Ford Cargo Commercial Truck | Cummins ISBe / ISB / QSB 3.9L & 5.9L (Iveco NEF Tector) | 2005-2014 |
| Agrale MA / MT Midibus & Trucks | Cummins ISBe / ISB / QSB 3.9L & 5.9L (Iveco NEF Tector) | 2005-2009 |
Technische Daten
| Spezifikation | Wert |
|---|---|
| SKU-Nummer | 0445120007 |
| Marke | Iveco / DAF / Ford / BOSCH |
| Komponententyp | Complete Injector Assembly (Bosch Common Rail (CRIN solenoid)) |
| OE-Nummer | 1405332, 1407306, 1409652, 2830221, 2830224, 2830957, 3230159500, 4896444, 4897271, BG5X9E526AA, 2R0198133 |
| SteuerventilKernwert | |
| DüsencodeKernwert | |
| Interne Düsen-TeilenummerKernwert | |
| Einspritzsystem | Bosch Common Rail (CRIN solenoid) |
| BetriebsdruckKernwert | |
| Drehmomentvorgabe | 50 N·m (inlet connector) |
| Spannpratzen-Drehmoment | 30 N·m |
| Garantie | 12 Months |
| Abgasnorm | Euro 3 |
| Motorenfamilie | Cummins ISBe / Iveco Tector 4 & 6 (3.9L / 5.9L) |
| Steuergeräte-Codierung erforderlich | Verify with OEM tool |
| Magnetventil-Baugruppe | F00RJ02697 |
| Dichtringsatz | F00RJ02176 |
Einbauhinweise
Benötigte Werkzeuge: 10-mm- & 11-mm-Bremsleitungsschlüssel (Rail- und Injektor-Überwurfmuttern), Injektor-Gleithammer / Ausziehersatz (bei festsitzendem Injektor), Messing-Sitzreinigungsbürstensatz & Industriesauger, Dichtsitz-Fräswerkzeug (bei Brandgas-Erosion), Drehmomentschlüssel (Bereich 2 N·m – 40 N·m), ECU-Diagnosetester mit IMA-/QR-Codierfunktion, Digital-Bügelmessschraube / Tiefenmessschieber zur Kupferring-Prüfung
- Batterie abklemmen & Raildruck abbauen: Massekabel der Batterie trennen und vor dem Öffnen von Hochdruckleitungen per Livedaten prüfen, dass der Rail-Restdruck unter 10 bar gefallen ist.
- Motorraum & Injektorschächte säubern: Schmutz, Ölrückstände und Partikel um die Injektorschächte mit Druckluft und Teilereiniger gründlich entfernen.
- Kabelstrang & Rücklaufleitungen markieren: Elektrische Anschlüsse zylinderweise beschriften und die empfindlichen Kunststoffclips der Leckölrücklaufleitung vorsichtig lösen.
- Hochdruckleitungen ausbauen: Überwurfmuttern mit einem Leitungsschlüssel lösen; offene Rail-Abgänge und Injektorzuläufe SOFORT mit sauberen Schutzkappen verschließen.
- Schrauben der Spannpratze herausdrehen: Klemmschrauben lösen und entfernen. Dehnschrauben müssen zwingend entsorgt und ersetzt werden.
- Injektorkörper herausziehen: Injektor senkrecht nach oben entnehmen. Bei Verkokung einen passenden Abzieher/Gleithammer am Zulaufadapter ansetzen, ohne den Injektorkörper zu verdrehen.
- Injektorschacht & Sitz prüfen: Kontrollieren, ob der alte Kupferdichtring im Zylinderkopfsitz verblieben ist; falls nötig mit einem Dichtungszieher/Messinghaken bergen.
- Injektorsitz reinigen & nacharbeiten: Dichtfläche mit Sitzreinigungsbürsten und Werkstattsauger reinigen, bis der Sitz metallisch blank und plan ist.
- Neuen Kupferdichtring montieren: Neuen Dichtring mit Herstellerspezifikation (1,5 mm-2,0 mm) mit etwas Hochtemperaturfett am Injektor fixieren.
- Injektor mit Keramikpaste montieren: Den Injektorkörper dünn mit zugelassener Hochtemperatur-Keramikpaste bestreichen; Düsenkuppe und Kupferdichtung dabei absolut sauber und fettfrei halten.
- Spannpratze vorschriftsmäßig festziehen: Klemmschrauben ansetzen und mit einem kalibrierten Drehmomentschlüssel stufenweise auf 30 N·m festziehen.
- Hochdruckleitungen montieren: Überwurfmuttern zunächst von Hand ansetzen, um Verkanten zu vermeiden, danach Injektor-Druckrohranschluss und Rail-Verschraubung gleichmäßig auf 50 N·m festziehen.
- Leckölleitung & Kabelbaum anschließen: Rücklaufclips aufdrücken, bis die Arretierung hörbar einrastet; elektrischen Steckverbinder aufstecken und verriegeln.
- ECU-IMA/QR-Kalibrierung & Entlüftung: Den auf dem Injektorkopf eingravierten Kalibriercode dem jeweiligen Zylinder im Steuergerät zuweisen; Kraftstoffsystem vor dem ersten Starten entlüften.
- WICHTIGE IMA-KALIBRIERUNG: Den Motor niemals ohne programmierte IMA/QR-Klassifizierungscodes betreiben - unkalibrierte Injektoren führen zu Verbrennungsklopfen, Zylinderungleichheiten und vorzeitiger DPF-Beladung.
- ZWINGENDER DICHTUNGSTAUSCH: Immer fabrikneue Kupferdichtringe und Dehnschrauben verwenden - gebrauchte Dichtungen führen zu gefährlichen Verbrennungsgas-Undichtigkeiten ('Black Death').
- HÖCHSTE KRAFTSTOFFSAUBERKEIT: Bereits kleinste Verunreinigungen ab 5 Mikrometer können das interne Ventil F00RJ00339 oder die Düsennadel blockieren - Verschlusskappen erst unmittelbar vor der Montage abnehmen.
- DREHMOMENT DER SPANNPRATZE BEACHTEN: Die Vorgabe von 30 N·m strikt einhalten - zu hohes Drehmoment verzieht den Injektorkörper und führt zum Klemmen der inneren Bauteile.
Häufig gestellte Fragen und Diagnose
Benötigt der Bosch-Injektor 0445120007 eine Steuergeräte-Codierung (IMA / QR-Code)?
Ja, der Bosch-Injektor 0445120007 erfordert die Eingabe des zylinderspezifischen IMA-Kalibriercodes in das Motorsteuergerät (ECU). Jede Einheit besitzt einen individuellen, mehrstelligen Kalibriercode auf dem Steckergehäuse oder Magnetventilbereich, der Toleranzen der Einspritzmenge über verschiedene Raildruckbereiche definiert. Die Programmierung über ein Diagnosesystem (Bosch KTS, VCDS, ODIS, INPA/ISTA oder Autel MaxiSys) stellt einen stabilen Leerlauf, die Einhaltung der Euro-3-Grenzwerte und ein gleichmäßiges Ansprechverhalten sicher.
Was sind die häufigsten Symptome eines defekten 0445120007 Injektors bei Iveco / DAF / Ford Cummins ISBe / Iveco Tector 4 & 6 (3.9L / 5.9L)?
Zu den typischen Symptomen gehören lange Startzeiten beim Kaltstart, unruhiger oder schwankender Leerlauf, Schwarzrauch unter Beschleunigung (Düsenverschleiß/Überfettung), Weißrauch beim Starten (unverbrannter Kraftstoff), Nageln oder Klopfen unter Last, erhöhter Kraftstoffverbrauch, Fehlzündungsfehlercodes (P0201-P0206 / P0300-P0306) sowie hohe Rücklaufmengen, die bei Volllast zu Fehlermeldungen bezüglich zu geringen Raildrucks führen.
Sollten Injektoren einzeln oder als kompletter Satz ausgetauscht werden?
Obwohl der Austausch eines einzelnen defekten Injektors möglich ist, sofern eine Kraftstoffkontamination ausgeschlossen wurde, empfiehlt die Werkstattpraxis bei Laufleistungen über 150.000 km den kompletten Satz zu erneuern oder auf einem Prüfstand testen zu lassen. Der Verschleiß am Hochdruck-Steuerventil (F00RJ00339) und an der Düse (DSLA143P970) schreitet auf allen Zylindern ähnlich voran; ein einzelner neuer Injektor neben verschlissenen führt häufig zu Mengendifferenzen und Leerlaufvibrationen.
Warum müssen die Kupferdichtung und die Spannpratzenschraube bei jeder Montage zwingend erneuert werden?
Der Kupfer-Dichtring dichtet den Injektor gegen den Verbrennungsraum des Zylinderkopfs ab, in dem Temperaturen über 1.500 °C und Drücke von über 150 bar auftreten. Eine gebrauchte Dichtung verhärtet unter Druck und dichtet nicht mehr zuverlässig ab. Zudem sind die Schrauben der Spannpratze meist Dehnschrauben, die für den einmaligen Gebrauch bestimmt sind; eine Wiederverwendung führt zu Abreißgefahr oder Verlust der erforderlichen Spannkraft.
Welche Wartungsmaßnahmen sind nach dem Einbau neuer 0445120007 Injektoren erforderlich?
Erneuern Sie stets den Kraftstofffilter durch ein hochwertiges Originalteil (3 bis 5 µm Filterfeinheit), prüfen Sie Kraftstofftank und Leitungen auf Metallspäne der Hochdruckpumpe, spülen Sie das Common-Rail-System bei Verschmutzungen, verwenden Sie normgerechten EN590-Dieselkraftstoff und kontrollieren Sie die Zylinder-Gleichlaufwerte nach 500 km Fahrstrecke per Diagnosesoftware.
Fehlercodes (DTC) & Diagnoseprotokolle
Häufige Diagnose-Fehlercodes (DTCs), die ausgelöst werden, wenn dieser Common-Rail-Injektor Verschleiß, Schaltkreisfehler oder Kalibrierungsabweichungen aufweist:
Fuel Rail / System Pressure Too Low
Excessive internal backleak from worn control valve seats drops common rail pressure below target under engine load.
Injector Circuit Malfunction / Open Circuit
Solenoid coil resistance drift (0.2-0.5 Ω) or piezo stack degradation triggers driver stage shutdown on affected cylinders.
Cylinder Misfire & Balancing Deviation
Carbon-clogged nozzle spray holes or missing IMA calibration causes uneven cylinder contribution. Recode ECM and verify washer seating.
Fuel Rail / System Pressure Too High
Spill line backpressure or stuck metering valve prevents rail depressurization, creating overpressure risks under load.
Querverweise & Kompatibilität
Schwesterteile, Varianten derselben Plattform und bekannte Inkompatibilitäten.
Technische Diagnose- & Service-Protokolle
Verifizierte Prüfverfahren, Fehlercode-Grenzwerte und Werkstatt-SOPs für diese Baugruppe.